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Olympischer Medaillien-Gewinner

USA: Profi-Freestyle-Skier outet sich als schwul


Kenworthy spricht nicht nur freizügig, auf Instagram zeigt er auch viel Privates

  • 22. Oktober 2015, 18:42h 37 2 Min.

Gus Kenworthy gewann Silber bei den Olympischen Spielen in Sotschi – und fühlte sich dennoch nicht stolz.

Der amerikanische Sportler Gus Kenworthy hat sich in einem Interview mit dem "ESPN Magazine" als schwul geoutet. Der 24-jährige Freestyle-Skier aus Telluride im US-Bundesstaat Colorado sagte dem Magazin, er habe Freunden und seiner Familie schon vor zwei Jahren von seiner Homosexualität erzählt.



Kenworthy nahm im letzten Jahr erstmals an den Olympischen Winterspielen teil – im russischen Sotschi holte er Silber im Slopestyle. Außerdem machte er Schlagzeilen durch die Adoption mehrerer streunender Hunde der Stadt, vier Welpen und ihrer Mutter.

"Ich habe mich nicht stolz gefühlt für das, was ich in Sotschi getan habe", sagte Kenworthy dem Magazin. "Denn ich fühlte mich so schlecht über das, was ich nicht getan habe. Aber ich wollte nicht aus dem Schrank kommen als der Silber-Gewinner von Sotschi. Ich wollte das als bester Freestyle-Skier der Welt machen."

Einer der besten Freestyle-Skier


Das Coming-out-Interview ziert das Cover des Magazins

Inzwischen gilt Kenworthy, der im britischen Chelmsford als Sohn einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren wurde, als einer der international besten Freestyle-Skier. Die Saison 2013/2014 beendete er zum vierten Mal in Folge auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung der AFP World Tour.

Seine Sportart habe durchaus eine Macho-Seite, sagte Kenworthy in dem Interview, das bereits im September geführt, aber erst am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Im Skisport gibt es so ein Alphamänner-Ding über das Abschleppen der heißesten Frauen." Er habe das auch versucht – und danach geheult. "Ich wusste nicht, was ich tat."

Zugleich habe er bereits mit fünf Jahren geahnt, dass er schwul sein könnte. Mit seinen Brüdern habe er die Leidenschaft für den Sport geteilt, aber auch Unterschiede gespürt: "Ich war unsicher und beschämt. Wenn Du nicht selbst schwul bist, wird Schwulsein nie als cool empfunden. Und ich wollte cool sein."



Das Verstecken der Homosexualität habe ihn zwischenzeitlich in Depressionen gestürzt, sogar Gedanken an Selbstmord aufkommen lassen. Letztlich habe sich die Stimmung gedreht, er wollte an die Öffentlichkeit. Und ein weiter Wunsch entwickelte sich: "Ich möchte einen TV-Boyfriend", so Kenworthy. Mehrfach habe er bei Turnieren einen Partner im Publikum gehabt, darüber aber geschwiegen. Jetzt könne er bei Siegen endlich einen vorzeigen, wenn er wolle.

Youtube | Ein paar Welpen

#1 JoonasAnonym
  • 22.10.2015, 20:53h
  • Schön, damit ist er nicht nur für andere ein Vorbild, sondern kann vor allem auch selbst aufrecht durchs Leben gehen, ohne eine Schmierenkomödie zu spielen und immer Angst vor Enttarnung haben zu müssen.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 22.10.2015, 20:58h
  • Ein weiterer Sportler, der sein Coming-Out hat und Tacheles spricht. Ein positives Beispiel für alle die Athleten, die noch in den Schränken ihr schwules Dasein fristen!

    Ich wünsche Gus Kenworthy weiterhin viel Erfolg in seiner aktiven Laufbahn und drücke ihm fest die Daumen, daß er auch 2018 in Pyeongchang wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen steht sowie bald einen liebevollen Mann kennenlernt und auch gesund bleibt!
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#3 lalalaAnonym
  • 22.10.2015, 21:22h
  • Er sieht so gut aus *_* Nordische Männer...
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