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Richter ordnet Freilassung an

Kim Davis wieder auf freiem Fuß


Kim Davis darf wieder auf ihren alten Posten zurücktreten. Allerdings muss sie nun auch die Ehe für alle in ihrem Standesamt zulassen.

  • 8. September 2015, 17:55h 17 2 Min.

Nach fünf Tagen Beugehaft ist die Freilassung der homophoben Standesbeamte Kim Davis angekündigt worden. Sie darf allerdings gleichgeschlechtliche Ehen in ihrem Amt nicht mehr verhindern.

Erneute Wende im Drama um die Bürokratin Kim Davis: US-Amtsrichter David Bunning hat am Dienstag in Covington (Kentucky) angeordnet, dass die 49-Jährige aus dem Gefängnis entlassen werden muss.

Am Donnerstag hatte Bunning noch Beugehaft gegen Davis verhängt, weil sie sich geweigert hatte, nach der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht in allen 50 US-Staaten Heiratswillige zu trauen oder von ihren Mitarbeitern trauen zu lassen (queer.de berichtete). Sie begründete diese Verweigerung ihrer Arbeit mit ihrem christlichen Glauben, nach dem die gleichgeschlechtliche Ehe eine Sünde sei – und ignorierte zwei Gerichtsurteile gegen sie.

In seiner Anordnung erklärte Bunning, dass Davis nicht eingreifen dürfe, wenn in ihrem Standesamt Ehescheine an Schwule und Lesben ausgegeben werden. "Wenn die Beschuldigte Davis auf die Ausstellung dieser Dokumente Einfluss nehmen sollte, wird das als Verletzung dieser Anordnung gewertet und könnte Sanktionen zur Folge haben", heißt es laut CBS News in der Anordnung.

Unterstützung von Spitzenpolitikern


Mike Huckabee, hier bei der ersten republikanischen Präsidentschaftsdebatte, gehört zu den größten Unterstützung von Kim Davis

Die Inhaftierung von Davis ist in den letzten Tagen ein zunehmendes Thema im Vorwahlkampf der Republikaner gewesen. Daher könnte die Freilassung auch politischem Druck geschuldet sein; kurz zuvor hatten die Kandidaten Mike Huckabee und Ted Cruz einen Besuch im Gefängnis der Kleinstadt Grayson angekündigt. Huckabee hatte bereits vor der Freilassung angekündigt, bei einer Solidaritätsdemonstration für Davis vor dem Gefängnis teilzunehmen.

Die konservativen Kandidaten hatten sich in den letzten Tagen demonstrativ hinter Davis gestellt und erklärt, die Pflicht zur Vergabe von Ehescheinen an Schwule und Lesben verletze die Religionsfreiheit von christlichen Standesbeamten (queer.de berichtete).

Davis, Mitglied der evangelikalen apostolischen Kirche, war erst vergangenes Jahr vom Volk als Amtsleiterin gewählt worden und kann daher nicht einfach versetzt werden. Sie gilt als Symbolfigur für den anhaltenden Kampf von religiösen Aktivisten gegen die Ehe für alle – in den USA gibt es aber noch eine Reihe weiterer Standesbeamter, die sich weigern, Homo­sexuellen Trauscheine auszustellen. (dk)

-w-

#1 GreenBasicAnonym
  • 08.09.2015, 20:04h

  • Religionsfreiheit beudetet aber auch das Recht frei von Religion zu sein.

    Wo wird hier dann die Religionsfreiheit der anderen gewahrt!
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#2 lucdf
  • 08.09.2015, 20:20hköln
  • Über ihr Aussehen will ich nicht lästern. So was macht man nicht. Aber irgendwie haben einige Menschen manchmal das Aussehen, das sie verdienen.
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#3 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 08.09.2015, 20:44h

  • Das Volk welches so eine Religiotin auf so einen Posten wählt ist selber schuld.

    Meiner Meinung nach hätte die nie ins Gefängnis gehört. Das nützt nur den Koservativen. Eine Abmahnung, dann eine zweite und dann eine Fristlose. So würde das bei uns gehandhabt. Hat sie Kündigungsschutz müsste das verdummbibelte Volk halt eben Zahlen und überlegt es sich nächstes Mal vielleicht besser.

    Doch dieses Ar...Loch uneinsichtig zurück auf ihren Posten zurück zu schicken halte ich für falsch.
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