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Einzelkommentar zu:
Fahrtmann gegen Homo-Ehe, ADG


#8 Paulchen aus RomAnonym
  • 04.03.2005, 19:51h
  • [Zitat] (...) nach biblischem Verständnis kann kein Zweifel daran bestehen, daß jeder außereheliche Geschlechtsverkehr (...) Sünde ist. (...)

    Was für ein Schwachkopf.
    1.) Die kirchliche "Ehe"-Schließung gibt es erst seit dem Mittelalter.

    2.) (Auszug Examensarbeit von Angela Hülsenbusch, Uni Bonn, Jahr: 2000, Note: 1,0)
    Die Eheschließung im Alten Testament war eine profane Angelegenheit, sie wird an keiner Stelle als religiöser Akt beschrieben, sondern hatte eher den Charakter eines Vertrages, de facto eines Kaufvertrages, durch den der Mann die Gewalt über seine angehende Frau von deren Vater erwarb, indem er den Brautpreis zahlte. Damit erlangte er die volle Verfügungsgewalt über die Frau, und den alleinigen sexuellen Anspruch auf sie, ,,weibliche Sexualität und Reproduktionskraft erscheinen [...] als männliches Eigentum." Umgekehrt galt dieser Alleinanspruch nicht, der Mann durfte sexuelle Kontakte außerhalb seiner Ehe haben, allerdings nicht mit verheirateten Frauen, da er sonst die fremde Ehe brach. Auch durfte der Mann die Frau jederzeit aus der Ehe entlassen, indem er ihr einen Scheidebrief ausstellte (Dtn 24,1-3). Beide waren dann frei, wieder zu heiraten (wobei die Chancen für die Frau nicht allzu hoch gewesen sein dürften).
    Im Neuen Testament wird keine eigentliche Ehelehre entfaltet, es wird jedoch so selbstverständlich von der Ehe gesprochen und ihre Bilderwelt verwendet, daß die Ehe als Institution vorausgesetzt werden kann. In der Perikope, in der Jesus mit den Pharisäern über die Ehescheidung spricht, kommt seine Einstellung zur Ehe deutlich zum Ausdruck: sie ist Bestandteil der von Gott gegebenen Schöpfungsordnung und als solche grundsätzlich unauflöslich, ,,denn was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen"

    Und "Gott" hat uns nunmal einen gleichgeschlechtlichen Partner zugeteilt...
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