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Kommentare zu:
Deutsche Aids-Hilfe begrüßt Aktion "Wir machen's ohne"


#71 TheDadProfil
  • 01.12.2015, 14:26hHannover
  • Antwort auf #63 von wiking77
  • ""Gefährlich ist es schon, wenn die Message, gerade bei Jungen ankommen: "Fickt ohne Gummi, ist ja heute durch eine Pille behandelbar, wenn ihr Euch evtl. doch angesteckt habt!""..

    Sehr interessant was dabei herauskommt, wenn Leute wie Du die Botschaft interpretieren :

    Wer unter einer HIV-Therapie steht, und dadurch die Virus-Last unterhalb der Nachweisgrenze liegt, betreibt SaferSex auch ohne Kondom..

    Noch einmal :
    Es richtet sich an eine ganz bestimmte Zielgruppe..

    ""Ich denke jeder soll seine Sexualität, seine Geilheit ausleben, aber mit Gummi zu ficken ist einfach immer noch die sicherste Möglichkeit sorgenfrei und auch diskriminierungsfrei(!) zu Ficken.""..

    Das "Sorgenfrei" ist hier dann die Umschreibung für kommunikationsfreie Interaktion mit dem Gegenüber !

    Diskriminierungsfrei ist dabei allerdings keiner der Kommentare, die weiterhin in ihren Subtexten behaupten, HIV+ würden sämtlich die Verantwortung tragen müssen, damit sich Herr "Wiking77" nicht mit der Thematik beschäftigen muß !

    Denn diese Verantwortung ENDET bei der Nutzung eines Kondomes dann auch schon wieder..

    Andere gehen hier noch weiter, und lehnen jeglichen Körperkontakt mit einem HIV+Menschen einfach ab..
    Diese "interne homophobie", dieses internaliesierte HIV+Bashing ist ein negatives Sozialisations-Ergebnis, das an dieser Stelle überhaupt nichts zu suchen hat !
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#72 wiking77
  • 01.12.2015, 14:31h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • ja das mag sein, aber sendet es nicht dennoch ein falsches Signal an sexuell aktive Menschen, die dann nur hören: eh kein Problem, machen wa ne Therapie .... Klar, steht jeder in eigener Verantwortung. Was ist aber, wenn ein HIV-negativer nur hört, "bin nicht ansteckend, ficken wir blank..." Dann müsste er genauer nachfragen. Tut er dass, wenn seine Rute schon steif ist und loslegen will? Ne da ist es doch besser, wenn beide sich einen Gummi drüberziehen.
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#73 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 01.12.2015, 14:37h
  • Diese Aktion sprich aufgeklärte und selbstbewusste schwule Männer an.
    Für Schrankschwestern, für oberflächliche Leute, die sich Ihre Meinungen aus Schlagzeilen und Gerüchten zusammensetzen, kann so eine Überschrift "Wir machen's ohne - Safer Sex durch HIV-Therapie" falsche Hoffnungen schüren oder zu Fehlinterpretationen führen.
  • Antworten » | Direktlink »
#74 TheDadProfil
  • 01.12.2015, 15:16hHannover
  • Antwort auf #72 von wiking77
  • ""ja das mag sein, aber sendet es nicht dennoch ein falsches Signal an sexuell aktive Menschen,""..

    Ja, was denn nun ?
    Zustimmung, oder das Beharren auf der eigenen, und dennoch falschen Position ?

    Nein, sendet es nicht..

    McDonalds-Werbung geht an mir als Mensch der Essen muß, auch vorbei, da können die noch so viel Gesundheits-Washing betreiben, und Veggie-Produkte anbieten..

    Die Safer-Sex-Kampagnen werden dadurch NICHT "behindert", sie werden NICHT ersetzt, sie werden NICHT konterkariert, weil sich diese Kampagne an eine völlig andere Zielgruppe richtet..

    ""die dann nur hören: eh kein Problem, machen wa ne Therapie ....""..

    Du verstehst IMMER noch nicht den Inhalt, und IMMER noch nicht den Sinn der Kampagne, der sich NICHT an eine "Masse" von HIV-Negativen Menschen richtet, um denen zu vermitteln, sich in "Sorglosigkeit" zu wälzen, sondern an die Positiven und ihre Partner oder auch Sex-Dates die Botschaft vermitteln soll, das mit der Therapie ein EBENSO guter Schutz besteht, wie mit einem Kondom..

    ""Dann müsste er genauer nachfragen.""..

    Ja, genau..
    Rede doch mal mit dem zukünftigem Sex-Partner über Bedürfnisse, Prävention und Schutz, über Praktiken und Fetische..
    Und das Ganze möglichst BEVOR man in der Kiste landet, oder im Gebüsch..

    Das alleine würde schon wenigstens die Hälfte aller Infektionen verhindern helfen..

    ""Tut er dass, wenn seine Rute schon steif ist und loslegen will?""..

    Wenn die Latte nur für 5 Minuten taugt, und dann noch die Denk-Funktion übernimmt, kann man sich sicher grade noch das Gummi überstülpen..
    Die Kampagne richtet sich an Menschen die über ihr Sexleben auch reflektiert nachdenken..
    Aber hier wird einmal mehr nur unterstellt, das alles nur hopp-hopp gehen muß, und alle sich in ONS und anonymen Kurzzeit-Angelegenheiten wiederfänden..
    Ablenkende Szenarien gepaart mit überkommenen Vorurteilen um von Inhalt der Thematik abzulenken..
    Weder hilfreich noch irgendwie logisch nachvollziehbar..

    ""Ne da ist es doch besser, wenn beide sich einen Gummi drüberziehen.""..

    Welchen Sinn macht das für einen Passiven ?
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#75 wiking77
  • 01.12.2015, 15:49h
  • Antwort auf #74 von TheDad
  • hm... diesmal kann ich Deine Argumentation nachvollziehen. Ich kann im Wesentlichen auch nichts einwenden.

    Doch finde ich es dennoch nicht o. k. damit verharmlosend auf die Gefahr von HIV und AIDS abgelenkt wird. Wenn dies sachlich wirklich richtig ist so denke ich ist das Hauptsächlich ein Gespräch zwischen Arzt mit Patient und Partner im ärztlichen Kabinett. Ich kann mich schwerlich von der Vorstellung trennen, dass dies kein falsches Signal aussendet, wenn es heißt durch ne Therapie kann jeder risikofrei mit einem HIV Positiven poppen.

    Außerdem habe ich bedenken, dass im Eifer des Gefechts vorher "klärende Gespräche" geführt werden.

    In weiten Teilen kann ich jedoch die Nachvollziehbarkeit Deiner Argumentation nicht absprechen.
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#76 wiking77
#77 Rosa SoliAnonym
  • 01.12.2015, 17:23h
  • Antwort auf #76 von wiking77
  • Ich verstehe den Artikel in der Süddeutschen aber so, dass es eben mit der einen Botschaft "Nutzt Kondome" nicht mehr getan ist, sondern das gesamte Schutzrepertoire bekannter gemacht werden muss, also etwa auch Schutz durch Therapie oder die PrEP.
    Der Artikel ist ein Plädoyer dafür, alle verfügbaren Möglichkeiten einzusetzen. Er stützt damit das Vorhaben dieser neuen FB-Gruppe "Schutz durch Therapie".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#78 AnthrazitProfil
  • 01.12.2015, 18:13hAlfter
  • Antwort auf #75 von wiking77
  • Wer verharmlost denn irgendetwas?

    Daß eine sauber durchgeführte und somit auch kontrollierte Therapie die Viruslast unter die Nachweisgrenze der sehr empfindlichen Testverfahren senken kann ist zweifelsfrei erwiesen. Daß dabei das Risiko einer Übertragung des Erregers erheblich verringert wird ist zweifelsfrei erwiesen. Und zwar durch Studien abgesichert um rund 96 %.

    www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1105243#t=article

    Auf der Webseite der DAH zum Thema Schutz durch Therapie werden die Bedingungen, die Begleitumstände und Risiken dieser Methode zur AIDS-Prävention umfassend und allgemeinverständlich vorgestellt.

    Dort heißt es gerade nicht "durch ne Therapie kann jeder risikofrei mit einem HIV Positiven poppen". Tatsächlich heißt es dort:

    "Ob ein entsprechendes Vertrauensverhältnis besteht, muss jeder Mensch im Einzelfall für sich entscheiden. Bei flüchtigen sexuellen Begegnungen ist das sicher meist schwierig, bei engeren Bindungen ist es eher möglich. Wir empfehlen, bei Unsicherheiten Kondome zu verwenden. Auf das Kondom verzichten sollten Paare nur, wenn beide gut informiert sind und sich mit der gemeinsamen Entscheidung wohl fühlen."

    Womit das mit dem gefechtsmäßigen Eifer wohl auch geklärt ist.
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#79 TheDadProfil
  • 01.12.2015, 18:50hHannover
  • Antwort auf #75 von wiking77
  • ""Wenn dies sachlich wirklich richtig ist so denke ich ist das Hauptsächlich ein Gespräch zwischen Arzt mit Patient und Partner im ärztlichen Kabinett.""..

    Welchen Grund gibt es dafür wissenschaftliche Erkenntnisse und neuere Behandlungsmethoden vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen, und so die Bildung von Wissen über Gesundheitsfragen in der Bevölkerung zu verhindern ?

    ""Ich kann mich schwerlich von der Vorstellung trennen, dass dies kein falsches Signal aussendet, wenn es heißt durch ne Therapie kann jeder risikofrei mit einem HIV Positiven poppen.""..

    Das dürfte tendenziell mit der Tatsache verknüpft sein, das bei Dir die Vorstellung vorherrscht, es sei "gefährlich" mit HIV+ Menschen Kontakte zu haben..

    Ich unterstelle da mal, dass Du dich mit dem Wissen um eine vorliegende Infektion schlicht dem Sex verweigern würdest, selbst wenn die Nutzung eines Kondomes obligate Voraussetzung darstellte..

    Dort regiert eine durch Unwissen generierte Phobie die Handlungsweise..

    ""Außerdem habe ich bedenken, dass im Eifer des Gefechts vorher "klärende Gespräche" geführt werden.""..

    Typisches Merkmal von Menschen die ihre eigene Geilheit nicht unter Kontrolle halten können, und denen die Klärung eigener Bedürfnisse mit dem Gegenüber, sowie deren Bedürfnisse nicht sehr wichtig erscheinen..

    Hopp-Hopp-Sex ist Dein Ding..
    Bloß nicht zu sehr ins Detail gehen..
    Könnt sonst noch sein, dass man dem Traum-Prinzen begegnet, dem man sich durch Vermeidung von Kommunikation schlicht verweigert..
    Die perfekte Form einer Art "Anleitung zum Unglücklich sein"..
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#80 Harry1972Profil
  • 01.12.2015, 20:07hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #73 von schwarzerkater
  • Um so wichtiger, daß darüber gesprochen wird und immer wieder die Fakten genannt werden, die nicht erst seit heute bekannt sind.

    Vor mehr als einem Jahr habe ich mit einem Kerl gechattet, mit dem ich vielleicht spontan etwas sportgefickt hätte, wenn er in Natura auch so ansprechend wäre. Der hat mir direkt erzählt, daß er gerne ohne Gummi fickt und nicht ansteckend sei, da unter Therapie.
    Da habe ich direkt gemerkt, daß die Variante Mindestens ebenso sicher ist, wie die Kondomvariante. Es klingt einfach glaubhaft.
    Das Virus wird in Schach gehalten, was dazu führt, daß diese Sexpartner für mich auch subjektiv Sicherheit bieten, da sie regelmäßig zum Arzt gehen.
    Im Gegenteil stelle ich bei dem Szenario im Moment das größere Risiko dar, da ich nur zum Arzt gehe, wenn eine Generalüberholung ansteht oder ich arge Probleme habe.
    Ich könnte also eine symptomlose Geschlechtskrankheit mit mir rumschleppen, der andere wird regelmäßiger getestet.

    Wir müssen eben immer wieder mit diesen Leuten reden, die ungerechtfertigte Vorbehalte äussern. Geht offensichtlich ja nicht anders.
    Mir bereiten eher die Leute Sorgen, die sich erkenntnisresistent zeigen und dieselben Vorbehalte immer wieder und teils modifiziert vorbringen. Da vermute ich dann immer irgendein Kalkül dahinter, was sich allzuoft auch als solches herausstellt.
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