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Kommentare zu:
YouGov-Studie: Amerikaner sind heterosexueller als Briten


#1 XDASAnonym
  • 21.08.2015, 10:56h
  • Solche Umfragen sollte man sehr skeptisch sehen.

    Denn die sexuelle Orientierung ist immer noch etwas, wo viele nicht gerne Auskunft drüber geben. Erst recht nicht irgendwelchen fremden Umfrageinstituten.

    Das Ergebnis könnte genauso gut bedeuten, dass in den USA mehr Unter-30-Jährige ihre Sexualität verschweigen statt in Großbritannien. Denn auch wenn die USA mittlerweile rechtlich z.B. viel weiter sind als Deutschland, darf man nicht vergessen, dass es da auch noch erzkonservative Landstriche gibt, wie z.B. den sog. Bible Belt im Mittleren Westen. Dort mag die rechtliche Gleichstellung jetzt auch gelten, aber das heißt nicht sofort, dass dort alle ihre Sexualität in Umfragen zugeben.

    Insofern bin ich da sehr skeptisch.

    Ich halte mich an meine eigene Erfahrung:
    ich habe in meiner Schulzeit mit 90 % der Jungs aus meiner Klasse sexuelle Erfahrungen gehabt (und wenn es nur das gemeinsame Wichsen zu Pornos war, aber teilweise auch mehr). Aber von denen will heute niemand mehr etwas davon wissen.
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#2 Patroklos
#3 BuhjaAnonym
  • 21.08.2015, 11:33h

  • Vergleicht man die Bevölkerung der USA mit der von Europa, so finde ich es nicht repräsentativ wenn man nur 1000 Leute befragt. Man kann ja auch nicht von dee britischen Studie auf die gesamte europäische Bevölkerung vom Festland schließen. .
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#4 IsaakAnonym
  • 21.08.2015, 12:17h
  • Antwort auf #1 von XDAS
  • Ich weiß nicht um den Ursprung Ihrer Geographie-Kenntnisse aber der sogenannte Bible Belt hat mit dem Mittleren Westen mal überhaupt nichts zu tun. Sie liegen da mehrere hundert Kilometer von Ihrem Ziel entfernt.

    Darüber hinaus ist allerdings richtig, dass diese Umfrage statistisch gesehen nicht unbedingt repräsentativ und reliabel ist. Auch bzgl. der Partizipantenzahl.
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#5 wettbewerb totalAnonym
  • 21.08.2015, 14:22h
  • "So bezeichneten sich bei den unter 30-Jährigen nur zwei Prozent als ausschließlich homosexuell und damit nur halb so viel wie in der Gesamtbevölkerung."

    Wie sollte es auch anders sein?

    Heterosexistische Dauerbeschallung, eine noch nie dagewesene Flut von heterosexistischen Bildern, von Geburt an.

    Der gesellschaftliche Druck, irgendwie doch noch zumindest anteilig hetero und damit normkonform zu sein, nimmt angesichts des immer stärkeren Leistungs- und Konkurrenzdrucks bei immer weiter verbreiteten Existenz-, Abstiegs- und Ausgrenzungsängsten insgesamt massiv zu. "Dazuzugehören" und der Norm zu entsprechen ist ein Wettbewerbsvorteil, in allen Lebenslagen.

    Die bürgerliche Ideologie, die "Familie" im Sinne ihres beschränkten, auf Ausbeutung im Interesse der herrschenden Klasse beruhenden, im Kern gesellschaftlich entsolidarisierenden Konstruktes ("Zwei Menschen heiraten", "haben Kinder", "übernehmen Verantwortung füreinander" usw.) zum vermeintlich höchsten Glück stilisiert und in Zeiten immer extremerer sozialer Ungleichheit und Unsicherheit als letzte Zuflucht und Hort der "Geborgenheit" von den Herrschenden propagiert und von den Untertanen als solches wahrgenommen wird, und damit auch das mit ihr verbundene Konstrukt der Hetero-Norm, wird trotz oder gerade wegen aller Pseudo-Flexibilisierung wie "Ehe-Öffnung" und Toleranz-Blabla ultimativ zementiert und so wirkungsvoll durchgesetzt wie nie.
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#6 seb1983
#7 HonestAbeProfil
  • 21.08.2015, 21:39hBonn
  • Kein Wunder, schließlich hat die US-Bevölkerung viel größere fundamental-christliche Anteile als Großbritannien. Da geht eben die Angst vor den Hetzern um. Finde ich daher absolut nachvollziehbar.

    Fundamentalismus ist einfach unmenschlich!
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#8 JadugharProfil
  • 21.08.2015, 22:19hHamburg
  • Antwort auf #1 von XDAS
  • Das sehe ich genauso! Ihre Erfahrung, daß sie in der Schulzeit mit 90% der Jungs sexuelle Erfahrungen gemacht haben, scheint auch in einen bestimmten Kontext zu stehen. Als ich zur Schule ging hatte ich 0% sexuelle Kontakte, so sehr ich sie mir auch wünschte. In meinen letzten Schuljahr wurde Duschen für die Sporthalle eingerichtet, wo ich meine Schulkameraden zum ersten mal nackt sah. Ich war dadurch erregt. Doch alle nahmen Abstand von mir. Ich hatte das Gefühl, der einzige Schwule zu sein. Zu meiner Schulzeit war allerdings Homosexualität noch strafbar. Meinen ersten sexuellen Kontakt hatte ich erst im Alter mit 24 Jahren gehabt. Die Zeit davor war für mich die reinste Tortur, weil niemand da war, der die gleichen Gefühle hatte, wie ich.
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#9 falken42
  • 22.08.2015, 00:55h
  • wieder ein schönes beispiel dafür, das das märchen vom schwulen-gen eine lüge ist, eben sehr bequem, oder laubt jemand ernsthaft briten und amerikaner haben verschiedene genstruktur? oder das sich die gene in nur einer generation ändern?
    entscheidend ist denke ich, was man in den ersten 1-2 jahren seines lebens erlebt. nix sexuelles oder gar schwules, sondern die gesamtheit dessen was man in dem alter lernt. und später entscheidet. aber wer weiss.
    wenn wir glück haben werden sich die prozentzahlen in den nächsten genrationen angleichen (alles sexuellen varianten betreffend) - bis heteros nur eine spielart unter den anderen sind, das wäre eine wirklich bessere welt.
    aber wahrscheinlich marschieren die amis vorher ein, um die westlichen werte zu verteidigen.
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#10 Alte TunteAnonym
#11 traurigAnonym
  • 22.08.2015, 13:33h

  • Wenn man sich in deutschen Städten umschaut meint man dass fast alle Hetero sind, wenn man nach Körperlichkeit geht. Mädchen laufen rum mit den knappsten Sachen, als wenn sie am Strand wären, während sportliche junge Männer selbst bei 40 Grad unförmige Tshirts tragen, auch jene die in Tank Tops gut aussehen würden.
    Aber schaut man in die Kaufhäuser sieht man bei Mädchen alles eng und knapp und bei Jungs das Gegenteil. Die Auswahl entscheidet auch was man kauft und prägt Modewellen.
    Sogar bei Kindern. Meine Nichte ist 10 und normal schlank. Meine Tante meinte, Sommersachen die sie für sie kaufen will, muss sie ein bis zwei Nummern größer nehmen als sie eigentlich hat, damit die kurzen Hosen beim laufen zumindest den Hintern komplett bedecken.
    Das weibliche Geschlecht wird seit ein paar Jahren von Kind an sexualisiert, während Homosexuslität unter männlichen Jugendlichen weiter tabuisiert wird.
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#12 SO IST ESAnonym
  • 22.08.2015, 13:54h
  • Antwort auf #11 von traurig
  • Heterosexistische Indoktrination überall, so aggressiv wie nie.

    Die heterosexistische Zwangsjacke - übergestülpt, von Kindesbeinen an, nicht zuletzt durch die herrschenden neoliberalen Leistungs-, Konkurrenz- und damit direkt verbundenen Körper("vor")bilder - ist so befestigt und so aggressiv wirksamwie nie zuvor.

    Und Schwule tragen mit ihrer überwiegenden Anbiederungs- und Unterwerfungspraxis ganz erheblich zu dieser Befestigung bei.

    Da werden dann auch Coca-Cola-Werbefilmchen, in denen genau die beschriebenen (hetero-) sexistischen Rollenzuweisungen mit der größten Selbstverständlichkeit und quasi-religiös reproduziert werden einschließlich der Darstellung von Schwulsein als etwas, das es zu verheimlichen gilt, als angeblich mega-fortschrittlich bejubelt. Nur weil man ja auch dabei sein will, bei der schönen marktkonformen Illusion von Freiheit.
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#13 know howAnonym
#14 falken42
  • 22.08.2015, 14:07h
  • Antwort auf #11 von traurig
  • Sry, da bin ich anderer Meinung. Alle Kinder werden sehr früh hetero-sexualisiert. Jungs und Mädchen unterschiedlich, ok.
    Aber was meinst du, warum junge Männer ihr T-Shirt vorn mit einem Zipfel in die Hose stecken etc.? auch eine Jeans, in der man keine Beule sieht (schau dir mal Filme aus den 80er oder 70er an) ist heute out (gut so).
    Klar wollen die Fundamentalisten aller Colour wieder rückwärts. Als ich mein Patenkind (18) neulich in Badehose sah, dachte ich auch, wir sind wieder im Mittelalter. Und die kurzen Sommerhosen für Jungs sind deutlich länger, als die der Mädchen. Aber das ist ja auch eine Sexualisierung, nur eben anders. Heteronormativ! Denkt nur an die FSK Freigabe bei Filmen: Gewalt und Blut ab 12, Frauen nackt ab 16, Männer nackt ab 18, Penis erigiert Porno.
    Wer sich als Junge zu seiner schwulen Sexualiät bekennen will, muss auch (seinen) männlichen Körper lieben lernen, insofern ist das für Jungs schwieriger als für Mädchen. Schon weil da optisch in unserer Gesellschaft (zwar mehr als früher) vieles tabuisiert wird. Nackte Frauen beim Orgasmus kommen im Kinderprogramm...
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#15 seb1983
  • 22.08.2015, 16:08h
  • Antwort auf #14 von falken42
  • Am Ende dürfen sich die Damen dann aber auch nicht wundern wenn ihnen Vorstandsetagen verschlossen bleiben.
    Gab es da nicht mal eine Frauenbewegung oder müssen (schwule) Männer ihnen auch das noch erklären??

    Im Sommer bin ich im Büro zugegeben etwas neidisch auf die Damen in Rock und Bluse während ich im Anzug rumlaufen muss und Kollegen teils noch Tshirts unters Hemd ziehen müssen um es nicht durchzuschwitzen.
    Für Anzüge gibt es zudem seit Jahren leider nur eine Richtung: enger enger und noch enger
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#16 -hw-Anonym
#17 seb1983
#18 falken42

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