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007 soll Hete bleiben
Roger Moore lehnt schwulen James Bond ab

Roger Moore vor historischer Kulisse in Berlin bei einer PR-Aufnahme aus dem Jahr 1983 (Bild: United Artists)
- 26. Oktober 2015, 12:35h 2 Min.
Kann 007 eine Frau oder gar ein Schwuler sein? Nein, sagt der Star aus "Octopussy" und "Der Spion, der mich liebte".
Der frühere James-Bond-Darsteller Roger Moore hat gegenüber der "Daily Mail" erklärt, dass er sich keinen schwulen oder weiblichen James Bond vorstellen könne. "Ich habe davon gehört, dass Leute über einen Lady-Bond oder einen schwulen Bond gesprochen haben. Aber das wäre kein Bond aus dem einfachen Grund, weil das nicht das wäre, was [Bond-Autor] Ian Fleming geschrieben hat".
Der 88-Jährige beteuerte, dass er nicht aus Homophobie einen schwulen Bond ablehne, sondern weil die Figur nicht beliebig geändert werden könne. Man solle nicht aus "politischer Korrektheit" die Vision des Autors ignorieren, erklärte der Engländer.
Moore war erst vor wenigen Monaten in die Kritik geraten, weil ihn die französische Zeitschrift "Paris Match" mit der Aussage zitiert hatte, dass er sich keinen Bond mit schwarzer Hautfarbe vorstellen könne. Damals hatte er gesagt: "Auch wenn James von einem Schotten, einem Waliser und einem Iren dargestellt wurde, glaube ich, er sollte ein 'englischer Engländer' sein. [Ein schwarzer Bond] ist zwar eine interessante Idee, aber unrealistisch."
Daniel Craig und Pierce Brosnan können sich schwulen Bond vorstellen
Im Gegensatz zu Moore haben der aktuelle Bond, Daniel Craig, und dessen irischer Vorgänger, Pierce Brosnan, bereits ausdrücklich erklärt, dass sie sich einen schwulen Bond vorstellen könnten. Beide schränkten allerdings ein, dass dies eine eher langfristige Perspektive sei. So sagte Brosnan im August, er glaube nicht, dass die gegenwärtige Produzentin eine derartige Änderung erlauben werde (queer.de berichtete).
Letzte Woche sagte Daniel Craig, dessen neuer Film "Spectre" am Montagabend in London in Anwesenheit von Prinz William und Kate Weltpremiere feiert, dass ein schwuler Bond durchaus vorstellbar sei: "Alles ist möglich. Man kann alles tun, so lange es glaubwürdig ist und funktioniert", so der Schauspieler im britischen Nachrichtensender "Sky News". Bereits 2012 hatte er aber im queer.de-Interview erklärt, dass der James Bond, den er darstelle, nicht schwul sei (queer.de berichtete). Dabei bezog er sich auf diverse Interpretationen einer Filmszene aus "Skyfall".
Mit Sam Smith gibt es beim aktuellen James-Bond-Film immerhin eine schwule Premiere: Erstmals wird der Titelsong von einem offen schwulen Mann interpretiert (queer.de berichtete). (dk)














