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Werner Münch schimpft über Homo-Rechte

CSU-Zeitung verbreitet homophoben Text

  • 31. August 2015, 15:20h 38 2 Min.


Werner Münch bei seiner Rede vor dem katholischen Kongress in Fulda Anfang August

Der "Bayerkurier" veröffentlicht einen Gastbeitrag, in dem ein Ex-Regierungschef andeutet, dass Bildungspläne, in denen Homosexualität erwähnt wird, die Jugend kaputt machten.

Werner Münch, der ehemalige CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, befindet sich auf einem Kreuzzug: Anfang des Jahres ist er bereits mit einer Vortragsreihe durch Südtirol getourt, in der er davor warnte, dass Homo-Ehe und "Gender-Ideologie" zu "Totalitarismus" führe (queer.de berichtete). Anfang August nahm er dann an der erzkatholischen Konferenz "Freude am Glauben" in Fulda teil, in der die üblichen Verdächtigen gegen LGBT-Rechte wetterten (queer.de berichtete).

Jetzt hat die CSU-eigene Zeitung "Bayernkurier" auf ihrem Webauftritt die Fuldaer Rede des 74-Jährigen in Teilen veröffentlicht und Münch damit praktisch den Seehofer-Segen gegeben. In dem Text warnt Münch davor, dass Homosexuelle bald ein Recht auf Kinder einklagen könnten, und verbreitet die Mär, dass Schüler in manchen Bundesländern eine "sexuelle Anleitung" erhalten würden – als ein Beispiel nennt er Sex-Massagen für Zehnjährige. Wo "sexuelle Vielfalt" draufstehe, steckten "schamzerstörende Übungen" drin, deutet der 2009 aus der CDU ausgetretene Politiker an. Er schließt mit den Worten: "Was ist eigentlich los in unserer Gesellschaft? Sind wir inzwischen von einer perversen Lust an unserer Selbstzerstörung befallen?"

Im Original der Rede hatte Münch sogar noch weiter ausgeholt und gemeint: "Wir brauchen keine Schwulen-, Lesbenverbände, die unsere Kinder zum Sex anleiten." Auch hatte er vor einer "staatlich verordneten sexuellen Verführung unserer Kinder" gewarnt und einen Widerstand gegen die Ehe-Öffnung angekündigt. Das habe "gar nichts mit Rechtspopulismus zu tun", meinte Münch weiter, "sondern lediglich damit, dass wir uns der biblischen Wahrheit verpflichtet fühlen." Es sei "keine Diskriminierung, wenn jemand den Vorrang der Ehe vor gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften betont".

Mit Politikern wie Münch ist es kein Wunder, wenn homosexuelle Schüler an deutschen Bildungseinrichtungen gemobbt werden. (dk)

-w-

#1 BellaDonna
  • 31.08.2015, 17:57h
  • Es ist als keine Diskriminierung, einer Menschengruppe aus völlig irrationalen, aus Hass und Ekel und Ablehnung gespeisten Gründen, die einen eigentlich einen Scheissdreck zu interessieren haben(wie etwa, zu welchen Geschlecht man sich hingezogen fühlt) Rechte vorzuenthalten....

    Aha... meine Fresse, was für ein verlogenes A****loch

    Und dann steht er noch nicht einmal zu seinen Hass - schwach, sehr schwach...
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#2 Harry1972
  • 31.08.2015, 17:59hBad Oeynhausen
  • Na klar hat das überhaupt rein "gar nichts mit Rechtspopulismus zu tun... ...sondern lediglich damit, dass wir uns der biblischen Wahrheit verpflichtet fühlen."

    Ich hab ja nix gegen Schwule, aber... nach meiner barbarischen Wüstenreligion gehend, gehören die nunmal totgeschlagen, könnte er genauso gut sagen.
    Wenn ich so einen wirren Rotz schon lese, wird mir ganz anders. Was habe ich denn mit seiner Bibel zu schaffen?
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#3 SebiAnonym
  • 31.08.2015, 18:02h
  • Jeden Tag werden in Deutschland LGBTI-Schüler und -Lehrer gemobbt.

    Viele davon werden sogar in den Selbstmord gemobbt. (Unter homo-, bi- und transsexuellen Jugendlichen ist die Selbstmordrate nach wie vor 5 mal höher als bei ihren heterosexuellen Altersgenossen.)

    Und vor diesem Hintergrund ist die Union nach wie vor für die Blockade von Bildung und Aufklärung. Für ihre hasserfüllte Ideologie gehen diese Fanatiker echt über Leichen...
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