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Einzelkommentar zu:
Musikvideo: Will Young macht Transmann Mut


#5 LarsAnonym
  • 21.10.2015, 01:12h
  • Antwort auf #3 von Just me
  • ."Dabei kommt keine_r darauf zu fragen, was denn eigentlich eine männliche oder weibliche Geschlechtidentität ausmacht. Und wenn doch, dann wird einer/m der ganze stinkende Kübel an Stereotypen und Vorurteilen vor die Füße gekippt."

    Das ermuntet natrlich nicht zu einer Diskussion.
    Mir hat ein Transmann mal gesgt, er sei aufgrund des Unverstädnisses sehr verletzlich und sensibel bei dummen Fragen. Ich kann das verstehen, aber nur teilweise nachempfinden.

    Mir war es als schwulem Mann lieber, die Menschen fragten mich, was einen schwulen Mann ausmacht, auch wenn sie dabei klischeehafte Ideen äußerten, als wenn sie nicht fragten. (und ihre klischeehaften stereotypen Ideen dadurch auch nicht im Gesprärch verändern konnten)

    Daher stimme ich Dir darin zu, dass wir uns insgesamt untereinander mehr fragen könnten, wie sich eine die eigene weibliche / männliche Geschlechtsidentität äußert.

    Gar nicht so einfach ... Für jemandnen, der nach dem Äußeren geht, bin ich ein Mann, für den, der die Orientierung als mitentscheidend anssieht, bin ich ein weiblicher Mann, für den , der besimmte Aspekte (Vorliebe für Madonna, Leidenschaft für Fußball, Hüftschwung und Sprachmelodie) als wichtig ansieht, bin ich ein weiblicher Mann mit z.T. weiblichen, z.T männlichen Eigenschaften etc. Das Spiel kann man lange weiter treiben. Ich denke es ist soweit nichts dabei, solange man nicht auf den Gedanken kommt, herausstechende weibliche Eigenschaft(en) an einem Mann seien etwas schlechtes oder umgekehrt.

    Ein großes Problem im Umgang mit Genderfragen ist, dass wir keinen volkstümlichen Sprachgebrauch für die Erkenntnis haben, dass der Mensch im Prinzip ein genetisch-kulturelles Mosaik aus männlichen und weiblichen Eigenschaften ist, und trotzdem in der Gesamtheit dieser Eigenschaften sich meist als Mann oder Frau definiert, bzw. erkennt. (Anders, als es die Genderkritiker denken, geht es um ein Erkennen und nicht um ein Wählen nach Lust und Laune) Das Bedürfnis und die Notwendigkeit, sich wirklich klar zu definieren, schient mir bei Transgendern und Heteros am größten, sie möchten gern stolze Männer oder eben stolze Frauen sein, während ein Teil (!) der Schwule und Lesben gerade das "uneindeutige" ihrer Identität als ihre Identität begreifen und gerade darauf stolz sind.

    Ich vermute wir Menschen brauchen manche Stereotypen einfach, um uns kurz und knapp verständigen zu können, aber es müssen ja nicht immer die selben sein.
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