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Katholische Kirche
Mutter Teresas Orden stoppt Adoptionen wegen Schwulen und Lesben

Mutter Teresa gründete 1950 den Frauenorden "Missionarinnen der Nächstenliebe" (Bild: Wiki Commons / Turelio / by 2.0)
- 12. Oktober 2015, 09:56h 2 Min.
Lieber gar keine Familie als eine Regenbogenfamilie: Die "Missionarinnen der Nächstenliebe" wollen wegen Gesetzesänderungen keine Adoptionen mehr in Indien vermitteln.
Der katholische Frauenorden "Missionarinnen der Nächstenliebe" hat erklärt, in Indien keine Adoptionen von Waisenkindern mehr anzubieten, weil die Gefahr bestehe, dass die Kinder durch gleichgeschlechtliche Paaren adoptiert werden könnten. Der Orden betreibt auf dem Subkontinent 13 Waisenhäuser.
Schwester Amala, die für ein Waisenhaus im Norden Neu-Delhis verantwortlich ist, sagte gegenüber lokalen Medien, dass der Orden bereits seit dem 1. August keine Adoptionen mehr vermitteln würde, weil die Gesetzgebung in Indien jetzt vorsehe, dass Einzelpersonen gleichbehandelt werden müssen. "Die neuen Gesetze verletzen unsere Gewissensfreiheit. Sie sind nicht geeignet für religiöse Menschen, wie wir es sind", erklärte Schwester Amala. "Was ist, wenn sich eine Einzelperson, der wir ein Baby geben, als schwul oder lesbisch herausstellt? Welche Sicherheit und Moral werden diese Kinder erhalten? Unsere Regeln erlauben nur, dass verheiratete Paare adoptieren dürfen."
Auch manche heterosexuelle Paare will der Orden nicht akzeptieren. So seien Ehepaare, in denen ein oder beide Partner bereits eine Scheidung hinter sich hatten, ebenfalls ungeeignet.
Nur wenige offizielle Adoptionen
Frauenministerin Maneka Gandhi reagierte enttäuscht auf die Entscheidung des Frauenordens. Sie hatte die Gesetzesänderung betrieben, um die Zahl der Adoptionen zu vergrößern. Laut aktuellen Schätzungen gibt es in Indien 20 Millionen Waisenkinder, von denen nur 0,04 Prozent durch offizielle Kanäle adoptiert werden würden.
Die "Missionarinnen der Nächstenliebe" waren 1950 von Mutter Teresa gegründet worden. Inzwischen sind mehrere tausend Schwestern in über 100 Ländern aktiv. Sie kümmern sich um die Fürsorge für die Ärmsten in der Gesellschaft, standen aber auch in der Kritik, obwohl Mutter Teresa für ihr Engagement 1979 der Friedensnobelpreis verliehen worden war. So erklärte der Religionsforscher Christopher Hitchens, dass es Teresa und ihrer Organisation weniger um die Hilfe für die Armen und Kranken gegangen sei, sondern um die Verbreitung einer besonders konservativen Auslegung des katholischen Glaubens. (dk)















Abstossende Einstellung aber nicht überraschend.
Wer über Mutter Theresa recherchiert wird erkennen müssen, dass ihr Engagement relativ wenig mit echter Nächstenliebe zu tuen hatte.
Ihre Hilfe war völlig dogmatisch ohne die wirklichen Bedürfnisse ihrer "Schützlinge" zu berücksichtigen.
Das scheint sich nicht geändert zu haben. Arme Waisenkinder