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- 25. August 2015, 10:01h 2 Min.

Die Aidshilfe NRW wünscht sich für 2016 zwischen 3.500 bis 4.000 HIV-Neudiagnosen
Auf seiner Jahrespressekonferenz in Düsseldorf forderte der Landesverband der Aidshilfen mehr Testangebote.
Mit dem provokativen Motto "Wir wollen mehr Positive!" wirbt die Aidshilfe NRW für einen Ausbau der HIV-Testangebote. "Durch eine rechtzeitig begonnene und wirksame antiretrovirale Therapie kann das Auftreten von Aids definierenden Erkrankungen weitgehend verhindert werden", erläuterte Landesvorsitzender Arne Kayser am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf das Ziel der Kampagne.
Viele Menschen würden nichts von ihrer HIV-Infektion wissen, sagte Kayer. "Wir wünschen uns für NRW zwischen 3.500 bis 4.000 Neudiagnosen im Jahr 2016, was ungefähr der Dunkelziffer entspricht, die das Robert Koch-Institut angibt." Im Juli hatte das RKI für NRW bereits einen zehnprozentigen Anstieg auf 786 HIV-Neudiagnosen gemeldet. "Dies sagt jedoch nichts über die aktuellen Infektionszahlen aus. Die Zahl der Neudiagnosen darf nicht gleichgesetzt werden mit der Zahl der Neuinfektionen", erklärte Kayser.
Die Aidshilfen sehen ihre Aufgabe darin, HIV-Infektionswege zu erläutern sowie Menschen darin zu bestärken, ihre Risiken abzuwägen, sich entsprechend zu schützen und sie schließlich zu einem Test zu motivieren. "Ziel muss es sein, Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV abzubauen und so auch Angst vor einem Test zu nehmen, eine möglichst frühe Diagnosestellung zu ermöglichen und somit unter anderem die Problematik der so genannten 'Late Presentation' zu verringern", sagte Kayser.
Im Jahr 2014 wurden in NRW 786 neue HIV-Diagnosen gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr ein zehnprozentiger Anstieg. Von den insgesamt 3.525 bundesweit ermittelten HIV-Neudiagnosen entfallen 2.864 auf Männer (81,2 Prozent) und 659 auf Frauen (18,7 Prozent). (cw/pm)
Links zum Thema:
» Homepage der Aidshilfe NRW














