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- 7. Oktober 2015, 13:48h 1 Min.

Vertritt seit 2009 den Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schönberg im Bundestag: Jan-Marco Luczak (Bild: Yves Sucksdorff)
Der Berliner Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU) ist vom Parlament in das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gewählt worden.
Luczak folgt im Aufsichtsgremium auf Jens Spahn, der diese Funktion als neuer Staatssekretär im Finanzministerium künftig nicht mehr wahrnehmen kann (queer.de berichtete). Der 40-Jährige, der seit 2009 den Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg als direkt gewählter Abgeordneter vertritt, war bereits von 2011 bis 2013 Mitglied des Kuratoriums.
"Ich freue mich sehr, dass ich mich mit der Stiftung auch über Tempelhof-Schöneberg hinaus für eine tolerante und offene Gesellschaft einsetzen kann", erklärte Luczak am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Hier in Schöneberg wird die Gleichberechtigung im Alltag bereits gelebt, da ist der Bezirk Vorbild. Aber diese Toleranz haben wir noch nicht überall im Land erreicht."
Der CDU-Politiker gehört zur Minderheit in der Union, die sich seit Jahren für die Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften einsetzt. Zuletzt warb er beim Mitgliederentscheid der Berliner CDU offensiv für die Ehe-Öffnung. "Ich finde, wenn zwei Menschen sich lieben, sollte man da dann keine Unterschiede machen, was das Geschlecht angeht." (cw/pm)















Ich finde es gut, dass Sie, Herr Kaufmann oder auch Herr Spahn sich innerhalb der CDU für die Eheöffnung einsetzen. Es wäre gut, wenn sie dort Frau Merkel endlich überzeugen könnten.
Als weiteres Thema finde ich es gut, dass Ihr Parteikollege Spahn die "importierte" homophobie in den Reihen des arabischen Islams thematisiert und auf die dortigen Einstellungen hinweist und dass sich diese ändern müssen, wenn diese zu uns kommenden Menschen aus dem Islamischen Raum im Nahen Osten bei uns leben wollen.
Als drittes Thema würde ich es gut finden, wenn insbesondere die Geschichte der Lesben und Schwulen im Zeitraum von 1945 bis 1969 in beiden Staaten Deutschlands stärker historisch von der Hirschfeld-Stiftung aufgearbeitet wird. Ich kenne gute Bücher und Studien zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, zum Rosa Winkel und zur Ermordung homosexueller Menschen in dieser Zeit; auch kenne ich gute Bücher zur historischen Entwicklung der Lesben- und Schwulenszene ab 1969 im Zeitraum der 1970er als auch Bücher und Filme zur AIDS-Katastrophe in den 1980er. Gerade aber der Zeitraum 1945 bis 1969 ist nach meiner Meinung zu wenig historisch in Deutschlan aufgearbeitet. Gleiches gilt für die Zeit der Weimarer Republik. Hier könnte die Hirschfeld-Stiftung entsprechende Bücher/Studien fördern.