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Kommentare zu:
Baden-Württemberg: CDU-Kreisverbände kämpfen gegen LGBT-Emanzipation


#61 LorenProfil
#62 MyloAnonym
  • 22.10.2015, 15:17h
  • Eben - in diesem Fall sind sie sogar noch schlimmer als die SPD. Denn bei der Ökö-FDP wurde über diese falsche Politik gar nicht mal diskutiert, es hat ihre Klientel auch nicht getroffen. Nicht nur den Finger auf die Sozis zeigen. Neoliberal sind außer den Linken alle etablierten Parteien.
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#63 MariposaAnonym
#64 hugo1970Ehemaliges Profil
#65 hugo1970Ehemaliges Profil
#66 ParadoxonAnonym
  • 01.11.2015, 06:03h
  • Antwort auf #42 von Stefan Kaufmann
  • Lieber Herr Kaufmann,

    ich mach mich jetzt mal hier unbeliebt und breche eine Lanze für Sie. Das hat zwei Gründe: erstens hasse ich soziale Kontrolle und den Versuch, darüber die Meinung in einer Gruppe diktieren zu wollen, und zweitens, weil ich Ihnen abnehme, sich redlich um das vielbeschworene "gemeinsame Ziel" zu bemühen.

    Ich möchte Ihnen, so Sie meinen Beitrag überhaupt lesen sollten, folgende Gedanken mit auf den Weg geben:

    Das Grundübel in der Beziehung zwischen Schwulen,Lesben und CDU liegt darin begründet, dass sich die CDU hier eingangs äußerst feindselig gezeigt hat. Es gab keine ambivalente Position wie bei der FDP, sondern Fundamentalopposition. Freilich, dies war eben damals der Zustand der Partei. Und ich räume ein, dass Ihre Partei einen weiten, weiten Weg zu gehen hat, und es ist - noch immer - ein Weg durch große Dunkelheit. Sie geraten massiv von den abgestorbenen Teilen Ihrer Partei, die sich "AfD" nennen, unter Druck.

    All das kann ich verstehen. Aber wenn ich sage, ich verstehe das, heißt es noch lange nicht, dass ich nichts von Ihnen und der CDU erwarte. Ich erwarte, dass sie sich weiter auf dem Weg durch die Dunkelheit vorantastet. Denn seien wir ehrlich: Die CDU ist lange nicht mehr das, was sie mal war. Sie ist bald schwuler als alle anderen Parteien, wenn sie nicht schon immer schwuler als alle anderen war. Heiraten - was ist das denn anderes als gelebter Konservatismus? Das linke Credo lautete in den 80ern: "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment".

    Wir lehnen es ab, wieder und immer wieder, dass es eine "Normalität" gäbe. Und doch, lieber Herr Kaufmann, ist die Sehnsucht nach Normalität nirgendwo so groß wie bei den Schwulen und Lesben. Und Normalität heißt eben: selbstverständlich wie alle anderen hier zu Hause zu sein.

    Meinen Sie nicht auch, dass es von geradezu klappsymmetrischer Schönheit wäre, wenn die CDU und die FDP, die einstigen Opponenten, das Eheschließungsrecht für homosexuelle Paare beschließen würden?

    Sprechen Sie doch mal mit dem Herrn Spahn und den anderen von der "Wilden 13" darüber.
    Meinen Sie, Sie kriegen das bis 2017 hin?

    Wär schön.

    So, roter Balken hier oder her, ab und zu muss mal auch mal mit den Konservativen reden, jedenfalls mit denen, die sich ehrlich Mühe geben. Deswegen finde ich die Angriffe hier auch äußerst unangemessen.
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