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Aufbruch in ein neues Leben?
Bye-bye Akif Pirinçci!

Menschenfeindlich, selbstherrlich, halbgebildet und selten pointiert: Weil der Buchhandel seine Werke boykottiert, will Akif Pirinçci Deutschland verlassen (Bild: Wiki Commons / Eckhard Henkel / CC-BY-SA-3.0)
- 28. Oktober 2015, 06:09h 2 Min.
Es gibt Hoffnung: Der Autor der "Großen Verschwulung" will seinen Beruf aufgeben und ausreisen. Ein Gruß zum Abschied.
Von Ejo Eckerle
Der gesellschaftliche Brandbeschleuniger Akif Pirinçci, bisher im Hauptberuf Schriftsteller, gibt in der "Jungen Freiheit" bekannt: zum einen sei er nicht mehr Schriftsteller, zum anderen werde er Deutschland verlassen. Sollte beides sich bewahrheiten, beglückwünsche ich ihn zu diesem Schritt und wünsche gute Reise.
Nur, ich habe da so meine Zweifel, ob das gelingt. Ist die innere Heimat eines Autors nicht seine Sprache? Und kann man die so ohne weiteres verlassen? Und hat er sich nicht an anderer Stelle als Satiriker bezeichnet? Und will er, um Himmels willen, das auch weiter bleiben?
Horrorgestalt aus der literarischen Giftküche
Akif Pirinçci denkt vermutlich von sich, er sei ein schlauer Fuchs: Vorwürfe, seine Texte seien homophob, rassistisch und frauenfeindlich, bedienten sich einer schwer erträglichen Fäkalrhetorik, begegnet er mit stets mit dem Hinweis: Alles nur Satire. Ich darf das!
An dieser Stelle kann man ihm nur schwer widersprechen. Nehmen wir den Satirebegriff ernst, dann darf Spott natürlich auch geschmacklos, gemein und verletzend sein, die unterste Schublade bedienen. Sprachliche Eleganz ist nicht unbedingt das Kriterium. Das macht Pirinçcis Texte für jene Menschen, die er verhöhnt, zurecht schwer erträglich. Und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Satire nicht unbedingt in der aufklärerischen Tradition von Dieter Hildebrandt und Co. stehen muss.
Im Gegensatz zu einem Menschenfreund wie Hildebrandt wirkt Pirinçci wie eine Horrorgestalt aus der literarischen Giftküche: Menschenfeindlich, selbstherrlich, halbgebildet und selten pointiert. Der schlaue Akif hatte eines bei seinem listig angelegten Satire-Feldzug nicht bedacht. Dass er als Autor eine erste Existenz besitzt: die des schmusig-verspielten Katzenliebhaber-Literaten, der mit seinen Büchern die Herzen so mancher romantischen Seele erwärmte. Das sicherte ihm die Grundlage seines Erfolgs und machte ihn erst zur Marke, die etwas wert ist.
Diese Marke hat er nun gründlich beschädigt. Der schlaue, kleine Akif hat etwas verspielt, was lange dauert, bis es erreicht ist: Marktwert. Bis ans Ende seiner Tage wird ihm jetzt das Image des homophoben, frauenfeindlichen Rassisten anhängen.
Katzen haben bekanntlich sieben Leben. Und eine tote Existenz kann man getrost begraben. Also, Akif, du machst das schon ganz richtig. Wir warten inzwischen ab, wie lange Dein zweites Leben als Satiriker noch währt.















Ich möchte ihm keine Träne nach weinen, und ausgereist ist er ja schon einmal, er weiß, wie das geht.
Wenn frauenfeindliche, rassistische, xeno-, homo-,transphobische Haltungen halt doch nicht das ansonsten so euphorisch verteidigte Deutschlandgefühl blühen lassen, muss man sich vielleicht auch einfach mal fragen, ob man nicht selbst Fehler macht.
'Genies' können das. Wer seine Positionen nicht hinterfragen, überprüfen und ggf. revidieren kann, ist ein armes Würstchen.
...ob er in Zukunft evtl. Katzen-Pornos drehen mag ...? FelidaErotika...