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  • 15. September 2015, 06:53h 47 2 Min.



Auf eines ist Verlass: Wenn Menschen nach einer homophoben Äußerung in der öffentlichen Kritik stehen, fallen ihnen nach einiger Zeit – nie aber sofort – ihre "homosexuellen Freunde" ein, die sie angeblich haben. Quasi als Beweis: Sie selbst können ja gar nicht homophob sein. Wobei die "homosexuellen Freunde" stets unsichtbar bleiben…

Dieses durchsichtige Manöver hat nun auch Sachsens neuer evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing gefahren, bei einem Besuch eines "Bild"-Reporters in seinem neuen Amtszimmer in der Dresdner Frauenkirche.

Das Boulevardblatt zitiert den "freundlichen" Bischof mit den Worten:

"Ich fühle mich bei der Sexualethik, die ich für ein Randthema des christlichen Glaubens halte, missverstanden. Homosexualität ist kein Hinderungsgrund, bei uns zu arbeiten. Ich habe selbst homosexuelle Freunde."

"Missverstanden"? "Kein Hinderungsgrund"? Als Gemeindepfarrer im Erzgebirge hat Rentzing die Zulassung offen homosexueller Pfarrer aktiv bekämpft, und seine Äußerungen im "Welt"-Interview vor drei Wochen waren eigentlich sehr deutlich.

Dort sagte Rentzing:

"Die Bibel sagt, dass die homosexuelle Lebensweise nicht dem Willen Gottes entspricht. Diese Aussagen der Bibel machen es mir persönlich schwer, jemandem zu raten, dass er seine Homosexualität leben solle."

Und nur zähneknirschend akzeptierte er die in Sachsen geltende Regelung, dass Lesben und Schwule Ortspfarrer werden können, wenn die Gemeinde dies ausdrücklich unterstützt:

"Das gehört zu der Last, die ein Bischof tragen muss. Man steht dann für Dinge ein, bei denen man teilweise theologisch anderer Auffassung ist."

Was wohl Rentzings "homosexuelle Freunde" zu den Ausflüchten in der "Bild"-Zeitung sagen werden? Wenn sie dem Bischof nicht eh schon nach dem "Welt"-Interview die Freundschaft aufgekündigt haben, wäre jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, mit ihm über das achte Gebot zu diskutieren… (mize)

(Foto oben: C. Peters / flickr / cc by-sa 2.0)

-w-

#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 15.09.2015, 09:46h
  • So sind die Homophoben: typische Alibiaussagen zu angeblichen "homosexuellen Freunden"! Der Mann ist sehr einsam!
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#2 PfoteAnonym
  • 15.09.2015, 09:55h
  • Antwort auf #1 von Patroklos

  • Vermutlich sind es die gleichen homosexuellen Freunde, die Erika Steinbach so hat.

    Was sind das für Menschen, die zulassen, dass ein angeblicher Freund offen gegen ihre Rechte und Interessen agiert?

    Aber vermutlich sind diese angeblichen Freunde genauso existent wie der Yeti.
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#3 AdamAnonym
  • 15.09.2015, 10:30h
  • Irgendwie lustig :P

    Mann bekommt immer gesagt von den Homophoben was für eine kleine Minderheit wir doch sind!

    Aber jeder Homophobe hat natürlich lauter Homosexuelle Freunde :P

    Ich bin ein Homosexueller und würde einer meiner Freunde solch ein mist loslassen und hetzen, wäre diese Freundschaft mehr als nur vorbei!
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