Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=25067
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Boris Palmer: Ohne Ehe-Öffnung kein Schwarz-Grün


#1 Sven_TAnonym
  • 20.11.2015, 08:26h
  • "Ohne einen raschen Kohleausstieg ODER einem Ende jeder Diskriminierung ..."

    1.) wäre hier ein "UND" wesentlich angebrachter als ein "ODER",

    2.) ist "Ende jeder Diskrimierung" nicht konkret genug. Bitte Butter bei die Fische: ich möchte das Wort "Ehe" im Zusammenhang mit "alternativlos" hören. Die separate-but-equal-Denker der Schwarzen [no pun intended] sind ja der Ansicht, auch mit der Lebenspartnerschaft sei eine Nichtdiskriminierung möglich,

    3.) was hat Boris Palmer als OB eigentlich für einen Einfluss? Bitte Bundespolitiker mit entsprechenden klaren Ansagen an die Union in die erste Reihe. Danke.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Michael MengesAnonym
  • 20.11.2015, 08:43h
  • Ein wenig mehr Differenzierung täte gut. Auf allen Seiten. Nicht bei jeder Kleinigkeit die Keule auszupacken, damit ist Boris Palmer weit gekommen. Auch hat er seine Überzeugungen nie verraten. Nicht alles, was man sich politisch wünscht, muss auch in ein Programm geschrieben werden. Er wollte die Grünen CDU-fein machen und dafür hat er Prügel bezogen. Disput gehört zu einer Demokratie und vor allem zu den Grünen. Alles gut, also. Was die Asylfrage angeht: Ich habe nicht die Verantwortung für eine mittelgroße Stadt, die Grüne Jugend auch nicht, deshalb hat Herr Palmer recht wenn er darauf hinweist, dass es mit einem schlichten "Wir schaffen das" nicht getan ist, zumal die Kanzlerin damit gemeint hat "Die anderen schaffen das". Im Gegensatz zur Kanzlerin reicht für Herrn Palmer die Verbreitung von Gemeinplätzen nicht aus. Von einem Bürgermeister erwartet man konkretes Handeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 CDU schafft esAnonym
#4 SebiAnonym
  • 20.11.2015, 09:29h
  • Ich habe schon mit vielen Grünen aus der Bundespolitik und verschiedenen Bundesländern gesprochen. Und alle haben mir versichert, dass es ohne Ehe-Öffnung, Volladoption und besseren Diskriminierungsschutz keine Koalition (egal ob mit SPD, CDU, oder wem auch immer) auf Bundesebene geben wird.

    Das habe ich sogar schwarz auf weiß als Brief von der Bundes-Partei.

    Und ich gehe davon aus, dass die Grünen dieses Wort auch halten werden. Aus 3 Gründen:

    1. Sie haben bei der FDP (die noch mehr Stimmen als die Grünen hatte) gesehen, was passiert, wenn man seine LGBTI-Wähler betrügt.

    2. Bei den Grünen ist der Anteil der LGBTI-Wähler noch deutlich höher als bei FDP und SPD. Wenn die eine ihrer Kern-Wählergruppen betrügen würden, wäre das für die existenzgefährdend.

    3. Die Grünen haben schon mehrfach bewiesen, dass sie Wort halten und in dieser Frage hart bleiben. In Hessen haben die Grünen z.B. die Koalition von der Gleichstellung im Landesrecht abhängig gemacht und so einen der homophobsten Unions-Verbände zum Einlenken gezwungen. Und damit haben die Grünen auch der SPD gezeigt, dass man es sehr wohl erreichen kann, wenn man es nur wirklich will - selbst mit deutlich weniger Stimmen als die SPD.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AugenwischereiAnonym
  • 20.11.2015, 09:48h
  • Boris Palmer ist für mich ein janusgesichtiger und polarisierender Politiker und ich frage mich, ob die Bündnisgrünen überhaupt noch seine Partei ist! Er will mit dieser Aussage unbedingt wieder an Boden bei uns gutmachen, aber da hat er sich geschnitten!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 godamn liberalAnonym
  • 20.11.2015, 09:58h
  • Antwort auf #2 von Michael Menges
  • "Auch hat er seine Überzeugungen nie verraten. "

    Ob das nun gut oder schlecht ist, kommt auf den INHALT der Überzeugungen an.

    "CDU-fein"?

    Was an einer BW-CDU, die sich mit schwarzbraunen Homophoben wie Beverfoerde und von Storch gemein macht, so fein sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Weshalb es fein ist, KohlearbeiterInnen in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, damit wir noch abhängiger von den reaktionären Saudis und Russen werden, auch nicht.

    Dass sogar Herr Palmer eherechtlich endlich auf dem Zivilsationsstandard von Alaska und Wyoming angekommen ist, finde ich gut.

    Jede Vorhut braucht ihre Nachhut.

    Obwohl man vor der dann immer noch auf der Hut sein muss.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#7 Julian SAnonym
  • 20.11.2015, 10:02h
  • Wir haben die beste Garantie, die man nur haben kann:
    die Grünen werden das alleine schon aus Eigennutz tun, damit ihnen nicht das gleiche Schicksal wie der FDP blüht...

    Und gerade die Bundes-Grünen haben ja auch schon mehrfach bewiesen, dass sie in dieser Frage wirklich hart bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JoonasAnonym
  • 20.11.2015, 10:29h
  • Die Grünen werden im Bund Wort halten. Aber das nicht wegen, sondern trotz Boris Palmer.

    Der hat sich immer wieder homophob verhalten, Homohasser in Schutz genommen und von uns Kompromisse verlangt.

    Dass der jetzt auf diese Linie einschwenkt, zeigt eher, dass die Grünen ihm gesagt haben, dass er mit seinen Positionen in der Partei keine Zukunft hat und wie jeder gute Opportunist, kann er für die eigene Karriere ganz schnell seine Meinung ändern...

    Aber auch dieses faule Ei ändert nichts daran, dass die Grünen in dieser Frage nicht klein beigeben werden und volle Gleichstellung (nicht nur Eheöffnung, sondern auch Volladoption, AGG ohne Ausnahmen, Rehabilitierung aller §175-Opfer, etc.) verlangen werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 userer
#10 FinnAnonym
  • 20.11.2015, 10:37h
  • Antwort auf #9 von userer
  • Nein.

    Es geht nur darum, dass alleine schon der Eigennutz der beste Garant ist, dass die auch Wort halten und dass auch Boris Palmer nicht mehr quer schießt.

    Das heißt nicht, dass die das nur aus Eigennutz machen (außer Boris Palmer vielleicht). Aber wer vielleicht skeptisch ist, kann sich alleine schon deshalb sicher sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 LaurentAnonym
  • 20.11.2015, 11:34h
  • Mehr Kretschmann und Palmer, weniger Özdemir und vor allem Roth: Dann wären die Grünen vielleicht eine Option.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 DiversityAnonym
  • 20.11.2015, 11:35h
  • Vor seiner Wahl zum OB hat Palmer versprochen, sich für ein Ende der umstrittenen und vollkommen unnützen Affenversuche einzusetzen. Kurz nach der Wahl hat er dann gesagt, die Tierversuche wären sehr wichtig für die Forschung und es wäre falsch, sie abzuschaffen...
  • Antworten » | Direktlink »
#13 David77Anonym
#14 Nein dankeAnonym
  • 20.11.2015, 12:05h
  • Auch eine "Ehe-Öffnung" würde die chauvinistische, neokonservativ-neoliberale und insgesamt reaktionäre Politik von Schwarz-Grün keinen Deut besser machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 goddamn liberalAnonym
#16 fdp-politikAnonym
  • 20.11.2015, 12:31h
  • Antwort auf #9 von userer
  • machen die grünen doch schon seit schröder/fischer - agenda 2010, völkerrechtswidrige kriege usw.

    und wenn leute, deren partei dafür gesorgt hat, dass konzerne, banken und reiche immer noch reicher werden, indem noch mehr von den arbeitnehmer_innen erwirtschafteter reichtum in gestalt öffentlicher gelder in die taschen der oberen paar % geleitet wird, jetzt in cdu-/csu-/afd-manier immer wieder die flüchtlinge für kaputtgesparte kommunen bzw. für deren "können"/"nicht können" verantwortlich machen, dann ist das widerlichst fremdenfeindlich und chauvinistisch. und all das wird nach den homophoben tönen aus derselben ecke auch mit plötzlichem ehe-öffnungs-blabla nicht besser.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#17 Divide et imperaAnonym
  • 20.11.2015, 12:57h
  • Die Strategie ist und bleibt dieselbe.

    Nur die Ungleichen und Schwächeren, die die Herrschaften zum Draufhauen und zur Ablenkung des von ihnen und ihrem Krisensystem verursachten sozialen Chaos anbieten, wechseln immer mal je nach Konjunktur.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 A R SchleckerAnonym
#19 Johanens45Anonym
  • 20.11.2015, 13:27h
  • Boris Palmer ist ein guter grüner Politiker, der Realpolitik macht, und nicht im Unterschied zu Cem Özdemir oder Claudia Roth im "Wolkenkuckucksheim" lebt.

    Er weiß beispielsweise dass die Kapazitäten bei der Flüchtlingsunterbringung derzeit erschöpft sind, und fordert so wie 215 andere NRW Bürgermeister eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen und das finde ich richtig.

    Die Grünen insgesamt sind für mich nach der FDP derzeit die zweitbeste Wahl. Sie standen auch schon einmal bei mir auf Platz 1, aber mit Forderungen wie "Veggie-Day" oder "Abschaffung des Ehegattensplittings", die insbesondere die grüne Wählerklientel selbst massiv finanziell trifft, haben die Grünen bei mir ein wenig an Zustimmung verloren.

    Bei den Grünen frage ich mich deöfteren, ob deren Bundespolitiker wie Roth, Özdemir oder auch Simone Peters überhaupt noch wissen, wer die eigene Wahlklientel ist, wenn sie das Ehegattensplitting abschaffen wollen. Das kostet massive Zustimmungspunkte bei grün denkenden Lehrern, Angestellten oder auch Beamten.

    Aber auch die aktuelle Flüchtlingsdebatte kommt bei der grünen Wählerschicht nicht so gut an, wenn dortige Bundespolitiker meinen sie müssen die Grenzen für immer offen lassen.

    Grüne Wähler finden es eher nicht so gut, wenn eine unkontrollierte Einwanderung stattfindet und keine Registrierungen erfolgen. Grüne Wähler verlangen ein Stück weit auch Sicherheit und Kontrolle und sind keine Anarchisten, die "tummeln" sich eher bei den Linken.

    Auch ist es ein Trugschluss der Grünen, wenn Sie meinen, dass die Einwanderungsgruppe in Deutschland grün wählen; das ist nicht der Fall, denn in Wahrheit tendieren diese Einwanderungsgruppen entweder zur SPD oder zur CDU, da unter der einwandernden Schicht sich viele religös konservativ teilweise orthodox-religiös denkende Menschen befinden.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 MarcAnonym
  • 20.11.2015, 13:51h

  • "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."
    Auch die SPD köderte das schwullesbische Wahlvieh mit "100% Gleichstellung nur mit uns" und ließ das Thema dann prompt fallen wie eine heiße Kartoffel.
    Palmer denkt ausschließlich strategisch, Grundsätze hat der Mann keine. Für eine Regierungsbeteiligung und einen hübschen Posten verrät der seine eigene Großmutter. Und uns erst recht.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 hugo1970Ehemaliges Profil
#22 johannes90Anonym
  • 22.11.2015, 12:12h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Ich habe Volker Beck, der sich wahrscheinlich wie kein andere Politiker in unserem Land für LGBTTIQ einsetzt, in einer Email die Frage gestellt, ob er garantieren kann, dass im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen auf Bundesebene (mit CDU/CSU) die Ehe-Öffnung sowie das gemeinschaftliche Adoptionsrecht kommen. Antwort? Keine.

    Allerdings glaube ich sowie nicht, dass es 2017 zu schwarz-grün kommen wird, sondern die Groko weiter macht und dann können wir uns das Ende der Diskriminierung sowieso abschminken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#23 Patroklos

» zurück zum Artikel