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Diskriminierung von Regenbogenfamilie
Qantas wegen "offenkundiger Homophobie" kritisiert

Bei Qantas scheinen die Mitarbeiter Regenbogenfamilien weniger Respekt entgegenzubringen als Hetero-Paaren (Bild: flickr / Bill Wilt / by 2.0)
- 12. November 2015, 09:29h 3 Min.
Ein Zwischenfall bei der eigentlich LGBT-freundlichen Airline Qantas zeigt, wie schwer sich Konzerne noch immer mit Regenbogenfamilien tun.
Eine australische Familie wirft der Fluggesellschaft Qantas Airways "offenkundige Homophobie und Diskriminierung" vor. Das lesbische Paar, das am Montag gemeinsam mit seiner Tochter von Brisbane nach Melbourne geflogen ist, wurde eigenen Aussagen zufolge wiederholt aufgefordert, einen Platz zu räumen, damit ein älteres (heterosexuelles) Ehepaar nicht getrennt werden muss. Auf die Antwort, dass man selbst eine Familie sei, die nicht getrennt werden möchte, hätten die Airline-Mitarbeiter mit Unverständnis reagiert.
Die betroffene Australierin Kristina Antoniades hat den Vorfall später in sozialen Netzwerken geschildert und es damit in Australien in die Abendnachrichtensendungen geschafft. Kristina, ihre Partnerin Merrin und die gemeinsame Tochter Lily hätten schon am Vortag online eingecheckt, um auf dem Flug nebeneinander zu sitzen, sagte sie. Am Flughafen habe die Familie dann die erste Überraschung erwartet.
Regenbogenfamilie soll Hetero-Paar ohne Kind Platz machen

Kristina Antoniades (li.) und ihre Partnerin Merrin Hicks (Bild: Facebook)
"Kurz vor dem Boarding wurde Merrin ausgerufen, und gebeten, zum Kundenservice zu kommen", so Antoniades. "Merrin wurde informiert, dass Qantas entschieden hatte, sie in eine andere Reihe zu setzen, so dass ein verheiratetes Paar nebeneinander sitzen konnte. Sie haben nicht anerkannt, dass wir eine Familie sind und nebeneinander sitzen möchten".
Da Antoniades beharrte, die Plätze zu behalten, habe ihre Partnerin ihre ursprüngliche Bordkarte neu ausgestellt bekommen. Im Flugzeug sei sie jedoch von einer Flugbegleiterin gefragt worden, warum sie das verheiratete Paar nicht nebeneinander sitzen ließe. "Ich sagte ihr noch einmal, dass wir auf den uns zugeteilten Sitzen saßen. Sie wollte unsere Bordkarten sehen. Wir zeigten sie vor und sie fragte noch einmal. Ich sagte ihr erneut, dass Merrin meine Partnerin ist und Lily unsere Tochter", so Antoniades auf Facebook.
Nachdem Antoniades darauf hingewiesen hatte, dass ein lesbisches Paar genauso viel Rechte besitzt, zusammen zu sitzen, wie ein verheiratetes Pärchen, sei die Flugbegleiterin ohne Entschuldigung davon gegangen. Für die Familie habe der Zwischenfall mit Tränen und dem Gefühl der Erniedrigung geendet: "Es war eine schreckliche Erfahrung und es tut mir leid, dass unsere Tochter das miterleben musste", schreibt die Betroffene.
Qantas: "Unglückliches Missverständnis"
Die Fluggesellschaft selbst versucht sich in Schadensbegrenzung und entschuldigte sich bei Antoniades für den Vorfall: "Es war ein unglückliches Missverständnis, eine Verwechslung", argumentierte ein Firmensprecher. Es gehe bei diesem Vorfall nicht um sexuelle Orientierung, sondern "um die Wünsche zwei verschiedener Gruppen, darunter ein älteres Ehepaar". Die Firma habe der Regenbogenfamilie nun aus Kulanz Bonusmeilen angeboten. Der Sprecher betonte, dass bei Qantas die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen von der Firma "sehr aktiv unterstützt" werden würden.
Tatsächlich hat sich der Konzern wiederholt für LGBT-Rechte eingesetzt, etwa durch Unterstützung einer Initiative zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Australien. Außerdem hat Qantas mit Allen Joyce einen offen schwulen Vorstandsvorsitzenden. (pte/cw)
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Bleibt zu hoffen, daß sich ein solch unrühmlicher Vorfall mit arroganten Flugbegleiter(inne)n nicht noch einmal wiederholt!
Wünsche der australischen Regenbogenfamilie alles Gute und daß die drei gesund bleiben!