Boxer Yusaf Mack in einem Promofoto für den nach eigenen Angaben unfreiwilligen Porno
Ein US-Boxer kann sich nicht erinnern, dass er als Darsteller in einem Schwulenporno gearbeitet hat. Er weiß nur, dass er nach dem Dreh mit 4.500 Dollar in der Tasche aufgewacht ist.
Der amerikanische Profiboxer Yusaf Mack hat Berichte zurückgewiesen, freiwillig an einem Schwulenporno teilgenommen zu haben – und eine abenteuerliche Erklärung parat, warum er in einem Online-Pornodienst in einem Video zu sehen ist, in dem er sexuelle Abenteuer mit zwei anderen Männern erlebt.
Er sei kürzlich von Bekannten auf einen Videoclip aufmerksam gemacht worden, der seit Dezember 2014 auf der Webseite dawgpoundusa.com angeboten wird. Die Pornoseite spezialisiert sich auf afro-amerikanische Männer, sagte der 35-Jährige gegenüber philly.com. Freiwillig habe er aber nicht an der Sexszene teilgenommen, da er stockheterosexuell sei.
Der erfolgreiche Boxer, der von 41 Kämpfen 31 gewinnen konnte und 2012 sogar einmal um den WM-Titel gekämpft hatte, gab zwar zu, dass er gerne mal bei einem Pornodreh mitmachen wollte. Dabei habe er allerdings einen heterosexuellen Film im Sinn gehabt.
Pille und Wodka geschluckt
Mack beschreibt seine Odyssee so: Er sei vergangenes Jahr via Facebook anonym mit Pornoproduzenten in Kontakt getreten. Der derzeit verlobte Vater von zehn(!) Kindern erklärte, dass er dann mit einem Zug von seiner Heimatstadt Philadelphia nach New York gereist sei und der Dreh in einer Wohnung im Stadtteil Bronx stattfinden sollte. Dort seien auch nackte Frauen herumgelaufen, erinnert sich Mack. Dann habe er aber "eine Pille", die ihm gereicht worden sei, mit einem großen Schluck Wodka zu sich genommen – und das war das letzte, an das er sich erinnern könne. Später sei er wieder in einem Zug aufgewacht, so Mack, und habe einen Filmriss gehabt. In seiner Tasche habe er 4.500 Dollar (4.000 Euro) gefunden, sich aber nicht erinnern können, woher das Geld gekommen sei.
Gegenüber philly.com sagte Mack weiter, er sei zwar damals verwirrt gewesen und habe sich gefragt, was passiert ist. Dann hätte er den Vorfall aber schnell vergessen – bis er auf den Film, in dem keine einzige nackte Frau zu sehen war, angesprochen wurde. "Mein ganzes Leben war ich, was man einen Hurenbock nennt", verteidigte sich Mack und erklärte: "Das einzige Mal, dass ich Männer anfasse, passiert während eines Kampfes im Ring." (dk)