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Homophober Oberbürgermeister

Lutz Trümper tritt aus der SPD aus

  • 14. Oktober 2015, 14:22h 15 2 Min.

CSD-Hasser Lutz Trümper will kein Sozialdemokrat mehr sein (Bild: Stadt Magdeburg)

Einst hatte der homophobe Magdeburger OB gegen den CSD als "Saustall" polemisiert und damit für scharfe Kritik auch von Parteifreunden gesorgt. Jetzt verlässt er die SPD – allerdings aus anderen Gründen.

Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper hat am Mittwoch nach Angaben der "Magdeburger Volksstimme" seinen Austritt aus der SPD erklärt. Als Grund nannte der 60-Jährige, der immer wieder für Homosexuellenfeindlichkeit kritisiert worden ist, die Asylpolitik seiner Partei. Er habe am Morgen persönlich sein Parteibuch in der Zentrale der Landespartei abgegeben. Trümper ist seit 2001 Stadtoberhaupt von Magdeburg.

Anlass für den Parteiaustritt war offenbar eine Debatte am Abend zuvor, in der Trümper und SPD-Landeschefin Katrin Budde aneinandergeraten waren. Trümper hatte Budde, die eine Höchstgrenze der Flüchtlingszahlen ablehnt, vorgeworfen, "an der Realität vorbei" zu gehen. "Um nun Schaden von der SPD abzuhalten, trete ich aus", sagte der Politiker gegenüber der "Volksstimme". "Ich bin nicht bereit, mir den Mund verbieten zu lassen."

Feindbild CSD

Trümper war wiederholt von der LGBT-Szene scharf kritisiert worden. Er erhielt 2011 die Homo-Gurke von queer.de, weil er zehn Mal hintereinander die Schirmherrschaft des CSDs in Magdeburg abgelehnt hatte (queer.de berichtete). Für andere lokale Events – etwa ein Festjahr des Heimatvereins Ottersleben und selbst für die "Betonkanu-Regatta der Deutschen Zement- und Betonindustrie" – stand er dagegen zur Verfügung. Er verhinderte zunächst auch, dass am Rathaus eine Regenbogenflagge gehisst wird, wurde aber später vom Stadtrat überstimmt.

Im vergangenen Jahr beschimpfte Trümper den CSD als "Saustall", was zu scharfer Kritik führte (queer.de berichtete). Erst nach einer Woche entschuldigte er sich für den Ausfall bei den CSD-Organisatoren (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 DieterBremen
  • 14.10.2015, 17:12hBremen
  • Der Herr ist sicher auch besser in der AfD aufgehoben. Für die SPD ist das sicher kein Verlust, sondern eher eine Erleichterung!
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#2 SebiAnonym
  • 14.10.2015, 18:21h
  • Reisende soll man nicht aufhalten...

    Den wird niemand vermissen...
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#3 no_name_01
  • 14.10.2015, 18:22h
  • Dieser Schritt ist kein Verlust, sondern eher ein Gewinn für die SPD. Hätte ihm diese Partei diese Option schon bei der 1. Ablehnung der Schirmherrschaft ausgebreitet.
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