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Diskriminierung von Regenbogenfamilie

Qantas wegen "offenkundiger Homophobie" kritisiert


Bei Qantas scheinen die Mitarbeiter Regenbogen­familien weniger Respekt entgegenzubringen als Hetero-Paaren (Bild: flickr / Bill Wilt / by 2.0)

Ein Zwischenfall bei der eigentlich LGBT-freundlichen Airline Qantas zeigt, wie schwer sich Konzerne noch immer mit Regenbogenfamilien tun.

Eine australische Familie wirft der Fluggesellschaft Qantas Airways "offenkundige Homophobie und Diskriminierung" vor. Das lesbische Paar, das am Montag gemeinsam mit seiner Tochter von Brisbane nach Melbourne geflogen ist, wurde eigenen Aussagen zufolge wiederholt aufgefordert, einen Platz zu räumen, damit ein älteres (heterosexuelles) Ehepaar nicht getrennt werden muss. Auf die Antwort, dass man selbst eine Familie sei, die nicht getrennt werden möchte, hätten die Airline-Mitarbeiter mit Unverständnis reagiert.

Die betroffene Australierin Kristina Antoniades hat den Vorfall später in sozialen Netzwerken geschildert und es damit in Australien in die Abendnachrichtensendungen geschafft. Kristina, ihre Partnerin Merrin und die gemeinsame Tochter Lily hätten schon am Vortag online eingecheckt, um auf dem Flug nebeneinander zu sitzen, sagte sie. Am Flughafen habe die Familie dann die erste Überraschung erwartet.

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Regenbogenfamilie soll Hetero-Paar ohne Kind Platz machen


Kristina Antoniades (li.) und ihre Partnerin Merrin Hicks (Bild: Facebook)

"Kurz vor dem Boarding wurde Merrin ausgerufen, und gebeten, zum Kundenservice zu kommen", so Antoniades. "Merrin wurde informiert, dass Qantas entschieden hatte, sie in eine andere Reihe zu setzen, so dass ein verheiratetes Paar nebeneinander sitzen konnte. Sie haben nicht anerkannt, dass wir eine Familie sind und nebeneinander sitzen möchten".

Da Antoniades beharrte, die Plätze zu behalten, habe ihre Partnerin ihre ursprüngliche Bordkarte neu ausgestellt bekommen. Im Flugzeug sei sie jedoch von einer Flugbegleiterin gefragt worden, warum sie das verheiratete Paar nicht nebeneinander sitzen ließe. "Ich sagte ihr noch einmal, dass wir auf den uns zugeteilten Sitzen saßen. Sie wollte unsere Bordkarten sehen. Wir zeigten sie vor und sie fragte noch einmal. Ich sagte ihr erneut, dass Merrin meine Partnerin ist und Lily unsere Tochter", so Antoniades auf Facebook.

Nachdem Antoniades darauf hingewiesen hatte, dass ein lesbisches Paar genauso viel Rechte besitzt, zusammen zu sitzen, wie ein verheiratetes Pärchen, sei die Flugbegleiterin ohne Entschuldigung davon gegangen. Für die Familie habe der Zwischenfall mit Tränen und dem Gefühl der Erniedrigung geendet: "Es war eine schreckliche Erfahrung und es tut mir leid, dass unsere Tochter das miterleben musste", schreibt die Betroffene.

Qantas: "Unglückliches Missverständnis"

Die Fluggesellschaft selbst versucht sich in Schadensbegrenzung und entschuldigte sich bei Antoniades für den Vorfall: "Es war ein unglückliches Missverständnis, eine Verwechslung", argumentierte ein Firmensprecher. Es gehe bei diesem Vorfall nicht um sexuelle Orientierung, sondern "um die Wünsche zwei verschiedener Gruppen, darunter ein älteres Ehepaar". Die Firma habe der Regenbogenfamilie nun aus Kulanz Bonusmeilen angeboten. Der Sprecher betonte, dass bei Qantas die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen von der Firma "sehr aktiv unterstützt" werden würden.

Tatsächlich hat sich der Konzern wiederholt für LGBT-Rechte eingesetzt, etwa durch Unterstützung einer Initiative zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Australien. Außerdem hat Qantas mit Allen Joyce einen offen schwulen Vorstandsvorsitzenden. (pte/cw)

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#1 FarbenspielAnonym
  • 12.11.2015, 10:42h
  • Qantas sollte das Bordpersonal eindringlich darauf hinweisen und schulen, daß unter den Fluggästen auch Regenbogenfamilien sind und wenn bei dem lesbischen Paar (Kristina und Merrin) und Tochter Lily auf den Bordingkarten die entsprechenden Sitzplatznummern stehen, dann hat das nämlich auch seine Richtigkeit! Darum haben die drei auch zurecht darauf beharrt, ihre Plätze zu behalten!

    Bleibt zu hoffen, daß sich ein solch unrühmlicher Vorfall mit arroganten Flugbegleiter(inne)n nicht noch einmal wiederholt!

    Wünsche der australischen Regenbogenfamilie alles Gute und daß die drei gesund bleiben!
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#2 FantaAnonym
  • 12.11.2015, 11:06h

  • Ich weiß ja jetzt nicht wie alt das "ältere Ehepaar" ist. Es kann 60 sein, aber auch 80.
    Wenn es ein wirklich altes Ehepaar ist und einer von beiden körperlich eingeschränkt ist, so das es besser ist das sie zusammen sitzen, hätte ich es folgendermaßen gelöst:

    Als junge Familie hätte ich einen Elternteil mit dem Kind zusammen sitzen lassen, sowie das ältere Ehepaar zusammen sitzen lassen.
    Das andere Elternteil hätte sich getrennt setzen können,( man ist ja nur während des Fluges getrennt...so schlimm ist das nun nicht).

    So wäre es allen gerecht gewesen und ich als ( gesundes, junges) Elternteil ( wenn ich denn eine Familie hätte) hätte das so gemacht. Das Kind hätte so ein Elternteil bei sich gehabt und das alte Ehepaar seinen Partner.
    Respekt vor dem Alter finde ich genauso wichtig wie kinderfreundlichkeit, ich mag es nicht wenn Familien meinen sie hätten automatisch mehr Rechte als Paare ohne Kinder.

    Die Frage ist also ob es um Hetero/ Homo ging oder um einen Sitzplatz-Twist zwischen Paar ohne Kind vs Paar mit Kind.

    Bei ersterem ist es definitiv Diskriminierung, denn wir Schwulen und Lesben wollen ( mit und ohne Familie) die gleichen Rechte wie die Heteros!

    Ist es aber ein banaler Sitzplatzstreit altes Ehepaar vs junger Familie, müsste man die genauen Umstände kennen ( Alter und Gesundheitszustand etc) um zu entscheiden wer im Recht ist.

    Ich habe es leider häufig erlebt ( vor allem auf Zugfahrten) das Familien mit Kindern, obwohl diese dem Kleinkindalter längst entwachsen sind, meinen Sie hätten Anspruch auf die besten Plätze.
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#3 AdamAnonym
  • 12.11.2015, 11:24h
  • Antwort auf #2 von Fanta
  • Nein wäre nicht Gerecht.

    Den man hätte sich auch vorher um eine Sitzplatz nebeneinander kümmern können.

    Und auch das Alter ist kein Rechtfertigung um nebeneinander Sitzen zu können oder es gar zu erzwingen.

    Die frage ist doch ein Flugzeug besteht nicht nur aus 5 Plätze, wo auch viele Hetero Fam. und Singles Fliegen wieso wurde da nicht versucht ein gemeinsamen Sitzplatz zu bekommen ?
    Wieso musste man versuchen das Homosexuelle paar unbedingt zutrennen ?

    Diese frage stellt keiner was ? genau da sieht man was der versuch war.....ganz klar Homophobe Diskriminierung.
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