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Frühere Homo-Generationen übten sich im "Heten-Knacken" - heute scheint es viel einfacher zu sein, einen gleichgeschlechtlichen Sexpartner zu finden (Bild: Wiki Commons / Carloxito / CC-BY-SA-3.0)
- 17. August 2015, 04:36h 2 Min.
Während 23 Prozent der Briten sich nicht ausschließlich als heterosexuell definieren, sind es bei den 18- bis 24-Jährigen sogar 46 Prozent.
Je jünger die Briten, desto offener scheinen sie gleichgeschlechtlichen sexuellen Erfahrungen gegenüber zu stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue YouGov-Studie, bei der sich die Teilnehmer nach der siebenstufigen Kinsey-Skala zwischen "100 Prozent heterosexuell" (0) und "100 Prozent homosexuell" (6) selbst einordnen sollten.
Befragt wurden 1.632 repräsentativ ausgewählte Briten. Von den Gesamt-Teilnehmern gaben 72 Prozent an, sich keinesfalls für das gleiche Geschlecht zu interessieren. 4 Prozent ordneten sich als ausschließlich schwul oder lesbisch ein, 19 Prozent sahen sich irgendwo dazwischen.
Junge Menschen sind offener für gleichgeschlechtliche Erfahrungen
In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen waren jedoch deutliche Abweichungen vom Durchschnitt festzustellen. Hier ordneten sich nur 46 Prozent als ausschließlich heterosexuell ein. 6 Prozent gaben an, ausschließlich homosexuell zu sein, während sich 43 Prozent irgendwo dazwischen definierten.

In der Zusammenfassung der Studie stellt YouGov fest: "Menschen aller Generationen akzeptieren nun die Idee, dass es bei der sexuellen Orientierung mehr als nur zwei Möglichkeiten gibt". Dieser Aussage stimmten 60 Prozent der Heteros und 73 Prozent der Lesben und Schwulen zu. 28 Prozent der Heterosexuellen glauben jedoch noch immer, dass es Bisexualität nicht gebe.
Ob die "ansteigend offene Einstellung gegenüber Sexualität" auch tatsächlich zu mehr gleichgeschlechtlichem Sex führt, zweifelt allerdings auch die YouGov-Studie an. Sie verweist darauf, dass sich 81 Prozent der 18- bis 24-Jährigen auf der Kinsey-Skala zwischen 0 und 2 einordnen – und damit weiterhin vor allem am anderen Geschlecht interessiert sind. (cw)
















Entweder sind die Briten generell weltoffener oder das ist ein Ergebnis der verfehlten Bildungspolitik in Deutschland, wo sexuelle Vielfalt tabuisiert wird.