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Kommentare zu:
Homophobie: Auch in Dresden hilft der Notruf nicht


#41 AlaunerAnonym
  • 22.10.2015, 13:38h
  • Gewalt, auch angedrohte Gewalt, ist verachtenswert. Meine Frage zum Text geht in eine andere Richtung: Weshalb kommt der Autor auf den Gedanken, die Polizistin am Telefon hätte überhaupt bemerken können, dass er schwul ist? Es gibt Menschen, die - je nach Ausdrucksweise des Gesprächspartners - sicherlich eine Ahnung haben können. Aber es gibt eben auch Menschen, die hören so etwas nicht heraus - vor allem, wenn es nicht offensichtlich ist. Daher geht mir der Artikel im Hinblick auf das Telefonat zu sehr in Richtung der gewollten Opferrolle von Schwulen. Das Telefonat hat höchstwahrscheinlich gar nichts mit der sexuellen Ausrichtung des Autors zu tun. Davon abgesehen: Dass ihm nicht geholfen wurde, ist natürlich inakzeptabel. Aber ihm wurde nicht als Schwulem nicht geholfen, sondern als Mensch.
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#42 antantAnonym
  • 22.10.2015, 16:15h
  • Verdammt, es macht sehr traurig immer wieder so etwas zu lesen...

    Ich bin in Dresden aufgewachsen (weiß & hetero, also nie als direkt Betroffener mit so einer Scheiße in Kontakt gekommen), und sehe jetzt, wo ich seit einer ganzen Weile nicht mehr dort, sondern am anderen Ende der Welt wohne, wie sich die Situation, die für sichtbar von der Masse abweichende sicher nie super war, immer schlimmer wird. Es schockiert mich einfach nur und macht traurig und wütend. Meine kleinen Nichten wohnen noch in Dresden und sehen aufgrund ihrer afrikanischen Väter "anders" aus, ich hoffe, wenn sie alt genug sind es zu verstehen, sich die Situation etwas gebessert hat...

    Jetzt wohne ich schon eine ganz Weile in Montreal, und es ist so gut zu sehen, wie normal hier mit allen Lebensentwürfen und Herkünften umgegangen wird, nirgends, und ich hab schon in einigen Ländern Europas gewohnt, habe ich Homosexualität als so normal und alltäglich erlebt wie hier, Kollegen, Nachbarn, usw. (Was nicht heißt, daß es hier nicht auch Scheiße, auch von Polizeiseite, gibt. Oder ein Bekannter, der als Schwuler in einer Kleinstadt nicht weit von hier in den 80er auch ne Menge Probleme hatte...)

    Jedenfalls: Meine Solidarität. Passt auf Euch auf.
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#43 KathiGr
  • 22.10.2015, 23:37h
  • Bloß weil man blöd angemacht wird, ruft man doch nicht die Polizei. Es ist doch allgemein bekannt, dass die Polizei erst einschreitet, wenn wirklich etwas passiert ist. Warum sollte sie da für Homos eine Ausnahme machen? Homos fordern doch immer Gleichbehandlung - und das völlig zu Recht. Da die Polizei für Heteros nicht ausrückt, ohne dass etwas passiert ist, ist es doch logisch, dass die Polizei auch nicht für Homos ausrückt, ohne dass etwas passiert ist. Ich habe bisher einmal im Leben die Polizei gerufen und da ist sie natürlich auch gekommen, eben weil es KEIN belangloser Vorfall war.
    Dass du alle PEGIDA-Anhänger mit Nazis gleichsetzt, spricht für mangelndes Differenzierungsvermögen. Wären alle PEGIDA-Anhänger Nazis, dann hättest du deinen Dresdenausflug wohl kaum überlebt. Also lass bitte die Kirche im Dorf.
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#44 AranosAnonym
  • 24.10.2015, 14:29h
  • Das ist definitiv zum kotzen, und hat, wenn man die Antworten der Ansprechpartner des Notrufs betrachtet ("Sollen Wie Sie in Ihren Club fahren?"), eindeutig auch mit deren Homophobie zu tun.
    Allerdings habe ich auch schon in anderen Notfällen (als Zeuge der einen oder anderen Prügelei, die nichts mit Homophobie zu tun hatte) unverschämte und juristisch anfechtbare Abfuhren vom Notruf gekriegt - da fragt man sich doch, wer da eigentlich hinters Telefon gesetzt wird??? Offensichtlich sind das teilweise Menschen, die weder juristisch noch moralisch für diese Stelle qualifiziert sind.
    Eine sehr gute Erfahrung hatte ich alledrings, als ich einmal direkt die Polizei angerufen habe, weil Skins an einem Cruising-Treffpunkt auf Schwulenklatschen aus waren - da wurde sofort gehandelt.
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#45 ursus
  • 26.10.2015, 12:05h
  • Antwort auf #43 von KathiGr
  • >"und da ist sie natürlich auch gekommen, eben weil es KEIN belangloser Vorfall war."

    was patsy berichtet, war demnach "belanglos"?

    was ich über deinen kommentar denke, kann ich nicht mal andeuten, ohne gegen die etikette zu verstoßen. die höfliche version: der selbstoffenbarungsanteil deines kommentars ist nicht besonders positiv.
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#46 Katrin
  • 27.10.2015, 16:37h
  • Ist es denn wirklich bereits wieder normal, das rechtsradikale Gewalt gegen andersdenkende ausüben?
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