Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?25076

Geschlechtergerechte Sprache

Grüne wollen den "Gender-Star" einführen


Die diesjährige Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen findet vom 20. bis 22. November in der "Halle Messe" in Halle (Saale) statt (Bild: gruene.de (CC BY 3.0))

  • 21. November 2015, 09:48h 56 2 Min.

Die "Teilnehmer*innen" der Bundesdelegiertenkonferenz in Halle stimmen am Sonntag über einen Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache ab.

Keine Panik: Niemand soll gezwungen werden, künftig "Umerzieher*innen" oder "Zwangsbeglücker*innen" zu schreiben. Die Grünen wollen diesmal lediglich mit gutem Beispiel vorangehen, wenn sie an diesem Wochenende auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz in Halle vermutlich den "Gender-Star" in allen Parteidokumenten einführen.

Den Antrag (PDF), über den am Sonntagvormittag abgestimmt wird, hat der Bundesvorstand selbst eingebracht: "Bündnis 90/Die Grünen verwenden geschlechtergerechte Sprache, weil Sprache durch ihren großen Einfluss auf unser Denken und unsere Wahrnehmung die Gesellschaft mit formt", heißt es darin. "Wer nur von 'Ärzten', 'Anwälten' und 'Experten' spricht, fördert indirekt die Vorstellung, nur Männer seien gemeint. Das kann in Perzeptionsstudien nachgewiesen werden. Mit einer solchen Sprachwahl wird entsprechend auch das Denken über Geschlechter nachhaltig bestimmt."

Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle sichtbar machen

Bislang war in den grünen Veröffentlichungen meist von "Bürgerinnen und Bürgern" die Rede, künftig soll es jedoch "Bürger*innen" heißen. "Durch den Gender-Star werden […] Menschen mit einbezogen, die sich nicht in ein binäres System der Geschlechter einordnen können oder wollen und es wird (Selbst-)Definitionen Raum gegeben", heißt es in der Antragsbegründung des Bundesvorstands. "Transsexuelle, transgender und intersexuelle Personen werden so nicht mehr unsichtbar gemacht und diskriminiert."

Während sich die "Bild-Zeitung" bereits auf Kosten von LGBT über den "Gender-Star" lustig macht, hat das Gendern selbst im Leitfaden des Grünen-Vorstands einige Grenzen: "Wir gendern grundsätzlich in allen Wörtern, jedoch nicht zweimal in einem Wort (Verbraucherschützer*innen statt Verbraucher*innenschützer*innen)." (mize)

Umfrage zum Artikel

» Was hältst du vom Gender-Star?
    Ergebnis der Umfrage vom 21.11.2015 bis 04.01.2016
-w-

#1 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 21.11.2015, 10:55h
  • Die Grünen zeigen es wieder einmal, das sie für und nicht gegen Fortschritt sind!!!
    Die Wahlen zeigen es immer wieder, das viele Menschen Angst vor dem Fortschritt haben, sonst würden die Grünen mehr Stimmen kriegen.
  • Direktlink »
#2 GeorgGAnonym
  • 21.11.2015, 12:09h
  • Dieser sogenannte "Gender-Star" ist genau so überflüssig wie die Grünen selbst. Ich selbst werde mir jedenfalls nicht vorschreiben lassen, wie ich zu schreiben habe. In Zeiten, in denen der Terrorismus, die Wirtschaftskrise und die Migrationsbewegungen die Menschen beunruhigen, haben die Grünen nichts anderes zu tun, als über Gender zu grübeln und mit immer neuen Vorschlägen ihre Mitmenschen zu nerven. Es ist zu hoffen, dass nicht bestimmte links/grün regierte Kommunen diesen Vorschlag auch noch mit Steuergelden unterstützen.
  • Direktlink »
#3 Timbercom
  • 21.11.2015, 12:11hHamburg
  • Wird sich dann auch das absolut frauenfeindliche "Terroristen" zu "Terrorist*innen" wandeln? Oder heißt das künftig - analog zu Studierenden - dann eher "Terrorisierende" ?

    Und was ist mit dem in den letzten Tagen oft gehörten "Hintermännern" ? Wie gendert man die korrekt? "Hintermänner*innen" oder doch lieber "Hinterfrauen-, -trans und männer" ?
  • Direktlink »