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Boy George (in einem Bild aus dem Jahr 2013) und der angebliche "Lover" Prince (2009)
- 30. Oktober 2015, 13:17h 2 Min.
Juror Boy George sorgte für hektische Regsamkeit, als er während einer Aufzeichnung von "The Voice UK" über eine Nacht mit US-Star Prince sinnierte. Nach der Intervention der Produzenten machte er aber einen Rückzieher.
Als neuer Juror brachte Boy George die BBC-Castingshow "The Voice UK" mit einer Sexbeichte Wochen vor der Erstausstrahlung in Bedrängnis: Der 54-Jährige prahlte nach Angaben der "Sun" während der Aufzeichnung damit, dass er einst mit dem inzwischen zweifach geschiedenen amerikanischen Sänger Prince Sex gehabt habe. Damit wollte er offenbar seine Mitjuroren, den amerikanischen Rapper Will.i.am, Ricky Wilson von der englischen Rockband Kaiser Chiefs und Singer-Songwriterin Paloma Faith, beeindrucken, als diese gerade einander neckten.
Laut dem Bericht soll der ehemalige "Culture Club"-Sänger über seine Erfolge geprahlt und damit einige große Namen in die Runde geworfen haben: "Ich habe Duette mit einigen der großartigsten Soul-Sänger gehabt, inklusive Luther Vandross und Smokey Robinson". Daraufhin antwortete Paloma: "Okay, wenn du schon mit großen Namen um dich wirfst – ich habe mit Prince gesungen." Daraufhin fuhr es aus Boy George heraus: "Vergiss es, Schätzchen. Ich habe mit Prince geschlafen."
Danach soll das Publikum völlig aus dem Häuschen gewesen sein. Will.i.am zeigte sich offenbar begeistert und klatschte seinen Kollegen mit einem High Five ab, während mehrere offensichtlich besorgte Produzenten auf die Bühne kamen, um mit den Juroren zu sprechen. Später soll Boy George zurückgerudert sein: Er habe nichts mit Prince persönlich angestellt, er habe lediglich unter dessen Poster geschlafen.
Die fünfte Staffel der Castingshow soll im Januar ins britische Fernsehen zurückkehren. Bereits in vorherigen Reihen hatte die BBC einige große Stars als Juroren verpflichtet, darunter Kylie Minogue.
Wechselhafte Karriere
Boy George galt in den Achtzigerjahren mit seiner Band Culture Club als Schwulenikone. Wegen seiner Drogenabhängigkeit kam er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, seinen ersten von einem Gericht angeordneten Drogenentzug musste er 1986 durchführen. Schließlich ging es auch mit der Karriere bergab. 2005 wurde er in New York wegen Kokainbesitzes verhaftet und musste Sozialdienst ableisten (queer.de berichtete).
Im Jahr 2009 wurde er wegen Freiheitsberaubung in London zu 15 Monaten Haft verurteilt, weil er einen Callboy gegen dessen Willen gefesselt und geschlagen haben soll (queer.de berichtete). Wegen guter Führung war er aber bereits nach vier Monaten in den Hausarrest entlassen worden.
Danach sorgte er wieder für positive Schlagzeilen: 2013 veröffentlichte er sein erstes Album nach 18 Jahren und ging auf Tournee. (dk)













