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In Sachsen legt die Evangelische Kirche den Rückwärtsgang ein: Carsten Rentzing im Mai 2015 bei einer Podiumsdiskussion in der Dresdner Kreuzkirche (Bild: C. Peters / flickr / by-sa 2.0)
- 23. August 2015, 07:00h 2 Min.
Für Carsten Rentzing, den neuen Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, verstoßen Lesben und Schwule "gegen den Willen Gottes".
Nicht nur die Katholische Kirche hat ein grundsätzliches Problem mit Lesben und Schwulen, auch bei Deutschlands Protestanten kann man mit einer homophoben Einstellung noch Karriere machen. Mit Carsten Rentzing tritt am kommenden Wochenende zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein evangelischer Landesbischof sein Amt an, der grundsätzliche Vorbehalte gegen "gelebte Homosexualität" hat – und diese offen äußert.
"Die Bibel sagt, dass die homosexuelle Lebensweise nicht dem Willen Gottes entspricht", erklärte Rentzing in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". "Diese Aussagen der Bibel machen es mir persönlich schwer, jemandem zu raten, dass er seine Homosexualität leben solle." Grund: Die Kirche könne keine Aussagen treffen, die vor dem Wort der Bibel keinen Bestand hätten.
Rentzing gegen Lesben und Schwule im Pfarrhaus
Entsprechend sprach sich Rentzing gegen homosexuelle Pfarrer aus: "Deshalb hielte ich es für falsch, durch die uneingeschränkte Zulassung homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus das Signal zu setzen, dass Gott der Herr die homosexuelle Lebensweise für die Bestimmung dieser Menschen hält", sagte er im "Welt"-Interview. Als neuer Landesbischof werde er dennoch zu der sächsischen Regelung stehen, die homosexuelle Ortspfarrer bei Zustimmung der Gemeinde ausnahmsweise erlaubt. "Das gehört zu der Last, die ein Bischof tragen muss. Man steht dann für Dinge ein, bei denen man teilweise theologisch anderer Auffassung ist."
Als "Sünder" wollte Rentzing Lesben und Schwule auf Nachfrage der "Welt" nicht direkt bezeichnen: "Ich versuche, den Begriff der Sünde in diesem Zusammenhang zu vermeiden, weil man damit schnell beim moralischen Verwerfen bestimmter Lebensweisen ist", sagte der neue Bischof im Interview. "Ich habe hohen Respekt vor denen, die für sich persönlich sagen, dass sie gelebte Homosexualität vor sich und Gott vertreten können."
Die Gewissensfreiheit habe in der evangelischen Kirche eine große Bedeutung und werde respektiert, meinte der designierte Landesbischof. Er schob jedoch nach: Die Freiheit des Bekenntnisses werde eingeschränkt, "wenn Bedenken gegenüber der Homosexualität als rückständig dargestellt werden".
Carsten Rentzing wurde 1967 in West-Berlin geboren, seit 2010 ist er Pfarrer in Markneukirchen. Am 31. Mai 2015 wurde er in einer Stichwahl im sechsten Wahlgang einer Sondersynode knapp vor dem sächsischen Landesjugendpfarrer Tobias Bilz zum Nachfolger von Landesbischof Jochen Bohl gewählt, der in den Ruhestand geht. Seine Amtszeit beträgt zwölf Jahre. Am 29. August soll Rentzing in der Dresdner Kreuzkirche in sein Amt eingeführt werden. (cw)
Links zum Thema:
» Das Interview mit Carsten Rentzing in der "Welt"















Man muss sich nur die Vita dieses Id***** durchlesen und seine Mission dahinter:
"Die Treue zum Wort Gottes ist dem in Berlin geborenen Rentzing, der erst als Student zum Glauben fand, sehr wichtig."
Aha. Ein Konvertit also...
"Die Bibel den Menschen näherzubringen versuchte der zurückhaltend formulierende Hobby-Triathlet mit leicht asketischer Anmutung vor seiner Markneukirchener Zeit elf Jahre lang in einer Plattenbaugegend im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz. Da lernte er, wie schwierig die Mission in einer schon fast traditionell säkularen Gegend ist."
Darum geht es mal wieder. Um Mission.
Vielleicht kann er mal erklären, warum und wie er Leute missionieren will, wenn er sie hiermit vor dem Kopf stößt:
"Mich beschäftigt, was wir als Kirche ihnen mit auf den Weg geben können. (Wie wäre es einfach mit: "gar nichts!!?")
Können wir ihnen sagen, dass es aus dem christlichen Glauben keine Fragen an diese Lebensform gibt? Das können wir meines Erachtens nicht. Die Bibel sagt, dass die homosexuelle Lebensweise nicht dem Willen Gottes entspricht. Diese Aussagen der Bibel machen es mir persönlich schwer, jemandem zu raten, dass er seine Homosexualität leben solle."
Aber ihn missionieren wollen und raten in die Kirche einzutreten? Sehr clever...
"Dies anzusprechen, müssen wir Christen uns vorbehalten."
Und dem zu widersprechen muss man sich auch vorbehalten.
"Die Menschen haben die Kirche in Scharen verlassen, wir werden sie nur als Einzelne zurückgewinnen", sagt Rentzing und fügt hinzu, dass es für die Verbreitung des Glaubens "alle Stimmen in der Kirche" brauche. "Die politischen, die liberalen, die konservativen und evangelikalen."
Wie blöd muss man sein um zu schnallen, dass man damit einen Teil der Leute weiter vertreibt, bzw. man keinen Anlass zum Eintritt hat? Wozu überhaupt?!
Die Leute missionieren wollen und ihnen eine Bringschuld auferlegen?!