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"Kölner Treff"
Erzbischof Woelki: "Jeder Jeck ist anders"
- 1. November 2015, 11:50h 1 Min.

Es gibt ihn doch, den "neuen Ton" der katholischen Kirche gegenüber Lesben und Schwulen. Am Freitagabend war der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki zu Gast in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" – und lobte die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlich liebenden Schäfchen in der Domstadt.
Die lesbische Moderatorin Bettina Böttinger sprach Woelki direkt auf den diskriminierenden Umgang der Kirche mit Homosexuellen an. "Ich habe Achtung vor jedem Menschen und reduziere keinen Menschen auf seine sexuelle Orientierung und Neigung", sagte der Erzbischof unter Beifall des Publikums. In Köln sei Homosexualität "gang und gäbe", werde "einfach angenommen und toleriert". In der Domstadt, so Woelki weiter, sage man "Jeder Jeck ist anders".
Zum spektakulären Coming-out von Krzysztof Charamsa, dessen Nachname Böttinger in der Sendung nicht einfiel, meinte der Kölner Erzbischof: "Er ist nicht deshalb seine Ämter los, weil er sich als homosexuell geoutet hat, sondern weil er in einer Partnerschaft lebt." Dies sei ein Bruch des Zölibatsversprechens.
Die homophile Charme-Offensive Woelkis endete allerdings bei der Frage gleicher Rechte: Die katholische Kirche habe "immer klar gesagt, dass die Ehe zwischen Mann und Frau präferiert wird", so der Erzbischof. (mize)
Links zum Thema:
» Die Sendung in der WDR-Mediathek anschauen















Jeck, laß' den anderen Jecken vorbei. Was ungefähr "Leben und leben lassen" bedeutet und das ist was Wölki tatsächlich einmal dringend sagen sollte.
Die Toleranz in Köln ist nicht der Kirche zu verdanken. Sie das Resultat der Gewöhnung im alltäglichen Umgang mit mutigen sichtbar offen lesbischen und sichtbar offen schwulen Menschen. Menschen die, ginge es nach der Kirche, unsichtbar und marginalisiert wären.