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Diese Gruppe von rund 30 Australiern sprach sich im Namen aller Ureinwohner gegen eine Öffnung der Ehe für homo­sexuelle Paare aus

  • 22. August 2015, 15:00h 18 2 Min.

Die letzte Woche im Namen aller Aborigines dem Parlament übergebene "Uluru Bark Petition" gegen eine Ehe-Öffnung hat bei den Ureinwohnern wenig Rückhalt.

Sie wurde mit großem Tamtam und weltweitem Medienecho als "kulturelle Initiative" präsentiert, ist in Wahrheit jedoch wohl vor allem eine Aktion homophober Christen: In Australien distanzieren sich immer mehr Ureinwohner von der "Uluru Bark Petition" gegen eine Ehe-Öffnung, die in der vergangenen Woche dem Parlament übergeben worden war. Dort steht im Plenum in Kürze wieder eine Abstimmung über eine Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare an (queer.de berichtete).

Die etwa 30 Unterzeichner hatten in dem auf Baumrinde geschriebenen Appell angeblich im Namen von rund 70 indigenen Stämmen und Gruppen erklärt, seit "Tausenden von Jahren" werde bei den Ureinwohnern die "Unverletzlichkeit der Ehe zwischen Mann und Frau in Ehren gehalten". Weiter heißt es: "Es ist ein Affront gegen die Ureinwohner von Australien, ein andere Definition der Ehe ins Spiel zu bringen."

Onlinepetition gegen die homophobe Initiative


Auf Baumrinde, aber mit wenig Rückhalt: Uluru Bark Petition

Seit der Veröffentlichung nimmt die Kritik an der "Uluru Bark Petition" kein Ende. Immer mehr bekannte Aborigines distanzieren sich von dem Vorstoß, auch eine Onlinepetition gegen die homophobe Initiative wurde bereits ins Leben gerufen.

In der Zeitung "The Guardian" bezeichnete Dameyon Bonson vom LGBT-Ureinwohnerprojekt "Black Rainbow Living Well" die Petition als "Missbrauch" historischer Baumrinden-Appelle – die "Yolngu Bark Petition" hatte 1963 etwa große Bedeutung für die Aufnahme von Menschenrechten der indigenen Bevölkerung in die australische Verfassung. Die "Uluru Bark Petition" hingegen entstelle Aborigines und ihre Kultur, so Bonson. "Aber das ist die Absicht der weißen Vorherrschaft, um Uneinigkeit unter Aborigines zu erzeugen."

Nach einem Bericht von "The Australian" hatten die Mitglieder der Mutitjulu-Community im Schatten des Inselbergs Uluru vor Veröffentlichung nie etwas von der Initiative gehört. Man würde sich hier über eine Ehe-Öffnung "nicht einmal Sorgen machen", sagte Dorothea Randall, Direktorin der Mutitjulu Community Aboriginal Corporation, der Zeitung.

Initiiert wurde die "Uluru Bark Petition" von dem als homophob bekannten evangelikalen Pfarrer Peter Walker. Dieser hatte 2012 behauptet, dass sich Homo­sexuelle "durch sexuellen Missbrauch von Kindern vermehren". (mize)

-w-

#1 YannickAnonym
  • 22.08.2015, 17:29h
  • Jetzt maßen religiöse Fanatiker sich auch schon an, als Herrscher über die Ureinwohner deren Willen diktieren zu wollen.

    Gut, dass die Aborigines sich von dieser homophoben Aktion distanzieren.

    Das zeigt aber auch, wie verzweifelt die Homohasser für ihre Ideologie des Hasses kämpfen.
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