Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=25061
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Deutscher Mr. Gay World tritt zurück


#19 Vater
  • 30.01.2016, 23:35h
  • Ich weiß nicht, wie sich ein derartiger Titel auf die eigene Kasse auswirkt.
    Möglicherweise kamen da Kosten auf den jungen Mann zu, die er schlussendlich nicht schultern konnte. Ich weiß es nicht. Alles Spekulation...

    Ich kann mich an dieser Stelle allerdings an ein Erlebnis in meiner Kindheit erinnern.
    Wir hatten verhältnismäßig wenig Geld, da meine Mutter ein verspätetes Studium durchzog und für mich und meine Schwester Sozialhilfe bekam.

    Ich war zu dieser Zeit Mitglied in einem (aus heutiger Sicht widerlich konservativen) Schützenverein.
    Einmal jährlich fand das normale Königsschießen statt und ebenfalls einmal im Jahr - einen Tag später- das Königsschießen für Kinder und Jugendliche.

    Ich war damals ein ziemlich guter Schütze, hatte aber von meiner Mutter das klare Verbot, am Königsschießen teilzunehmen, da der Gewinn einem finanziellen Supergau gleichkäme. Spätestens im Folgejahr marschieren dann mehrere Vereine, Spielmannszüge und Passanten zum Haus des zu verabschiedenen Schützenkönig und wollen alle auf dessen Kosten bewirtet werden...

    Und die Moral von der Geschichte?

    Oftmals entstehen in bestimmten Situationen Belastungen (finanzielle oder gesundheitliche - physisch oder psychisch), die Außenstehende weder überblicken, noch einkalkulieren können. Und Beteiligte manchmal auch nicht!

    Man steckt einfach nicht drin. Der Himmel allein weiß, was im Leben dieses Mr.-Gay-World-Titelträgers passiert ist und/oder mit den an ihn gestellten Erwartungen kollidierte.

    Was aber auch immer geschah: gerade weil wir nicht drinstecken und nicht wissen, ob oder warum ihm der Druck zu groß wurde, sollten wir uns mit Urteilen zurückhalten. Eine wie auch immer zustande gekommene unglücklich formulierte Erklärung seinerseits ändert daran nichts und ist ebenfalls kein Grund für einen Verurteilung.

    Im Zweifel IMMER für den 'Angeklagten'.

    aber hier gehört überholt niemand auf die Anklagebank.

    Wenn man nicht drinsteckt, sollte man erst recht Nachsicht üben!
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel