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Einfluss auf Wohlbefinden und Motivation

Studie: Diskriminierung verändert die Persönlichkeit


Erlebte Diskriminierung sorgt nicht nur für vorübergehende Frustationsphasen

  • 14. November 2015, 12:28h 44 2 Min.

Die Erfahrung von Benachteiligung und Ausgrenzung senkt die Aussichten auf Zufriedenheit und Erfolg, so eine Langzeitstudie der Florida State University.

Die Erfahrung von Diskriminierung, aus welchen Gründen auch immer, verändert messbar die Persönlichkeit der Betroffenen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der Florida State University in Tallahassee.

Die Wissenschaftler um die Psychologin Angelina Sutin hatten knapp 14.000 US-Amerikaner, die inzwischen 50 Jahre und älter sind, in regelmäßigen Abständen bis hin zu zehn Jahren befragt. Die Teilnehmer sollten dabei angeben, ob und wie sehr sie sich in ihrem Alltag diskriminiert fühlten. Gleichzeitig wurden fünf zentrale Persönlichkeitsmerkmale erhoben: Extraversion, Offenheit für neue Erfahrungen, Sozialverträglichkeit, emotionale Stabilität sowie Gewissenhaftigkeit.

Diskriminierung führt zu unsozialen Verhaltensweisen

Erlebte Diskriminierung, so fassen die Wissenschaftler im Fachmagazin "Developmental Psychology" ihre Ergebnisse zusammen, sorge nicht nur für vorübergehende Frustationsphasen. Vielmehr zeige die Studie, dass Benachteiligung und Ausgrenzung auch das Persönlichkeitsprofil der Betroffenen ändern.

"Die Studie zeigt, wie mit Diskriminierung, so unsichtbar sie manchmal daherkommen mag, eine Abwärtsspirale beginnen kann: Stimmung, Wohlbefinden und Motivation leiden dauerhaft – und senken die Aussichten auf Zufriedenheit und Erfolg", bringt die Wissenschaftsredaktion der Tageszeitung "Die Welt" die Ergebnisse der Untersuchung auf den Punkt.

Viele Betroffene entwickelten zudem gegenüber anderen Menschen zunehmend unsoziale Verhaltensweisen, wurden etwa aufbrausend und trotzig. Wer diskriminiert wird, verhalte sich am Ende oft so, wie es Vorurteile behaupten, so die Psychologen der Florida State University. (cw)

#1 YannickAnonym
  • 14.11.2015, 13:44h
  • Ja, dass Diskriminierung nicht ohne Folgen für die Psyche bleibt, dürfte jedem klar sein und das wurde jetzt wieder mal wissenschaftlich belegt.

    Und die Homohasser nutzen das ganz bewusst, um uns zu schaden und uns weiterhin klein zu halten und zu unterdrücken.
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#2 Julian SAnonym
  • 14.11.2015, 15:49h
  • Diskriminierung ist nicht nur undemokratisch, sondern sie schadet Menschen, ihrer Gesundheit und damit letztlich der ganzen Gesellschaft.

    Vor diesem Hintergrund ist es noch skandalöser, dass sich Union und SPD weiterhin weigern, den Diskriminierungsschutz zu verbessern.
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#3 HeinerAnonym
  • 14.11.2015, 16:16h
  • Diskriminierung treibt sogar manche Menschen in den Selbstmord.

    Dass unsere Gesellschaft und die Politik bei Diskriminierung allzu oft wegsehen, ist eine Krankheit der Gesellschaft, an der sie zugrunde gehen wird, wenn das nicht beendet wird.

    Es geht gar nicht mal darum, wer diskriminiert wird, sondern dass überhaupt diskriminiert wird.

    Jeder Politiker der da tatenlos zusieht und jeder Wähler, der solche Parteien wählt, hat Blut an seinen / ihren Händen - das werden die niemals abwachsen können.
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