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Katholische Kirche
Kurienkardinal: Homo-Paare ein "Problem für die Menschheit"

Der Kurienkardinal Robert Sarah sieht die westliche Toleranz gegenüber Homosexuellen als Gefahr für Kirche und Menschheit an (Bild: Wiki Commons / Francois-Regis Salefran / by 4.0)
- 30. September 2015, 14:41h 2 Min.
Vor dem Beginn der Familiensynode am Sonntag teilt einer der einflussreichsten Kardinäle gegen Schwule und Lesben aus.
Robert Kardinal Sarah hat in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "La Repubblica" vor der Tolerierung von Homosexuellen gewarnt. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften seien "nicht nur ein Problem für die Kirche, sondern für die Menschheit", sagte der 70-Jährige. Auch seien sie ein "Rückschritt der Kultur und der Zivilisation", so Sarah, der im vergangenen Jahr von Papst Franziskus zum Kardinalpräfekten der Gottesdienstkongregation ernannt worden war.
Der in Guinea geborene Würdenträger erklärte Schwule und Lesben in dem Interview auch zum westlichen "Problem", da "keine nicht-westliche Kultur" homosexuelle Partnerschaften akzeptieren würde. "In der afrikanischen Kultur sieht niemand wohlwollend auf [homosexuelle Lebensgemeinschaften]".
Viele LGBT-feindliche afrikanische Machthaber sprechen ebenfalls von Homosexualität als "westlichen" Import, den es zu bekämpfen gelte. In Ländern wie Nigeria unterstützt die katholische Bischofskonferenz sogar offen die Verfolgung von Schwulen und Lesben (queer.de berichtete). Derzeit sorgt daher der Auftritt des nigerianischen Erzbischofs Ignatius Kaigama bei der Deutschen Bischofskonferenz für Empörung. Ein Sprecher von Kardinal Reinhard Marx beteuerte jedoch wahrheitswidrig, dass sich die nigerianische Kirche "gegen die Diskriminierung von Homosexuellen" ausspreche (queer.de berichtete).
Sarah: LGBT-Rechte sind "Kolonialismus" des Westen
Kardinal Sarah kündigte auch eine harte Linie für die am Sonntag beginnende Bischofssynode zu Familienthemen an, in der auch Homosexualität debattiert werden soll. Die afrikanischen Teilnehmer würden "den ideologischen Kolonialismus des Westens bekämpfen, mit dem die katholische Doktrin vernichtet werden soll".
Auch wiederverheiratete Geschiedene will Sarah weiter aus der Kirche ausgrenzen. Wenn diese Menschen zur Kommunion zugelassen würden, wäre dies ein "Rebellion gegen Gott".
Auch Papst Franziskus scheint sich in der Frage der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften positioniert zu haben: So warnte er vor wenigen Tagen vor einer "ideologischen Kolonialisierung" durch "abnorme Lebensmodelle" (queer.de berichtete). Vergangene Woche äußerte er vor dem US-Kongress außerdem die Befürchtung, dass die Ehe grundsätzlich in Frage gestellt werde (queer.de berichtete). (dk)















Armut, Hunger, Hass und Gewalt sind ein "Problem für die Menschheit".
Kindesmissbrauch durch katholische Priester und dessen Vertuschung sind ein "Problem für die Menschheit".
Und viele andere Dinge sind auch ein "Problem für die Menschheit".
Aber für diese Hassprediger ist einvernehmliche Liebe zwischen Erwachsenen ein Problem.
Die katholische Kirche ist so abgrundtief verdorben und scheinheilig. Die wollen die Menschheit unterjochen um ihre Macht und ihr Vermögen zu retten.