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Bereits jetzt der ranghöchste offen homo­sexuelle Beamte im Verteidigungsministerium: Eric Fanning (Bild: Pentagon)

  • 19. September 2015, 07:17h 44 2 Min.

Eric Fanning wurde von Präsident Barack Obama als neuer U.S. Army Secretary nominiert – der Senat muss noch zustimmen.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat am Freitag Eric Fanning als Nachfolger von John McHugh für den Posten des U.S. Army Secretary nominiert. Sofern der Senat den Vorschlag bestätigt, wäre der 47-Jährige der erste offen Schwule, der einen Dienst des amerikanischen Militärs leitet. Der U.S. Army Secretary hat den Rang eines Staatssekretärs und ist direkt dem Verteidigungsminister unterstellt.

"Eric bringt viele Jahre bewiesener Erfahrung und außergewöhnliche Führungsstärke in seine neue Aufgabe", erklärte Obama in einer Stellungnahme. "Ich freue mich, gemeinsam mit Eric dafür zu arbeiten, dass unser Militär das beste in der Welt bleibt."

Erst vor vier Jahren wurde "Don't ask, don't tell" aufgehoben

Eric Fanning ist bereits jetzt der ranghöchste offen homosexuelle Beamte im US-Verteidigungsministerium, wo er mehrere Führungspositionen besetzte. Zu Beginn seiner Karriere hatten Lesben und Schwule im US-Militär aufgrund der "Don't ask, don't tell"-Regelung ihre Homosexualität noch verstecken müssen. Das Pentagon hob diese Regelung erst 2011 auf (queer.de berichtete). Als Zivilist fiel Fanning selbst nicht unter die 1993 eingeführte Regelung, die das komplette Verbot von Homosexuellen in der Armee ersetzte.

LGBT-Verbände begrüßten die Nominierung Fannings. Chad Griffin, Präsident der Human Rights Campaign, nannte sie "ein Zeichen der Hoffnung und eine Demonstration kontinuierlichen Fortschritts hin zu Fairness und Gleichberechtigung in den Streitkräften unserer Nation".

Ein schwuler U.S. Army Secretary helfe, "den richtigen Ton an der Spitze zu setzen", kommentierte OutServe-SLDN, ein Zusammenschluss von LGBT-Militärangehörigen, die Entscheidung Obamas. "Sie ist eine Chance für das Verteidigungsministerium, die Bedürfnisse von LGBT im Militär und ihren Familien besser zu verstehen", erklärte Sprecher Matt Thorn.

Erst im Juli hatte das amerikanische Verteidigungsministerium angekündigt, dass es ab kommenden Jahr erstmals Transsexuelle im Militär akzeptieren werde (queer.de berichtete). Bislang war Transsexualität in den "Armed Forces" ein zwingender Entlassungsgrund. (cw)

-w-

#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 19.09.2015, 10:13h
  • Ich drücke ihm die Daumen, daß er das Amt auch antreten kann und der Senat grünes Licht gibt!
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#2 ursusEhemaliges Profil
  • 19.09.2015, 14:45h
  • die bürgerlichen lobbyvereine würden vermutlich auch jubeln, wenn eine offen lesbische mutter zur staatlichen henkerin ernannt würde. es gibt keine emanzipation bei gleichzeitiger verneigung vor menschenverachtenden machtstrukturen.
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#3 DefragmentierungEhemaliges Profil