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Ausschuss-Entscheidung
CSU einstimmig gegen Ehe für alle

Im Maximilianeum gibt es weiterhin eine deutliche Mehrheit gegen die Gleichstellung (Bild: flickr / digital cat / by 2.0)
- 30. September 2015, 11:22h 2 Min.
Der Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten des Bayerischen Landtags hat am Dienstag einen SPD-Antrag zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht abgelehnt.
Der SPD-Abgeordnete Linus Förster beklagte in einer Pressemitteilung, dass die CSU-Vertreter einstimmig und "ohne nähere argumentative Begründung" gegen die Ehe-Öffnung votiert hätten. Das Parlament hat bereits mehrfach die Gleichstellung abgelehnt. So stimmten etwa 2014 im Plenum CSU und die konservative Kleinpartei "Freie Wähler" gegen einen entsprechenden Antrag der Grünen (queer.de berichtete).
"Die CSU sollte endlich über ihren Schatten springen und die Zeichen der Zeit erkennen", erklärte Förster am Mittwoch. "Wenn sogar in einem erzkonservativen Land wie Irland die Mehrheit der Bevölkerung für die Homo-Ehe stimmt, sollte sich die CSU in Bayern ernsthaft fragen, ob nicht auch ihre Wähler längst umgedacht haben. Die SPD wird sich für die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare weiterhin mit aller Kraft einsetzen."
Im Plenum des Landtages gab es zuletzt im Juli diesen Jahres eine Debatte zu LGBT-Themen – es ging dabei um die homophobe Zeitungsbeilage eines katholischen Familienverbandes, die vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert worden war (queer.de berichtete). Redner der CSU sahen in dieser Subvention kein Problem.
Der Bundesrat hat erst vergangene Woche für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gestimmt (queer.de berichtete). Einziger Redner gegen die Gleichstellung war der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU). Der Jurist erklärte, bei einer Hochzeit gehe es nicht um das "private Glück jedes Einzelnen", sondern um Kinder. Dieses Thema sei "angesichts unserer demografischen Entwicklung heute aktueller denn je". Warum bei einer Gleichbehandlung weniger Kinder geboren werden würden, sagte er aber nicht. (dk)















die Union wird sich niemals ändern. Auch die CDU ist genauso homophob wie die CSU.
Das ist so tief im Markenkern dieser Parteien verwurzelt, dass sich das auch nicht ändern wird.