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Für Tyson Fury ist Homosexualität einer der Gründe für den anstehenden Weltuntergang

Am Samstag konnte der britische Boxer Wladimir Klitschko entthronen – nun warnt ein führender Politiker, dass die Homophobie des neuen Weltmeisters jungen Schwulen das Leben kosten kann.

Völlig überraschend hat am Wochenende Tyson Fury in Düsseldorf den seit einem Jahrzehnt ungeschlagenen Wladimir Klitschko besiegt – doch in seinem Heimatland Großbritannien freut sich nicht jeder über den Erfolg des 27-Jährigen. Der schwule Abgeordnete Chris Bryant erklärte am Sonntag via Twitter: "Ich feiere Tyson Furys Sieg nicht. Sein aggressiver Stil von schmutziger Homophobie führt dazu, dass sich junge Homosexuelle das Leben nehmen", so der walisische Labour-Politiker.

Bereits mehrfach hatte sich Fury homosexuellenfeindlich geäußert, zuletzt in Interviews mit der Zeitung "Mail on Sunday". So verglich der neue Weltmeister der Verbände WBA, IBF und WBO Anfang des Monats Homosexualität mit Pädophilie und erklärte, dass Homosexualität einer der Gründe für den anstehenden Weltuntergang sei.

Legalisierung von Homosexualität ist "verrückt"

Wörtlich sagte er: "Es gibt nur drei Dinge, die erfüllt werden müssen, bis der Teufel nach Hause kommt: Eines davon ist, dass Homosexualität legal wird, eines ist Abtreibung und das dritte ist Pädophilie. Wer hätten denn in den Fünfzigern und Sechzigern gedacht, dass zwei von diesen Dingen legalisiert werden?". Zwar klinge es heute "verrückt", dass nun auch Pädophilie legalisiert werden, so Fury weiter. "Aber in den Fünfzigern und Anfang der Sechziger hätte man es für verrückt gehalten, wenn die anderen beiden Dinge legalisiert werden."

Als Ursprung seiner Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben nannte er seine christlichen Grundüberzeugungen: "Mein Glaube und meine Kultur basieren auf der Bibel", so Fury. Die Heilige Schrift sage ihm auch, dass das Ende nahe sei – er gebe der Erde nur noch "ein paar Jahre" bis zum Weltuntergang.

Bereits 2013 war Fury wegen homophober Äußerungen vom britischen Boxverband zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Pfund (4.300 Euro) verurteilt worden, weil er zwei Boxer auf Twitter als "schwule Liebhaber" bezeichnet hatte. Im selben Jahr hatte er auch seine Kollegen Lennox Lewis und Wladimir Klitschko den Titel "100 Prozent homosexuell" verliehen – und das natürlich nicht als Kompliment gemeint.

Der WM-Kampf zwischen Klitschko und Fury erreichte am späten Samstagabend bei RTL 8,91 Millionen Zuschauer – und war damit in Deutschland mit Abstand die meist gesehene Sendung des Tages. (dk)

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#1 ollinaie
  • 30.11.2015, 15:47hSeligenstadt
  • >>Die Heilige Schrift sage ihm auch, dass das Ende nahe sei er gebe der Erde nur noch "ein paar Jahre" bis zum Weltuntergang.<<

    Da bedaure ich fast, das nichts der gleichen passieren wird, dann müsste ich diese durchgeknallten Dumpfbacken nicht länger ertragen!
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#2 SebiAnonym
  • 30.11.2015, 15:56h
  • Ich wusste immer schon, dass es nicht gut fürs Gehirn sein kann, dauernd Schläge gegen den Kopf zu bekommen...
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#3 FelixAnonym
  • 30.11.2015, 16:48h
  • "Mein Glaube und meine Kultur basieren auf der Bibel"

    Würde sein Glaube ihm mal lieber körperliche Gewalt verbieten, statt gegen Liebe zu hetzen.
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