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Kommentare zu:
Homophobie: Auch in Dresden hilft der Notruf nicht


#21 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 20.10.2015, 21:51h
  • Antwort auf #18 von Johanna D
  • "Dummerweise gabs aber auch Ausschreitung von der Antifa-Seite aus und da Frage ich mich, wann die mal verstehen wie kontraproduktiv das ist."

    Wiederspruch, die Zeit der Teddybären ist vorbei, wir müßen uns mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, währen.
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#22 rhiz0mProfil
  • 20.10.2015, 22:32hBerlin
  • Das ist auch der billige Versuch, das Thema Rassismus zu entnennen und durch den eigenen Opferdiskurs zu substituieren, weil man die mangelnde Aufmerksamkeit für sich nicht ertragen kann. Natürlich sind Rechte, die gegen Muslime auf die Straße gehen, meist auch gegen die Emanzipation von Trans*, Lesben und Schwulen eingestellt. Aber es gibt derzeit genügend LGBT-Leute, z.B. im Umfeld von David Berger, die für Pegida oder eine andere, abgespeckte und womöglich "liberalere" Form des antimuslimischen Rassismus in der Szene trommeln. Und zählt dazu nicht letztlich auch die Autorin dieses Artikels, die Werbung für die Bücher islamophober Bahamas-Autoren macht und am 9. Oktober im SchwuZ eine Veranstaltung zum Thema "Warum wir über den Islam nicht reden können" organisierte? Gerade so als ob das Dauergerede über den Islam nicht mittlerweile sämtliche Talkshows füllte! In meinem Kopf kann ich das nicht von der Frage trennen, warum sie sich, während sie Pegida als homophoben Nazi-Mob konstruiert, über den antimuslimischen Rassismus als dem eigentichen Thema, das diese Leute jeden Montag auf die Straße treibt, konsequent ausschweigt.
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#23 ronaldAnonym
  • 20.10.2015, 23:33h
  • Antwort auf #22 von rhiz0m
  • rhiz0m, abgesehen davon, dass du mit einem entmenschlichenden postmodernen Dreh Patsys reale Bedrohungssituation durch einen Nazimob zu einem "substituten Opferdiskurs" umformst (ist das dein voller Ernst?!), scheinst du weder das Buch von Sama Maani, noch das von Tjark Kunstreich gelesen zu haben, sonst würdest du nicht David Berger und atheistische, antirassistische Linke gemeinsam in einen Topf mit dem Label "Islamophobie" werfen.
    Maani beschreibt nämlich, wie PEGIDA und "besorgte Bürger" genausowenig über "den Islam" reden, wie postmoderne Queers. Der rassistische Mob in Dresden schwafelt von der Islamisierung und meint damit genauso syrische Christen wie senegalesiche Atheistinnen. Du Behandelst den Islam ähnlich wie der Mob in Dresden als "Rassenmerkmal" und deine Rhetorik schließt die Existenz von nichtmuslischen Türk_innen und Araber_innen genauso aus, wie die von islamistischen weißen Konverit_innen. Der Islam als Religion mit bescheurter Sexualmoral und Geschlechtertrennung sollte genauso kritisiert werden wie beispielsweise das katholische oder protestantische Christentum. Beides sind keine ethnischen Gruppierungen, sondern Clubs aus denen man auch aussteigen kann, wenn man die ganzen dummen Gebote nicht mehr mitmachen will.
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#24 Thom_ass1973
  • 20.10.2015, 23:44h
  • Dienstaufsichtsbeschwerde ist definitiv eine Möglichkeit !

    Ich denke aber ab zur Staatsanwaltschaft und Strafanzeige stellen ist hier mehr wie gut begründet - offensichtlich ist die Dresdener Polizei nicht mehr in der Lage korrekt zu arbeiten !! Direkt bei der Gelegenheit auch noch Strafanzeige wegen Strafvereitelung im Amt stellen - wer bei diesem Polizeiaufgebot nicht in der Lage ist UNVERZÜGLICH den Straftatbestand der Volksverhetzung abzustellen hat mehr wie versagt !!
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#25 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 21.10.2015, 00:38h
  • Antwort auf #22 von rhiz0m
  • Da Patsi nicht im Hijab, sondern im Fummel durch Dresden lief, kann sie halt über homofeindlliche Übergriffe berichten, aber negiert deshalb doch nicht den rassistischen Markenkern von Pegida. Wir alle wissen, wofür das Kürzel Pegida steht.
    Vielmehr macht sie durch den Bericht klar, das rechtsgestörte Politströmungen keine Religionskritik, sondern Hass aufs Fremde beinhaltet, Patsi zeigt auf, das Xenophobie und Homophobie Schwestern im Geiste sind.
    Auch ein Broder, der sich ähnlich wie Pirinçci in Primitiv-Polemik gegen Muslime ergeht, hat bereits homofeindlich gefärbte Traktate verfasst.
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#26 paoloAnonym
  • 21.10.2015, 00:54h
  • Antwort auf #17 von reiserobby
  • Ich würde eher sagen es gibt eine chronische theofaschistische krise in europa und zwar schon bevor sich bestimmte germanische stämme zusammentaten, aus denen dann später deutschland werden sollte und die theofaschistische krise in nordafrika und im nahen ist sogar noch extremer. Man kann nicht als global denkender mensch christen und moslems getrennt sehen, weil es und derselbe mist ist.Da wird der homophobe pfarrer der vor einer islamisierung europas warnt zurecht ausgebuht aber die dicke fatima die sich für sharia law einsetzt wird in burka in die talkshow eingeladen und als gesprächspartnerin ernst genommen.Wenn man theofaschismus bekämpfen will muss man allen monotheismen GLEICH entgegentreten.
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#27 rhiz0mProfil
  • 21.10.2015, 01:08hBerlin
  • Antwort auf #23 von ronald
  • Die Differenzierung zwischen Muslimen und Ex-Muslimen kriegt auch Pegida hin, wenn sie Akif Pirinçci als Deutschtürken einlädt, der gegen den Islam und muslimische Zuwanderer hetzt. Das hast du Pegida also nicht voraus. Rassismus bezieht sich auf die Konstruktion homogener Gruppen, denen ein homogenes Verhalten entsprechend ihrer Kultur oder Religion unterstellt wird, und ist als Urteil über einen Autor nicht erst dann fällig, wenn über anatomische Merkmale gesprochen wird. Ich soll gefälligst zwischen Leuten wie Tjark Kunstreich und David Berger unterscheiden. Aber in seinem Facebook-Account solidarisiert sich der eine mit dem anderen. Es ist mit der Unterscheidung zwischen den guten und den schlechten Islamkritikern halt doch nicht so einfach. Tatsächlich liegt das Problem halt schon bei der Islamkritik, weil man, um so etwas betreiben zu können, "den Islam" schon als unterschiedsloses, essentialistisches Wesen konstruiert haben muss. Schreibt man "dem Islam", wie du, solche Merkmale wie Geschlechtertrennung oder eine bescheuerte Sexualmoral zu, kann es so etwas wie schwule Muslime auf einmal nicht mehr geben. Die haben sich dann eben gefälligst zu entscheiden. Von einer analogen "Christentumskritik", geschweige denn einer "Judentumskritik", hab ich dementsprechend noch nie gehört. Obwohl du die Existenz einer solchen irgendwie zu unterstellen scheinst, um dein islamophobes Projekt zu rechtfertigen, kriegst du es noch nicht mal selber hin, attributlos von "dem Christentum" zu sprechen, sondern hast gleich zwischen katholischen und protestantischen Christen unterschieden. Dass du solche Unterscheidungen mit Blick auf die Religion der Anderen nicht kennst, sondern so tust, als ob alle Muslime nur die Wahl hätten, aus ihrem "Club" auszutreten oder sich von dir als Feind der Menschheit hinstellen zu lassen, das ist die Zumutung, die ich als rassistisch betrachte und von der ich auch nicht weiß, was sie denn jetzt eigentlich von Pegida und deren Einladepolitik an Pirinçci noch trennt.
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#28 ANTIFAJAGDUBOOTAnonym
#29 RobinAnonym
#30 ronaldAnonym
  • 21.10.2015, 10:58h
  • Antwort auf #27 von rhiz0m
  • rhiz0m, ich kann sehr wohl zwischen verschiedenen Konfessionen des Islam unterscheiden. Ich habe übrigens mehrere Jahre Islamwissenschaft und Arabisch studiert und in Syrien und Ägypten gelebt. Ich homogenisiere keine Gruppen wenn ich "den" Islam als Religion in all seinen Varianten genauso bescheuert finde, wie das Christentum, weil ich ihn nicht mit "den" Muslimen gleichsetze, da die ja noch andere Eigenschaften als ihre Religionszugehörigkeit besitzen. Natürlich ist es generalisierend über "den Islam" zu sprechen, genauso wie wenn man über "das Patriarchat" oder "den Kapitalismus" spricht, oder auch über "die Schia" oder "die Sunna" oder "den Sufismus". Deswegen so zu tun, als hätte der Islam, wie alle anderen Weltreligionen, gar keine bescheuerte Sexualmoral ist jawohl Quatsch. Schwule Christen und Muslime gibt es natürlich, genauso wie es schwule CDUler und schwule Republikaner, schwule Esoteriker und schwule Nazis gibt. Dass diese Menschen widersprüchlichen Ideologien und Glaubensbekenntnissen anhängen ist keine rassistische Feststellung. Wenn jemand sagt, er sei überhaupt nicht sexistisch oder homophob, aber trotzdem Christ, Muslim oder rechtes Parteimitglied, dann muss er sich zumindest die Frage gefallen lassen, ob nicht ein Ausstieg aus der jeweiligen, noch so heterogenen Gruppe angebracht wäre. Per Definition sind "christlicher Feminismus" oder "islamischer Feminismus" doch immer rückständig, weil sie den Bezug auf die Bibel oder den Koran brauchen, es sei denn, sie definieren Christentum und Islam nicht als Glauben, sondern als "Rassemerkmal".

    Ich solidarisiere mich trotzdem, genauso wie Patsy, mit Muslimen, die auf der Flucht sind oder aus sonst irgendwelchen Gründen nach Deutschland ziehen wollen und stelle mich klar gegen den Rassismus, die Deutschtümelei, die Homophobie und den Sexismus von PEGIDA.

    Dass ich den Glauben an Götter für unsinnig halte, genauso wie den Glauben an Jesus, die Tora, die Bibel und den Propheten Mohammed, heißt noch nicht, dass ich alle Muslime als "Feinde der Menschheit" bezeichne. Genauso kritisiere ich Menschen, die irgendwelche moralischen Vorschriften aus dem Christentum, dem Judentum, dem Buddhismus usw. ableiten.
    Ich bin trotzdem für die Religionsfreiheit, aber deshalb muss ich ja nicht so tun, als seien Religionen nicht komplett von Menschen erfunden worden.
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