Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?2449
  • 22. Februar 2005 13 2 Min.

Die britische Marine wirbt mit Anzeigen in der Homopresse um Nachwuchs. Sex auf den Navy-Schiffen ist jedoch verboten.

Von Franz Ramerstorfer (pte)

Die britische Royal Navy rekrutiert in Großbritannien aktiv schwule Männer und lesbische Frauen für ihre Dienste. Die Lobbying-Gruppe Stonewall soll bessere Strategien entwickeln helfen, damit gezielt Homosexuelle für die Marine angesprochen werden. Geworben wird unter anderem mit Anzeigen in Zeitungen und Magazinen für Schwule und Lesben. Die Zielgruppe liegt zwischen 16 und 24 Jahren.

Ein Sprecher der Navy betonte auch die Bemühungen, die Atmosphäre dahingehend zu ändern, so dass Homosexuelle künftig "ein gutes Gefühl bei der Arbeit in der Navy haben", so die New York Times.

Vor fünf Jahren wurde jenes Gesetz aufgehoben, das britischen Schwulen und Lesben den Militärdienst untersagte. Jetzt wollen die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter gehen und die gesamte Einstellung innerhalb der Navy ändern, damit Menschen, die sich noch immer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beschränkt fühlen, ein Coming-out wagen. Ein Sprecher der Navy bezeichnete diese neue Linie sogar als proaktiv, da Integration betrieben und die Diversifizierung der Navy betont werde.

In Großbritannien haben Schwule und Lesben in jüngster Zeit von zahlreichen neuen Gesetzen profitiert. Jetzt dürfen Arbeitgeber ihre Angestellten nicht mehr aufgrund ihrer sexuellen Neigungen diskriminieren. 1999 entschied ein europäisches Gericht, dass die Regelung in der Navy gegen die Menschenrechte verstoßen würde. Die Diskussion über dieses Thema ging bis dato in Großbritannien oftmals mit den Vorurteilen
einher, dass Schwule und Lesben die Disziplin und den Zusammenhalt in
der Navy zerstören würden.

In der Royal Navy gelten für Homosexuelle die gleichen Verhaltensregeln wie für Heterosexuelle. Jegliche Form der Berührung oder auch das Küssen sind untersagt. Seit 1991 dürfen in Großbritannien Frauen mit Männern auf den Schiffen arbeiten. Es gilt ein strenges Verbot jeglicher Sexualität und die Seemänner halten sich nach Angaben der Navy an den Verhaltenskodex aufgrund "ihrer guten Manieren".

Trotz der Änderung der Rechtslage vor fünf Jahren haben sich bis dato nur sehr wenige Frauen und Männer, die im Dienst der Navy stehen, zu einem Coming-out entschieden. Statistiken über diesen Anteil gibt es ebenfalls nicht. Denn Sexualität ist nach wie vor eine private Angelegenheit eines jeden Individuums, so ein Navy-Sprecher.

22. Februar 2005

-w-

#1 ThorstenAnonym
  • 23.02.2005, 01:21h
  • Das ist doch mal fortschrittlich in dem sonst als altmodisch geltenden Groß-Britannien.

    Das mit dem Sexverbot an Bord werden die Rekruten schon überleben; wären sie hetero dürften sie ja auch nicht und ausserdem haben die Rekruten ja gute Manieren, was man so liest.
  • Direktlink »
#2 wolfAnonym
  • 23.02.2005, 04:48h
  • wusste noch garnicht, dass schwule schlechte manieren haben ?
  • Direktlink »
#3 SuisseAnonym
  • 23.02.2005, 07:03h
  • wirklich ne lustige Idee, doch was passiert mit den "harten Kerlen" wenn sie feststellen, dass die anderen Kerle und auch die Uniformen zwar geil sind........jedoch bei der Navy nicht zu Vicky Leandros geschunkelt sondern mit Waffen gekämpft wird ????
  • Direktlink »