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Daten des Statistischen Landesamts
Baden-Württemberg: Nur 813 Verpartnerungen im Jahr 2014

Der Bedarf an Verpartnerungs-Torten hält sich im Ländle noch sehr in Grenzen
- 24. September 2015, 13:59h 2 Min.
Bei der Schließung eingetragener Lebenspartnerschaften gibt es im Südwesten Deutschlands zudem ein deutliches Stadt-Land-Gefälle.
Im vergangenen Jahr gingen in Baden-Württemberg lediglich 813 Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Zum Vergleich: Damit wurde 2014 auf den Standesämtern 62 Mal häufiger geheiratet (50.752 Ehen) als eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft geschlossen.
Diese Zahlen stellte am Donnerstag das Statistische Landesamt nach Auswertungen aufgrund des neuen Bevölkerungsstatistikgesetzes für Baden-Württemberg vor, das Anfang 2014 offiziell in Kraft getreten ist.
Ende 2014 gab es insgesamt rund 5.100 schwule und lesbische Paare im Südwesten, die verpartnert sind.
Bei jeder fünften Verpartnerung war mindestens einer geschieden
Lebenspartnerschaften wurden im vergangenen Jahr etwas häufiger von Männern als von Frauen eingegangen, nämlich in 52 Prozent der Fälle. Die gleichgeschlechtlichen Paare waren dabei beim "Ja-Wort" mit im Schnitt 40 Jahren deutlich älter als Ehepaare bei der Hochzeit (35 Jahre).
In knapp 80 Prozent der geschlossenen Lebenspartnerschaften hatten beide Partner eine deutsche Staatsangehörigkeit. Bei zwischen Deutschen und Ausländern geschlossenen Partnerschaften waren solche mit einer italienischen, einer US-amerikanischen sowie einer schweizerischen Staatsangehörigkeit am häufigsten.
Bei 599 und damit rund drei Viertel der geschlossenen Lebenspartnerschaften waren beide Partner ledig. Relativ häufig waren aber auch Partnerschaften, bei denen mindestens eine der Partnerin bzw. einer der Partner geschieden war – bei jeder fünften Partnerschaft war dies der Fall.
Innerhalb von Baden-Württemberg zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: Am häufigsten gingen Paare aus den Stadtkreisen Mannheim, Stuttgart, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg sowie aus dem Landkreis Tübingen eine Lebenspartnerschaft ein. Die wenigsten Verpartnerungen gab es dagegen – wiederum unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einwohnerzahlen – im Landkreis Tuttlingen und im Schwarzwald-Baar-Kreis. (cw/pm)















Mein Freund und ich werden auch keine Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse eingehen, sondern warten, bis wir die volle Eheöffnung haben.
Die eingetragene Partnerschaft gibt uns kaum Rechte, dafür aber alle Pflichten. Wenn man die also nicht ganz dringend braucht (z.B. bei binationalen Paaren für das Bleiberecht des Partners) wäre man ja schön dumm, sich freiwillig nur Pflichten ohne Rechte aufzuerlegen.