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Raffi Freedman-Gurspans neuer Arbeitsplatz befindet sich in 1600 Pennsylvania Avenue, Washington

  • 19. August 2015, 10:11h 11 2 Min.

Einen Monat, nachdem Präsident Barack Obama die Diskriminierung von LGBT-Mitarbeitern der Bundesverwaltung verboten hat, stellt er eine engagierte Trans-Aktivistin ein.

Erstmals ist eine transsexuelle Beamtin für einen Posten im Weißen Haus ernannt worden: Raffi Freedman-Gurspan wird sich fortan im Personalbüro als Direktorin um die Einstellung von Mitarbeitern kümmern, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.

Friedman-Gurspan zeige "eine Führungsqualität, die von dieser Regierung geschätzt wird", erklärte Obama-Beraterin Valerie Jarrett in einer Pressemitteilung. "Ihr Einsatz, um das Leben von transsexuellen Amerikanern zu verbessern – insbesondere farbige und arme Trans-Personen – spiegeln die Werte dieser Regierung wider."

In den vergangenen Jahren war Friedman-Gurspan bei der Organisation "National Center for Transgender Equality" aktiv – und kritisierte in dieser Position immer wieder die Lebensumstände von Transsexuellen. Erst vor wenigen Tagen hatte sie angesichts vieler Morde an Transsexuellen an die Regierung appelliert, sich mehr um das Thema zu kümmern (queer.de berichtete).

"Ein Meilenstein für die Transgender-Community"

LGBT-Organisationen begrüßten die Ernennung. "Das ist ein Meilenstein für die Transgender-Community, aber wir finden es auch toll, dass Raffi Freedman-Gurspan jetzt für das amerikanische Volk arbeiten wird", sagte Aisha Moodie-Mills, Chefin des "Gay and Lesbian Victory Fund and Institute".

Bislang haben zwar mehrere offen transsexuelle Personen für die Obama-Regierung gearbeitet, beispielsweise Trans-Mann Jay Davis für die Bundesumweltbehörde EPA; allerdings ist die Ernennung von Freedman-Gurspan die erste für das Weiße Haus, die amerikanische Machtzentrale.

Erst im Juli hatte Präsident Barack Obama die Diskriminierung von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Mitarbeitern in Bundesbehörden per Erlass verboten (queer.de berichtete). Er bedauerte, dass der republikanisch kontrollierte Kongress ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz weiterhin blockiert. (dk)

-w-

#1 TritonAnonym
  • 19.08.2015, 13:53h
  • 2015 scheint ein gutes Jahr für das Comming-Out von Transsexuellen und Transgendern zu sein - schon vor einigen Monaten outete sich ein Offizier der israelischen Armee und erfuhr viel Unterstützung durch die anderen Soldaten und seinen Vorgesetzten:

    Leutnant Shachar: Der erste IDF-Offizier, der sich als Transgender geoutet hat

    haolam.de/artikel_21306.html
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#2 fromthefutureAnonym
  • 19.08.2015, 14:54h
  • Ich lese sehr gerne die Artikel auf Queer.de, sie sind eine sehr wichtige Informationsquelle. Umso problematischer ist, dass trans Frauen und Männer als "Transsexuelle" bezeichnet werden. So auch in diesem Artikel obwohl die betroffene Person selbst sich an keiner Stelle mit diesem Begriff identifiziert. Auch die Orga verwendet nicht zufällig den Begriff Transgender.

    Wenn ein Person sich selbst als transsexuell bezeichnet: OK. Ansonsten ist der Begriff doch sehr problematisch. Er bezeichnet eine psychische Krankheit und pathologisiert die Betroffenen. Unter dem rechtlichen Begriff Transsexualität wurden und werden Menschenrechte verletzt, wurden und werden Zwangssterilisierungen vorgenommen. Für viele kann die Nennung des Begriffs retraumatisierend sein.

    Die Begriffe trans, transgender oder transgeschlechtlich sind da viel besser. Insbesondere dann, wenn die Person, über die berichtet wird, sich gar nicht als transsexuell bezeichnet.
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#3 usererEhemaliges Profil