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Kommentare zu:
Die Sprache des Orgasmus: "Ich entlud mich mit lautem Gebrüll"


#1 keyjahn
  • 23.08.2015, 16:00h
  • hmmm, also ich habe da schon ganz anderes gelesen...
    nicht immer laut...nicht immer brünftig...
    es gibt viele Autoren die sehr gute Sexszenen schreiben können...
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#2 Weeping CockAnonym
#3 gayturk
  • 23.08.2015, 21:40h
  • Ich finde die Sex-Szenen, die die Frauen in ihren kitschigen "Gay-Romance" Romanen immer schreiben zum schießen komisch. Andauernd ließt man was über ROSETTE. Rosette hier, Rosette dort, Rosetten überall. HAHAHA.
    Future Sex von Chris Raw fand ich sehr gelungen und auch recht Realitätsnah, halt so, wie Männer wirklich poppen. Mit diesem ganzen weichen Schwachsinn kann ich nichts anfangen. Da hat man die Autorin vor Augen und nicht den Charakter, der ja dann ein Mann sein soll.
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#4 paren1957Ehemaliges Profil
  • 23.08.2015, 22:20h
  • Danke für den Beitrag. Ich hatte schon Bedenken, dass mit mir etwas nicht stimmt, da ich in der Regel leiser komme. Nicht stumm, aber so, dass die Leute in der Nachbarwohnung nicht aus dem Schlaf gerissen werden.

    Apropos: Ich hatte mal eine Hetera-Obermieterin. Wenn die von ihrem Kerl gerammelt wurde, hatte das ganze Haus etwas davon.

    Soviel zu Vorurteilen über Schwule.

    Vielleicht sollte ein Pornoautor mal das innere Erbeben in Worte fassen. Setzt natürlich eine gewisse literarische Ausdrucksfähigkeit voraus. Mir selber fehlen da im Moment die Worte. Aber es ist ein Naturereignis der besonderen Art. Kann Mann nicht genug davon bekommen.
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#5 giliattAnonym
  • 24.08.2015, 02:19h
  • Was ist denn das? Ist zum Totlachen!
    Und weltfremd!

    In Pornofilmen - ob nun antike sackhaarbewehrte Vintage oder kahlrasierte akltuelle Frischfickerei - wirkt der Orgasmus wie eine Karikatur? Das ist völliger Blödsinn.

    Pornofilme laufen immer nach dem gleichen Muster ab: Angezogene Kerle beknutschen sich, ziehen sich gegenseitig aus. Erst bläat A den Schwanz von B, dann B den Dödel von A. Schlabber, schlabber. Hernach schiebt man sich den steifen Piedel gegenseitig in den Anus. Zweimal gegenseitiges Blasen à drei Minuten, dann zweimal gegenseitiges Penetrieren in gleicher Zeit. Dann kleckert A dem B sein Sperma auf Brust, Bauch und "pubic hair". Hernach keult sich B kräftig, wechselt die Position und schiesst seinen Samen dem A auf die ausgestreckte Zunge. Mit Gebrüll oder mit ohne. Denn tatamm-tatamm- sind merkwürdige Musikuntermalungen vom Regisseur vorgesehen. Wenig sexy, aber dem nachsynchronisiertem Gestöhne unterlagert.

    DAS WAR SCHON IMMER SO.

    Wenden wir uns mal dem realen Leben zu, so wissen wir - sofern wir mal Sex mit Männern hatten -, dass dies nicht unbedingt eine lautstarke Angelegenheit sein muss. Zwar haben meine Kerle auch bisweilen geröhrt, wie die Hirsche. Lieber war mir aber bei langsamerer Gasngart ein durch die Zähne gezogenes Seufzen. Noch lieber war mir ein bärenartiges Brummen, wenn sie sich genüsslich in mir entluden. Andererseits - da ich beiderseitig bespielbar bin - hatte ich sehr geräuscharme aktive Penetrationen. Als Aktiver habe ich nicht gebrüllt und mein passiver Partner hat nicht gewinselt. Vielmehr kam es vor, dass der Passive mehr fordernd flüsternd auftrat.

    Die bahnbrechenden Schilderungen von Oscar Wilde in "Teleny" beinhalten allerdings sehr schmerzhafte Erfahrungen beim Analverkehr. Da führen die Glassplitter der anal eingeführten Flasche zum Tode durch Verbluten.
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#6 LarsAnonym
  • 24.08.2015, 15:15h
  • Gutes Thema. In einer aufgeklärten Zeit wäre es gut, Sex zu beschreiben, wie er wirklich passiert und erlebt wird - mit allen seinen Facetten und auch Überraschungen und Gefühlen, auch wenn sich das erwartete nicht so einstellt, wie man es sich dachte - und was man dann macht. Das würde zu mehr Akzeptanz führen, bei den Heten (die sich ja sonstwas einbilden, was wir so erleben) - und bei den Schwulen untereinander.

    Das ist ja der große Irrtum beim Coming out, dass mit der Akzeptanz der eigenen Orientierung auch der Sex funktionieren muss oder dass Mann da überhaupt eine Ahnung von hat. Über sich selbst und sein eigenes Erleben oder Phantasien Bescheid zu wissen, sagt ja noch lange nicht, ob man weiß, wie ein Partner tickt und was der erlebt - und ob das, was man sich so vorstellt auch das ist, was man in der Wirklichkeit toll findet.

    Es ist da auch keine Hilfe finde ich, wenn Leute, was sie "mögen", wie in einem Drehbuch auflisten, am besten noch mit Angabe des entsprechenden Youporn-Links. Wenn ich mich mit jemandem treffe, um einen netten Abend zu verbringen, sage ich doch auch nicht: Du musst eine Brille tragen, denn ich steh auf Intellektuelle, musst mich mindestens dreimal mit einem Spruch aus "Golden Girls" zum lachen bringen, über Mode unterhalte ich mich nur in der Küche und wenn wir zum Kino fahren, dann nur in einem Kleinwagen, nicht mit dem Fahrrad.

    Porno ist nicht Erotik, sondern Mechanik. Darüber etwas über Orgasmen zu erfarhen ist auch so, als ob man in einem Gourmetführer lesen würde: Und dann aß ich eine Fleischhaxe, mann war die knusprig und fett, ich nahm sie in die Hand und knabberte sie ab und als ich sie gegessen habe, boahh, war ich satt.
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#7 Selbst ist der MannAnonym
  • 24.08.2015, 16:10h
  • Antwort auf #6 von Lars

  • "Und dann aß ich eine Fleischhaxe, mann war die knusprig und fett, ich nahm sie in die Hand und knabberte sie ab und als ich sie gegessen habe, boahh, war ich satt"

    Gut beschrieben. Einen Eindruck hab ich nun und möchte auch so ne Haxe. Her damit!

    Etwas beschrieben zu bekommen oder zu sehen, auch wenn in HD, ist niemals dasselbe wie es selbst zu erleben. Dabei ist es egal um was es sich handelt, Essen, Reiseberichte, Sex usw. Ist die Beschreibung gut, macht sie bloss Lust, das auch zu erleben.

    Egal um was es sich handelt, mit dem richtigen Kerl an der Seite macht das Essen, das Reisen, das Konzert und natürlich der Sex doppelt so viel Spass.

    Doch wer Single ist muss es nicht bleiben. Der Richtige kommt schon. Zum Trost: Ein Schwanz (der eigene) ist immer noch besser als gar keiner. Auch damit kann Mann viel Spass haben und ist nicht auf solche Abspritz-Beschreibungen angewiesen, die immer nur unzulänglich sein können.

    In dem Sinne: Viel Spass und liebet euch selbst. Das habt ihr euch verdient!
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#8 RogerAnonym
  • 24.08.2015, 16:29h
  • Antwort auf #4 von paren1957

  • "hatte mal eine Hetera-Obermieterin. Wenn die von ihrem Kerl gerammelt wurde, hatte das ganze Haus etwas davon."

    Ist das nicht bei allen Frauen so?

    Mein bester Kumpel (Hetero) jammert auch und weiss nicht wie er seiner Freundin sagen soll leiser zu sein. Dann fragt er ausgerechnet mich?!!!

    Dabei kriegste ja Gehörschaden! Das alleine wäre schon ein Grund schwul zu sein. Hab ich ihm auch gesagt, er fands aber gar nicht lustig.
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#9 Robert FFMAnonym
  • 24.08.2015, 19:00h
  • Antwort auf #7 von Selbst ist der Mann
  • "Zum Trost: Ein Schwanz (der eigene) ist immer noch besser als gar keiner. Auch damit kann Mann viel Spass haben"

    Stimmt nur für unsereins uneingeschränkt. Ein Schwanz besser als keiner, zwei besser als einer, drei besser als zwei usw. So fühlt nur ein typisch Schwuler. Auch wenn bloss einer da ist, beim Wichsen ist der Schwule Mann total geil auf diesen Schwanz mit dem er spielt.

    Für Heten sieht Onanie ganz anders aus. Ihr Objekt der Begierde ist eben gerade nicht der Schwanz sondern etwas was er selbst nicht hat.

    Der Ärmste kann nicht wie wir einfach die Sache selbst in die Hand nehmen und genüsslich loslegen. Ne, der muss sich arg anstrengen mit seiner Fantasie. Es gibt Heten die setzen sich erst 10 Minuten auf ihre eigene Hand damit diese taub wird und sie sich einbilden können, es wäre eine Frau die an ihnen rumspielt. Doch vor allem tun sie dies damit sie nicht spüren müssen, dass sie (igitt! Würg, Kotz!) einen Schwanz anfassen.

    Ja, Hetero sein ist echt schwer! Und wichsen mit einer heterosexuellen Orientierung zu vereinbaren ist noch viel schwieriger! Eigentlich fast unmöglich. Seien wir froh dass uns dieses schwere Los erspart blieb!
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#10 LarsAnonym
#11 paren1957Ehemaliges Profil
  • 24.08.2015, 22:34h
  • Antwort auf #8 von Roger
  • "Ist das nicht bei allen Frauen so?"

    Das vermag ich nicht zu beurteilen. Aber die Bewohnerin davor und die Bewohnerin danach haben die Hausgemeinschaft nicht mir ihren Lustschreien unterhalten. Und Sex mit ihren Freunden hatten sie alle definitiv.
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#12 RogerAnonym
  • 24.08.2015, 23:17h
  • Antwort auf #10 von Lars

  • Du magst es Narzismus nennen. Ich nenne es gesunde Selbstliebe. Ohne Liebe zu sich selbst kann niemand (über-) leben.

    Speziell für Dich als Gläubigen:

    "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"

    oder anders rum:

    "Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu"

    Man kann auch daraus lesen, dass wir uns genüsslich zusammen und gegenseitig einen von der Palme schütteln dürfen.

    Genau so wie das Jesus wohl mit seinen Jüngern des öfteren gemacht hat. Also Jungs lasst euch nichts von Narzissmus erzählen. Was auch immer ihr macht, machts es euch gut.
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#13 LarsAnonym
  • 25.08.2015, 12:17h
  • Antwort auf #12 von Roger
  • Sorry, war etwas harsch ausgedrückt, aber ich musste da einfach provozieren.

    Was die Leute genau mit ihrem besten Stück anfangen und welche Wichtigkeit das für sie hat, ist nun mal verschieden. Ich wehre mich nur dagegen, Schwanzfixiertheit oder -geilheit mit "typisch schwul" gleichzusetzen. Ich finde, das ist eher typisch Mann auf erotischem Basic-Niveau. Wie bei Kaffee oder Burger: Wie´s schmeckt , ist egal, Hauptsache XXL. Dem Heteroproll fallen bei große Titten die Augen aus dem Kopf und gleichzeitig muss er einen auf dicke Hose machen, dem Homoproll passiert das gleiche mit seinem und anderen Schwänzen. Nichts dagegen zu sagen. Aber es ist nicht typisch schwul. Auch wir haben die ganze Bandbreite von erotischen Empfindungen zu bieten.

    Jaques Brel (Atheist, bitteschön) hat in seinem Lied "Les Jardins du Casino" mal den schönen Satz geprägt:

    "Quelques jeunes gens faméliques
    Qui sont encore confondant
    L'érotisme et la gymnastique"

    ... also von den hungrigen jungen Leuten gesprochen, die Erotik und Gymnastik noch miteinander verwechseln.

    Also, viel Spaß, bei allem, was dir Spaß macht, vielleicht bist Du ja einfach noch zu jung und hungrig ...
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#14 Homonklin44Profil
  • 25.08.2015, 17:37hTauroa Point
  • Das mit den Stieren erinnert mich an eine Fick-Szene,die in einem Roman über Einsätze der Sittenpolizei und "Entrapment" beschrieben war.
    Da trafen sich Schwule in einer Klappe und einer rief "Grease me!" ,und danach bückte der sich über ein Waschbecken,und es ging " Moooaaah,Mooooaaaah,Moooooaaaaaaah...!"
    Die Steigerung wurde beschrieben,dass der Gefickte so an den Wasserhähnen herumschraubte,dass da,während der Ficker in Großbuchstaben "Moooooaaaaaah!" brüllte,die Drehteile abbrachen,und man dachte,beim Orgasmus birst die Rohrschelle,und die durchstoßen die Wand oder so.

    Das war echt geil beschrieben.

    Im Park wechselt die Geräuschkulisse. Einer schrie die ganze Zeit : "Oh God,ooooh my God!",wobei nicht zu erkennen war,wen er damit meinte. Eine Olle und ihr Macker waren leise,aber die Geräusche der Luftmatratze waren quietschig lustig. In Geschichten ist das oft opulent oder schell durch,eins von Beidem.
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#15 LovesternProfil
  • 26.08.2015, 12:51hGreifswald
  • Der Autor des Artikels hat nicht so ganz recht. In Erotikliteratur für Heten wird genauso unrealistisch herumgebrüllt.

    Und man muss dazu sagen, dass der größte Teil der Gay-Romance von Frauen geschrieben wird für Frauen. Was man auch oft überdeutlich merkt, nicht nur beim Sex. Was da seitenlang über Gefühle nachgedacht und geredet und geheult wird... sorry, liebe Autorinnen, Männer reden natürlich auch mal über Gefühle, aber nicht in epischem Ausmaß und vor allem viel direkter.

    Und einer der beiden Protagonisten agiert auch in den besseren Romanen meist sehr weiblich. Er erobert sich seinen Angebeteten nicht, er wartet, dass er erobert wird, und lockt mit seinen körperlichen Reizen und seiner liebreizenden Persönlichkeit...

    Die Brüllerei ist übrigens einfach nur schlechtes Stil-Mittel, um einen besonders intensiven Orgasmus zu beschreiben.

    Dennoch sind einige Gay-Romance-Romane echt gut. Chaosprinz von Katja Kober. Oder alle Romane von TJ Klune (witzigster Autor in dem Bereich aller Zeiten)
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#16 wiking77
  • 27.08.2015, 17:22h
  • ... naja Rosette finde ich schon sehr poetisch, ausgesprochen schön - da denke ich an eine Rose oder an Architektur (Rosette, Fenster, gotische Kathederale - in Reims, z. b.). Wenngleich Rosette lt. Wikipedia umgangsprachlich für Anus verwendet wird.

    Probelmatisch ist halt nur, wenn in einem Text "Rosette" "Arschvotze" usw. inflationär gebraucht wird. Aber es ist wie in der hohen Literatur: einer muss sich immer plagen. Entweder der Schreiber um es dem Leser angenehm zu machen oder der Leser muss ich plagen um dem Autor zu folgen.

    Man sollte auch die Autoren irgendwie verstehen. Verzichten sie auf "Poetischen" wirkts halt allzu technisch und der Leser beginnt sich wieder zu langweilen, legt das Buch weg und ist einen Apfel, statt nach her seine Fantasie spielen zu lassen um sich real zu "entladen".
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#17 gayturk
  • 28.08.2015, 16:58h
  • Es ist und bleibt mir immer wieder ein Rätsel, warum so viele Frauen meinen über Schwule schreiben zu müssen. Die kriegen dann für denn Müll, den die meisten da machen, auch noch 100 fünf Sterne bewertungen - natürlich auch von Frauen. Lesen Männer gar nicht mehr? Sehe bei Amazon zu 95 % Frauen in den Charts bei schwule Belletristik. Sind die lesenden Männer ausgestorben?
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