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- 23. Februar 2005 1 Min.
Dresden Der frühere sächsische Justizminister und Theologe Steffen Heitmann (CDU) hat den Aufstieg der NPD indirekt auf Homo-Ehe und Abtreibung zurückgeführt. Heitmann, der noch Abgeordneter im sächsischen Landtag ist und einst von Helmut Kohl als Bundespräsident vorgeschlagen wurde, sagte der evangelischen Nachrichtenagentur idea: "Eine freie, offene Gesellschaft muss mit ihren rechten und linken Rändern leben. Es kommt darauf an, daß sie in der Mitte ihre politische Kraft nicht verliert." So liege neben der wirtschaftlichen Situation ein weiter Grund darin, dass sich CDU und CSU bei konservativen Themen kaum mehr profilierten. Das gelte etwa für den Schutz ungeborenen Lebens, die Ablehnung der Homo-Ehe oder ein unmissverständliches Nein zu einem Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. In diesen Bereichen wünsche sich Heitmann ein schärferes Profil der Christdemokraten, damit sie als politische Alternative klarer erkennbar würden. Mit Äußerungen wie "Die Deutschen müssen vor Überfremdung geschützt werden!" gilt Heitmann dem rechten Rand der CDU zugehörig; viele vermuten, dass er zu den unbekannten Politikern gehört, die bei Abstimmungen mit der NPD stimmten. (nb/pm)










