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NDR macht Rückzieher
Xavier Naidoo fährt nicht zum ESC nach Stockholm

Die "Wucht der Reaktionen" hat den NDR überrascht: Xavier Naidoo bekommt kein Ticket nach Schweden
- 21. November 2015, 13:32h 2 Min.
Die heftige Kritik hat Wirkung gezeigt: Der NDR lässt den umstrittenen Sänger nun doch nicht für Deutschland antreten.
Xavier Naidoo wird im kommenden Jahr nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm für Deutschland singen. Der NDR hat am Samstag seinen entsprechenden Vorschlag zurückgezogen.
"Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist. Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht", erklärte Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator und Leiter des Programmbereichs Fiktion und Unterhaltung im NDR, in einer kurzen Stellungnahme. "Wir haben das falsch eingeschätzt."
Diskussion um Naidoo könne ESC "ernsthaft schaden"
Der Eurovision Song Contest sei "ein fröhliches Event, bei dem die Musik und die Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen sollen", meinte Schreiber weiter. "Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden. Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten."
Der NDR wolle nun "so schnell wie möglich" entscheiden, wie der deutsche Beitrag für den ESC in Stockholm gefunden wird.
Der Rückzieher kommt nur zwei Tage nach der Ankündigung des Senders, Xavier Naidoo im kommenden Jahr für die Bundesrepublik ins Rennen zu schicken. Die deutschen Zuschauer sollten in der ARD-Livesendung "Unser Song für Xavier" am 18. Februar 2016 um 20.15 Uhr nur noch darüber entscheiden, mit welchem von sechs vorgestellten Liedern der 44-Jährige antreten wird (queer.de berichtete).
Unter anderem aufgrund der Nähe Naidoos zu den rechtsextremen Reichsbürgern und einem homophoben Liedtext hatte dies für eine Welle der Empörung nicht nur bei ESC-Fans gesorgt. Auch ein Bekenntnis Naidoos zu einem "bunten Deutschland" am Freitag konnte die Stimmung nicht wenden (queer.de berichtete).













