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Kommentare zu:
Starker Syphilis-Anstieg unter Schwulen


#1 YannickAnonym
#3 GesundheitscheckAnonym
#4 icedragonAnonym
#5 Keine DebatteAnonym
#6 StretchingmasterProfil
  • 08.12.2015, 16:20hEssen / Holsterhausen
  • Es ist erschreckend wie schnell Aids, Syphilis und andere Geschlechtskrankheiten vergessen werden. Diese neue Debatte von wegen "Wir machen's ohne" finde ich Unverantwortlich.

    Mir ist aufgefallen, das in vielen Profilen bei dem Punkt: "Safer Sex" immer häufiger das Wort "niemals" dahinter steht.
    Sind diese Leute Lebensmüde oder nur bescheuert?

    Wie kann man nur für ein paar Minuten schönes Gefühl sein ganzes Leben aufs Spiel setzen...

    Schönen Tag noch
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#7 GeorgGAnonym
  • 08.12.2015, 16:28h
  • Im Mittelalter ging es unter Heteros genau so lustig zu wie heute unter Schwulen. Als dann Columbus Amerika entdeckt hatte, wurde von dort die Syphilis eingeschleppt. Bald war Schluß mit lustig! Die Kirche zog die Daumenschrauben an, die Badehäuser wurden geschlossen und eine strenge Moral hielt Einkehr. Das war die einzige Methode, um sich vor dieser Krankheit zu schützen, denn es gab ja noch keine Antibiotika.
    Heute haben wir das Problem, dass Antibiotika von fast allen Hausärzten viel zu schnell verschrieben werden, so dass schon viele Männer (und Frauen) resistent gegen diese Medizin sind. Es wird die Zeit kommen, dass diese Medikamente nicht mehr helfen, sondern nur noch eine Änderung des Sexualverhaltens.
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#8 LindchenAnonym
#9 niccinicciAnonym
  • 08.12.2015, 17:26h
  • klar, das da die moralapostel wieder zuschlagen.
    1. ist der letzte absatz überflüssig, weil spätestens das zweite stadium immer entdeckt wird. den ausschlag kann niemand übersehen. zweitens kann man es sich ganz locker durch oralverkehr (schleimhaut an schleimhaut oder sperma im mund) einfangen.
    drittens ist und bleibt sex ohne kondom einfach viel geiler und spontaner. dank antibiotika ist syphillis kein problem mehr heute.
    so einfach ist das. aber am sichersten ist immer noch im ganzkörperkondom im bett liegen bleiben.
    lasst doch einfach zwei menschen alleine entscheiden, mit all dem spass und risiko.
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#10 PfoteAnonym
#11 Jochen2Anonym
  • 08.12.2015, 17:48h
  • kriegt man das auch als anal aktiver mit gummi und m**l-ficker? ich bin ja nicht ganz schwul.
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#12 resistentAnonym
  • 08.12.2015, 18:03h
  • Antwort auf #7 von GeorgG
  • Ich wusste gar nicht, dass Maenner und Frauen resistent gegen Antibiotika werden. Ich dachte immer, dass Bakterien Resistenzen dagegen entwickeln. Und diese resistenten Bakterien dann von Mensch zu Mensch wandern und sich verbreiten. (Gut, macht der Mensch, zum Leidwesen der Natur, wohl auch.... (das Verbreiten, mein' ich) :-/ )
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#13 KRankenkasseAnonym
  • 08.12.2015, 18:09h
  • Antwort auf #9 von niccinicci

  • Wenn du die Medikamente selbst zahlst, mach' was du willst. Ansonsten halt dich an die Regeln und hör auf die aus deinem Verhalten resultierenden Schäden der Allgemeinheit aufzubürden. Ich habe keinen Bock für deine geschlechtskrankheiten höhere Kassenbeitröge zu zahlen. Und des Weiteren keine Lust, wegen Leuten wie dir immer und immer wieder in einen Topf mit potentiellen Virenverteilern geworfen zu werden. Deine Attitüde kotzt mich an, wegen Leuten wie dir werden Schwule ausgegrenzt...
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#14 KRankenkasseAnonym
  • 08.12.2015, 18:15h
  • Antwort auf #10 von Pfote

  • Georg hat absolut recht, eines Tages werden Leute wie du da stehen und nicht mehr behandelt werden können, aufgrund der ganzen Resistenzen. Hier zu die kirchliche Moral aus der Mottenkiste zu kramen und zur Verteidigung einzusetzen ist nicht nur peinlich und billig, sondern auch erschreckend. Zusammengefasst könnte man sagen lautet die Aussage: Ich darf ficken wie ich will, weil die Kirche früher mal böse war - oder es heute immer noch ist. Aussagen wie diese sind der Sargnagel der Akzeptanz anderer Lebensformen jenseits der Heterosexualität - und im Grunde ist das was hier gesagt wird die Ankündigung akuter Fremdgefährdung, aus ganz Egomanen gründen. Ich könnte kotzen
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#15 AachenAnonym
#16 KralleProfil
#17 FarbenspielAnonym
  • 08.12.2015, 19:15h
  • Das sind äußerst beängistigende Zahlen, welche da das Robert-Koch-Institut vorgelegt hat! Unter den "risikoreicheren Sexualpraktiken", welche genannt werden, dürfte Bareback als Infektionsgrund wohl weit vorne sein!

    Syphilis, auch unter den Begriffen harter Schanker, Lues und Franzosenkrankheit geführt, war früher genauso unheilbar wie das mit AIDS heute ja leider noch ist. Was die Behandlung angeht, so steht - wie in diesem Artikel auch - Penicillin im Mittelpunkt, aber es gibt noch andere Antibiotika, falls nämlich der Patient auf Penicillin allergisch reagiert:

    www.meine-gesundheit.de/syphilis/syphilis-behandeln

    Und da auch viel über den Schutz vor Syphilis diskutiert wird:

    www.machsmit.de/sexuell_uebertragbare_infektionen/sti_uebers
    icht/syphillis/index.php


    Wichtig ist jedoch, daß diese Regeln eingehalten werden und vor allem: HYGIENE ist das OBERSTE Gebot!
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#18 PfoteAnonym
  • 08.12.2015, 19:35h
  • Antwort auf #16 von Kralle
  • Natürlich nicht. Es besser in Worte zu fassen hätte eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Fakten bedeutet und nicht das einseitige Propagieren schwulen Selbsthasses.

    Ich hoffe inständig, dass ihr keinen Alkohol trinkt, nicht raucht und Fahrradhelme tragt. Ich habe nämlich keine Lust, für die Spätfolgen dieses Verhaltens aufzukommen.

    Natürlich macht es Simn, sich bestmöglich zu schützen. Es ist nur vollkommen schwachsinnig, Antibiotikaresistenzen auf den Einsatz gegen STDs zurückzuführen.
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#19 resistentAnonym
  • 08.12.2015, 20:13h
  • Antwort auf #10 von Pfote
  • Eine Antwort, nicht nur an Dich, Pfote, sondern an ALLE, die GLAUBEN, die moderne Medizin wuerde fuer alles eine Pille bereithalten:

    Es ist eine erwiesene Tatsache, dass Anitbiotikaresistenzen durch uebermaessige oder falsche Anwendung, sowohl in der Tiermast, als auch beim Menschen auftreten (das betrifft die voellig sinnfreie Anwendung in Faellen, bei denen A. gar nicht wirken, wie z.B. einer banalen Erkaeltung (wird meist durch Viren verursacht), oder, selbst erlebt, als "Prophylaxe" einer (Nasen)Nebenhoehlenentzuendung infolge eine Erkaeltung); gleichermassen entstehen Resistenzen AUCH in Faellen, bei denen Menschen Antibiotika nehmen muessen, dies aber nicht konsequent und lange genug ("aber mir geht's doch wieder gut"; Bakterien sind aber immer noch da, und treten, wenn das A. abgesetzt wird, sofort wieder und oft auch "gestaerkt" wieder auf). Soweit hast Du (auch) Recht.

    Es treten aber AUCH Resistenzen infolge natuerlicher Anpassungsvorgaenge auf (Evolution durch genetische Variationen; "gute" genetische Varianten, die eine Resistenz gegen A. ermoeglichen, setzen sich logischerweise durch).
    Und je mehr A. eingesetzt werden (sowohl durch verantwortungslos handelnde Aerzte, als auch wegen hemmungslos und unreflektiert durch die Gegend poppenden Menschen, die sich "etwas eingefangen haben") desto mehr Gelegenheiten gibt es, dass Bakterien sich durch nat. Evolution and A. anpassen koennen. So einfach kann es sein. Da braucht es nicht gar nicht mal irgendwelche (verstaubten) Moralvorstellungen einer nicht mehr zeitgemaessen "Institution", da reicht der normale, gesunde Menschenverstand.
    Ich will damit jetzt nicht sagen, dass man es wie die Vulkanier machen soll (Emotionen unterdruecken, pon far....), aber wer im Vertrauen auf die Medizin und die sog. Solidargemeinschaft (wie lange mag es die noch geben? FDP laesst gruessen, SPD zeigt ja auch schon Ansaetze, Kapitalorientiert zu denken und regieren, Union sowieso) so handelt, handelt voellig verantwortungslos und dumm sich selbst und der Gemeinschaft gegenueber!
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#20 Rosa SoliAnonym
  • 08.12.2015, 20:37h
  • Antwort auf #14 von KRankenkasse
  • Was soll denn an einer Geschlechtskrankheit so besonders sein, außer eben der Übertragungsweg? Wir sind ständig von Krankheitserregern umgeben und fangen uns regelmäßig Bakterien ein. Um die eitrige Mandelentzündung macht man kein Gewese. Ist es aber ein Tripper und die Bakterien besiedeln die Harnröhre, dann ist auf einmal alles anders. Dabei ist es dem Antibiotikum ziemlich egal, ob es Bakterien im Rachen oder in der Harnröhre bekämpfen soll. Die moralische Aufladung spricht doch für sich.

    Ich fänd es viel wichtiger, das man offen über Geschlechtskrankheiten spricht, sie enttabuisiert, Risiken kennt - und dann trauen sich Leute auch zum Arzt, anstatt vor lauter Scham so eine Sache zu verschleppen.
    Sich regelmäßig testen zu lassen und als sexuell aktiver Mann solche Angebote zu nutzen, erscheint mir ebenfalls sehr sinnvoll.

    Moralische Zuweisungen finde ich eher kontraproduktiv. Denn eines ist sicher: Gefickt wird immer, ob die kath. Kirche das will oder nicht.
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#21 hugo1970Ehemaliges Profil
#22 seb1983
  • 08.12.2015, 23:05h
  • Antwort auf #20 von Rosa Soli
  • Wenn ich jemandem sage er soll einen Schal anziehen und nicht den ganzen Tag in nassen Klamotten rumzulaufen ist es auch kein Ding.

    Wenn aber jemand n Gummi über seinen kleinen Freund ziehen soll und drüber nachdenken wo er ihn so überall reinsteckt ist das Geschrei ja auch groß?

    Für mich persönlich war Vorsorge da immer besser als Nachsorge. Die pöse Pharmaindustrie hat an mir schon lange keinen Cent mehr verdient und kann sich über die Packung Paracetamol freuen die ich alle Jubeljahre kaufe.
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#23 giliatt 2Anonym
  • 08.12.2015, 23:36h
  • Da haben wir den Salat und keine Gabel: Die Aidshilfe gibt "Sex ohne Gummi" frei und vergisst dabei, dass es noch anderer sexuell übertragbare Krankheiten gibt, nämlich die "traditionellen" Geschlechtskrankheiten.
    Wie lautete in Vor-Aids-Zeiten noch der Spruch?

    "Hast Du Tripper, Syph und Schanker, bist Du wirklich noch kein Kranker. Erst wenn die Pfeife brennt und zischt, kannst Du sagen, Dich hat`s erwischt." Fast poetisch der Reim.

    Syphilis - der AFFE unter den Krankheiten - ist hochinfektiös, kann auch ohne Ficken übertragen werden. Beispielsweise wenn man aus der selben Flasche trinkt oder das selbe Handtuch benutzt via Schmierinfektion. Aidserreger oder Tripper-Gonokokken wären da längst tot, Syphiliserreger mitnichten. Dabei kommt es aber auf das STADIUM an, von denen es 3 gibt.
    LUES 1 ist leicht zu behandeln mit einem Antibiotikum, wie der Tripper.
    LUES 2, die fortschreitende Erkrankung, ist noch ebenso antibiotisch behandelbar, doch verschwinden die Symptome auch ohne Behandlung, wonach die Krankheit nach vielen Jahren in das Stadium 3 übergeht.
    LUES 3: Der AFFE erzeugt zahllose diffuse Krankheitsbilder. Behandelbar wohl, doch nun nicht mehr heilbar. Der Erreger zerbröselt die Knorpel- und Knochnesubstanz, so dass der Patient eine Sattelnase bekommt, eine Himmelfahrtsnase, wo das Nasenbein in der Mitte bogenförmig durchhängt mangels knöchernen Supports. Der gesamte Körper ist betroffen. Das Rückenmark wird zersetzt. Man spricht von "tabes dorsalis". Im Erscheinungsbild humpelt der Patient mit unkontrolliert schnipsenden Bewegungen. Eingebunden in spontane Eiterbeulen verreckt er maximal nach 30 Jahren nach der Erstinfektion, wie Heinrich Heine in seiner Matratzengruft beispielsweise.

    Laut Bericht hier auf queer.de feierte die Syphilis freudige Urständ insbesondere beim Geschlechtsverkehr zwischen Männern, die in Großstädten leben.
    So what?

    Der alte GUMMI muss wieder her.
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#24 KrankeHomoweltAnonym
  • 09.12.2015, 01:27h
  • Antwort auf #20 von Rosa Soli
  • Mädel, denk mal drüber nach was du da schreibst.
    Gegen Bakterien im Bus, im Büro etc. kann man sich - sofern man am Leben teilnimmt und z.B. arbeitet - nur schwer schützen, und JA, da fängt man sich auch mal was.
    Gergen Geschlechtskrankheiten kann man hingegen sehr wohl etwas, nicht alles, aber vieles tun!
    Niemand muss sagen 'Huch, ich war feiern, gegen den bösen Tripper der da umschwirrte war ich völlig machtlos!'
    Ich bin es Leid immer wieder von gutmeinenden Menschen aufgeklärt und belagert zu werden. Ich nehme die Umwelt um mich herum wahr, und da sind leider viele geisteskranke Menschen unterwegs, denen ihre eigene Gesundheit - und auch die der anderen - total scheissegal ist. Und für die STD's dazugehören wie die Zigarette danach. In vielen Kreisen sind inzwischen fast alle positiv, und somit Läden wie das Berliner Berghain nichts anderes als HIV-Ambulanzen - verbunden mit der expliziten Weigerung der Leute dort Safe Sex zu praktizieren, verantwortungsvolle Menschen werden da als Spießer und 'Negative' verhöhnt und selbstverständlich abgewiesen, man möchte ja unter sich bleiben - oder dass die anderen die eigenen Regeln mitspielen.
    Die einzige Scham die ich da feststelle ist die vor der Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit, frei nach dem Motto Ficken bis der Arzt kommt...
    Mein Verständnis ist erschöpft, ich habe keine Lust mehr das zu kommentieren oder irgendwen dieser Leute auch nur ansatzweise in Schutz zu nehmen. Die Leute bezeichnen sich als schwul, und sie reissen alle anderen mit rein, und irgendwann sind schwul und hiv wieder 2 Seiten der gleichen Medaille.
    Solange sich daran nichts ändert, endet meine Toleranz da, und mein Unwillen geht so weit dass ich sage: Wenn sowas asoziales schwul ist, dann bin ich es nicht, denn mit sowas lasse ich mich nicht in Verbindung bringen. Und dafür muss ich auch keiner Kirche in den Arsch kriechen oder keiner konservativen Partei, denn das was die 'Ich Machs's ohne'-Fraktion da betreibt, ist im Zweifel Rufmord an jedem Schwulen dieses Landes. Zum Kotzen
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#25 m123Anonym
  • 09.12.2015, 03:16h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • achwas, kondome schützen nicht. hivtherapie schützt vor Syphilis. hahahahaha

    die neunmalklugen szeneleute hier kämpfen für ihren freifahrtschein für ungehemmtes kondomloses vögeln, denn am ende macht eine hivtherapie ohnehin immun gegen alles, sagen sich die szenegötter. hahahahaha.

    naja, kein wunder was sich alles unter denen so verbreitet.
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#26 JW GrimmAnonym
  • 09.12.2015, 06:14h
  • Antwort auf #25 von m123
  • Ich hoffe für Dich, dass Du auch beim Blasen ein Kondom verwendest. Im Gegensatz zu HIV hat man sich hier nämlich ganz schnell mit einer Syphilis infiziert.

    Und jetzt bitte keinen Vortrag über Treue und "abseits der Szene". Viele der HIV Infizierten haben es von ihrem langjährigen Partner, der eben doch nicht so treu war. Es besteht kein Grund für ein moralisches Überlegenheitsgefühl.
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#27 JW GrimmAnonym
  • 09.12.2015, 06:26h
  • Antwort auf #24 von KrankeHomowelt
  • "Wenn sowas asoziales schwul ist, dann bin ich es nicht"

    So was "asoziales" ist im Zweifelsfall auch deutsch, männlich, hat blonde Haare, einen Penis und, man soll es nicht glauben, einen Bildungsabschluß.

    Also alles Dinge, die Du dann ebenfalls nicht bist bzw. hast?

    Natürlich ist es dämlich im Darkroom unsafe rumzuficken oder alles in den Mund zu nehmen, was da grad so vorbeikommt. Noch viel dämlicher ist es allerdings, hier auf die Schwulen an sich zu schließen. Ich beurteile Heteros nicht auch nur nach dem Volk, dass sich nebenan im Bahnhofsviertel in den Häusern mit den roten Lampen versammelt.

    Diese Verallgemeinerung in "Homowelt" ist in der Tat krank und liegt auf einer Stufe mit "alle Ausländer sind kriminell".
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#28 SchwTAAnonym
  • 09.12.2015, 06:46h
  • Antwort auf #10 von Pfote
  • Natürlich, die Tiermast ist schuld an den Resistenzen. Habt Ihr eine Ahnung, wie engmaschig Fleisch und Milch auf Antibiotika kontrolliert werden? Bei Milch ist es z.B. bei jeder Abholung vom Bauern!

    Es gibt Wartezeiten, in denen Fleisch und Milch nicht in den Verkehr gelangen dürfen - wer da patzt, wird empfindlich bestraft.

    Tierärzte ziehen täglich Tausende von Milchproben und lassen sie auf Erreger von Euterentzündungen testen und, und das ist wichtig, mit welchen Antibiotika sie z i e l g e r e c h t zu behandeln ist. Das ist etwas anderes als der Besuch beim Hausarzt, der bei jeder Infektion automatisch Breitbandantibiotika verschreibt, was einem Schuss mit der Schrotflinte gleichkommt. Hand aufs Herz - welcher Arzt zieht bei Euch tatsächlich Proben und läßt die auf Erreger und Resistenztest untersuchen?

    Da ist es natürlich einfacher, die Landwirt- und die Tierärzteschaft anzumachen, und selbst auf den Portalen bei "Safer Sex" "nie" anzukreuzen. Das Kondom bietet sicher keinen 100 %igen Schutz, aber besser als ohne ist das Ganze allemal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#29 PfoteAnonym
  • 09.12.2015, 07:15h
  • Antwort auf #28 von SchwTA
  • Ich stelle dann doch mal die Behauptung auf, dass deutschlandweit in der Landwirtschaft jährlich ein Vielfaches an Antibiotika verwendet wird, als zur Behandlung von 5722 Syphilisfällen eingesetzt werden.

    Wenn einzig und allein mit safer Sex Resitenzbildungen verhindern könnte, hätten wir eine Klasse PR Story. Ich fürchte allerdings, das bleibt das Wunschdenken einiger Foristen hier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#30 Miguel53deProfil
  • 09.12.2015, 07:16hOttawa
  • Antwort auf #13 von KRankenkasse
  • Fahren Sie Auto? Gehen Sie auf die Strasse in den Autiverkehr? Hoffentlich kein Skifahrer? Etwa Mountainbike, wo Fahrrad schon schlimm genug ist? Hoffentlich nie Raucher und krebsgefaehrdet! MacDonalds gibts hoffentlich nicht bei Ihnen und nur Biogemuese!

    Ich habe keinen Bock, fuer Verletzungen und Schwersterkrankungen hoehere "Kassenbeitroege" zu zahlen. Nur weil Sie zu faul sind, ueber ein paar Umwege und zu Fuss zum Arbeitsplatz zu gelangen. Sich kleine Abenteuer goennen. Falsch ernaehren. Zuviel Zucker und Salz zu sich nehmen.

    Ihre Attituede kotzt mich an, Leute wie Sie grenzen Menschen aus.
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#31 Rosa SoliAnonym
  • 09.12.2015, 09:14h
  • Antwort auf #24 von KrankeHomowelt
  • Schätzelein, Du wirst das nur schwer glauben, aber ich ficke nicht durch die Gegend. Jedenfalls nicht, wenn man es von der Anzahl der Sexpartner abhängig macht. Die kann ich in diesem Jahr noch mit einer Hand abzählen. Und ich mache es -oh Wunder- immer mit Gummi. Im Berghain war ich noch nie. Deshalb kann ich nichts über die Zustände dort sagen.

    Ich denke einfach nur, dass Krankheiten zum menschlichen Dasein dazugehören. Überall wo sich Menschen begegnen und am Leben teilnehmen, wie Du es so schön sagst, können sich Erreger verbreiten. Ist die sexuelle Begegnung keine Teilnahme am Leben? Warum sollten Menschen ausgerechnet darauf verzichten, wo doch Sexualität für die meisten Menschen ein sehr natürliches Bedürfnis ist?
    Eine Einteilung in "gute Infektionen" und "böse Infektionen" halte ich für absurd, weil dafür stets moralische Maßstäbe herangezogen werden, nämlich immer dann, wenn es um sexuell übertragbare Infektionen geht.

    In Deutschland könnten pro Jahr etwa 50.000 Infektionen verhindert werden, wenn sich die Leute öfter mal die Hände waschen würden. Sind das alle Schweine, weil sie einfachste Regeln der Hygiene nicht beachten? Sollen die dann ihre Behandlung selbst bezahlen?
    Oder ist ein Scabies-Befund anders zu bewerten, wenn man sich die Biester durch ein höfliches Händeschütteln eingefangen hat, statt durch einen sexuellen Kontakt?

    Ich würde den Spieß jetzt mal gerne umdrehen: Moral erweist sich mir zu häufig als ein Förderprogramm der Bigotterie. Ich kenne das Beispiel eines Mannes, der sich ziemlich lautstark als oberster Moralapostel aufspielt, aber in Wahrheit kondomlos durch die Gegend vögelt und im Internet als "aktiver Hengst Jungstuten zum Besamen sucht, gerne blank". Auf eine solche Doppelmoral mag ich gerne verzichten.

    Ich bleibe bei meiner Haltung, dass es mehr Sinn macht, wenn man Geschlechtskrankheiten enttabuisiert, sachlich über Übertragungswege und Risiken aufklärt und ihnen das Stigma nimmt, damit Menschen mit sowas ganz normal und selbstverständlich zum Arzt gehen - so wie sie es bei jeder anderen Krankheit auch tun würden.

    Damit tun wir uns alle den größeren Gefallen, davon bin ich überzeugt. Völlig kontraproduktiv wäre es, wenn Menschen aus Scham oder aus Furcht vor Schuldzuweisungen nicht zum Doc gehen und so eine Krankheit verschleppen. Davon hat keiner etwas. Ich hatte es in meinem oberen Kommentar schon erwähnt, Moral bringt uns an der Stelle nicht weiter. Die Menschen sind so, wie sich sind. Und auch der "konservative Spießer", der sonst moralisch sehr gefestigt ist, soll gelegentlich über die Stränge schlagen, wenn seine sexuellen Bedürfnisse zu groß werden. Wir sind alle nur aus Fleisch und Blut...... ;-)
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#32 wiking77
  • 09.12.2015, 11:18h
  • naja, wurde nicht neulich hier eine Kampagne geführt, dass bei einer richtigen Therapie, es keine Kondome braucht.

    Es zeigt sich gerade bei dieser Meldung erneut, dass bei unbekannten Partnern das Ficken mit Gummi unerlä´ßlich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 TheDadProfil
#34 TheDadProfil
  • 09.12.2015, 13:36hHannover
  • Antwort auf #25 von m123
  • ""die neunmalklugen szeneleute hier kämpfen für ihren freifahrtschein für ungehemmtes kondomloses vögeln, denn am ende macht eine hivtherapie ohnehin immun gegen alles, sagen sich die szenegötter.""..

    Professor Doktor "m123" versteht immer noch nicht, worum es dort geht, posaunt aber weiter munter drauf los..

    Wer hier schädigendes Verhalten an den Tag legt, ob die "Szeneleute", wer immer das sein möge, oder eine Herr "m123", der hier VORSÄTZLICH falsche Info's verbreitet !?..

    DU NERVST !
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#35 TheDadProfil
#36 TheDadProfil
  • 09.12.2015, 13:48hHannover
  • Antwort auf #32 von wiking77
  • ""naja, wurde nicht neulich hier eine Kampagne geführt, dass bei einer richtigen Therapie, es keine Kondome braucht.""..

    Nein..
    Wurde nicht..
    Weder war es eine Kampagne hier, noch handelt es sich dabei um eine Aktion, die man so verzerrt und verkürzt in einem Satz zusammenfassen kann !

    Die Wiederholung von Unsinn macht ihn nicht besser !
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#37 wiking77
  • 09.12.2015, 14:53h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • "ie man so verzerrt und verkürzt..."

    Das tat ich nicht; sondern ich habe es lediglich auf den Punkt gebracht.

    die Meldung über steigende Syphiliszahlen passt ganz gut in diesen Zusammenhang herein; wenn leichtfertig suggeriert wird, "Therapie machen und et passt scho!" Dann folgern eben viele, na gut .. dann ficken wir ohne Gummi.
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#38 seb1983
  • 09.12.2015, 14:55h
  • Antwort auf #35 von TheDad
  • Na dann, wenn interessiert es da schon wenn ein paar Schwule Tripper, Syphilis oder anderes bekommen??

    Eine ganze Menge Leute wird es ohnehin richtig freuen zuzusehen wie die Infektionszahlen bei Schwulen weiter steigen sowohl als vermeintliche Argumentationshilfe aber auch aus Hass.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#39 Rosa SoliAnonym
  • 09.12.2015, 17:45h
  • Antwort auf #37 von wiking77
  • Woher willst Du wissen, dass die Syphlis-Inzidenz allein durch kondomlosen Analverkehr zustande gekommen ist?
    Vielleicht haben viele der Betroffenen beim Fick sogar ein Gummi benutzt, sich die Infektion aber oral beim Blasen eingefangen?

    Ich möchte noch einmal darauf verweisen, dass das Kondom keine magische Wirkung hat, auch wenn der Gebrauch sozial erwünscht ist. Den hohen Schutzfaktor, den es ganz gewiss bei der HIV-Transmission bietet, kann es bei den anderen sexuell übertragbaren Infektionen nicht erreichen.

    Kein Wunder, das die Zahlen nach oben gehen, wenn Leute dem Gummi eine absolute Sicherheit zuweisen und Risiken nicht richtig einschätzen können.

    Motto: Komisch, wieso habe ich einen syphilitischen Primäraffekt im Mund? Ich habe doch beim Ficken ein Kondom benutzt!
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#40 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 09.12.2015, 18:09h
  • Antwort auf #31 von Rosa Soli
  • "Moral bringt uns an der Stelle nicht weiter. Die Menschen sind so, wie sich sind. Und auch der "konservative Spießer", der sonst moralisch sehr gefestigt ist, soll gelegentlich über die Stränge schlagen, wenn seine sexuellen Bedürfnisse zu groß werden. Wir sind alle nur aus Fleisch und Blut...... ;-)"

    Wie sag ich immer?, die reißen das Maul auf, die es am besten zu halten sollten, leider ist das die Moral, besser gesagt die Doppelmoral der scheinheiligen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#41 hugo1970Ehemaliges Profil
#42 Dont_talk_aboutProfil
  • 09.12.2015, 19:51hFrankfurt
  • Der Artikel überrascht mich etwas. Kollege TheDad sagt doch immer, dass Viren und Bakterien keine sexuelle Orientierung kennen. Was stimmt denn nun ?
  • Antworten » | Direktlink »
#43 TatsachenFreakAnonym
  • 09.12.2015, 20:05h
  • Antwort auf #27 von JW Grimm
  • 5% der Bevölkerung sind schwul und erzeugen 60% aller HIV-Infektionen und > 75% aller Syphilis Infektionen...Verallgemeinerungen?! Nein, Realität in Schwulistan. Im Gegensatz zu der kaum höheren Kriminalität unter Ausländern ist die HIV Nummer kein rechtes Gerede sondern Tatsache
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#44 JW GrimmAnonym
#45 Rosa SoliAnonym
#46 Harry1972Profil
  • 09.12.2015, 21:26hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #43 von TatsachenFreak
  • 5% nur? Tatsache?

    Mal ganz davon abgesehen, daß im Artikel MSM steht, womit wir schnell von 15, 20 oder noch höheren Prozentzahlen ausgehen können, denn längst nicht alle Männer, die mit Männern Sex haben, bezeichnen sich selbst als schwul.

    Verächtlich gemacht werden natürlich nur die sichtbaren Schwulen, alle anderen klammern sich an ihre bigotte Moral oder meinen, wenn sie Gummis nehmen, dann könnten sie auch keine Syphilis holen und rennen dann monatelang rum und merken nicht, daß sie Syphilis haben.

    Na gut, die Überschrift des Artikels ist auch irreführend aber als Tatsachen-Freak solltest Du es besser wissen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#47 TheDadProfil
  • 09.12.2015, 22:33hHannover
  • Antwort auf #37 von wiking77
  • ""Das tat ich nicht; sondern ich habe es lediglich auf den Punkt gebracht.""..

    Übersetzung :
    Wenn man etwas verzerrt und verkürzt..

    ""die Meldung über steigende Syphiliszahlen passt ganz gut in diesen Zusammenhang herein;""..

    Nöö..
    Es sei denn du kannst schlüssig nachweisen daß die Gruppen der unter Therapie stehenden HIV+Menschen, und die der Syphilis-Infizierten mehr als nur eine Schnittmenge sind, sondern sich gar decken würden..

    Was nicht gelingen kann, denn therapierte HIV+Menschen sind eher selten mit Syphilis infiziert, weil über das Blut-Labor kontrolliert, und damit auch im Fall der Fälle viel schneller behandelt..

    ""wenn leichtfertig suggeriert wird, "Therapie machen und et passt scho!""..

    Wer macht das ?
    Wo steht das ?

    ""Dann folgern eben viele, na gut .. dann ficken wir ohne Gummi.""

    Woraus kann man das erkennen ?
    Wer weiß eigentlich von dieser Facebookseite und deren Inhalt ?

    Über was schreibst du hier, so völlig fern sämtlicher Fakten ?

    Demagoge..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#48 TheDadProfil
  • 09.12.2015, 23:07hHannover
  • Antwort auf #43 von TatsachenFreak
  • Zahlen können so schön verwirren..

    Nehmen wir Niedersachsen..

    Von ehemals 4,0 Infizierten pro 100.000 Einwohner in 2013 stieg die Zahl auf 4,8 pro 100.000 Einwohner um SATTE ZWANZIG PROZENT..

    Was genau ist passiert ?

    Die Zahl der Fälle stieg in einem Jahr von VIER auf FÜNF..

    Da ist blanke Panik angesagt..
    Da muß man doch schon mal gegen "Viren-Schleudern" ein bisschen hetzen dürfen..
    Oder vorsorglich Schutzzonen fordern..

    Selbst wenn es sich hier um Bakterien handelt..

    Faktenferne erreicht man am Bestem, wenn man die angebotenen Fakten gar nicht erst liest, und so die PDF verschmäht, die im Artikel verlinkt ist..

    Frauen waren von Syphilis schon immer weniger betroffen, weil diese Erkrankung traditionell unter Sex-Arbeiter_innen grassierte, und dort weiter gegeben wurde..

    An Männer..
    Die entweder unverheiratet in den Puff gehen, oder sich mit Strichern einließen..

    Der äußerst geringe Anteil an Infizierten überhaupt, interessiert dort schon gar nicht mehr..

    Bezogen auf Deine propagierten 5 % Schwule reden wir vom Promille-Bereich..
    Bezogen auf MSM vom Bereich eines Viertel Promille..
    Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind das knapp 0,133 Hundertstel Promille..

    Wahnsinn..
    Die Welt geht unter..
    Jeder 133 Tausendste Mensch der dir begegnet hat Syphilis..

    Frühkindlicher Autismus betrifft zu 100 % Kinder..
    Altersdemenz zu fast 95 % nur Rentner..

    Wahnsinn..
    Da muß man doch was tun können..

    Jepp..
    Wie wäre es mit Fakten lesen ?

    Und noch was für die kleine Hetze zwischendurch :

    ""Vergleichsweise hohe Inzidenzen von über 15 Fällen pro 100.000 Einwohner waren außer in Berlin und Hamburg noch in den Städten
    Köln (31,9),
    Rostock (27,5),
    München (27,2),
    Leipzig (21,8),
    Düsseldorf (20,4),
    Trier (17,7),
    Osnabrück (17,3),
    Frankfurt/M. (16,0),
    Mannheim und Nürnberg (jeweils 15,8)
    sowie Offenbach (15,1) zu verzeichnen
    (s. Abb. 3).
    *
    Die bundesweit höchsten Inzidenzen wurden aus den Innenstadtbezirken von Berlin gemeldet (61,3 bis 86,3)""..

    Vielleicht weil sich dort viele Touris rumtreiben, oder die Szene dort beheimatet ist ?
    Was hier aber entweder auch daran liegen könnte, das die entsprechenden Hautärzte hier Schwerpunktpraxen betreiben, deren Postleitzahlen auf dem Meldebogen an das Gesundheitsamt verzeichnet ist..
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#49 Dont_talk_aboutProfil
  • 10.12.2015, 01:11hFrankfurt
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • Ist doch ne Tatsache, dass sexuell übertragbare Krankheiten zunehmen und Antibiotika kaum noch anschlagen. Ist eine tickende Zeitbombe.
    Nur Kollege TheDad versucht mit seiner Zermürbungstaktik erstmal alles zu bestreiten bis es den Leuten, die nicht seiner Meinung sind, zu blöd wird. Viele in der Community finden es einfacher, ein Feinbild von außen zu bekämpfen statt in der eigenen Gruppe für mehr Vernunft zu sorgen
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#50 SchwTAAnonym
  • 10.12.2015, 07:33h
  • Antwort auf #29 von Pfote
  • Bei 28,1 Millionen Schweinen, 12,7 Millionen Rindern, 39,6 Millionen Legehennen, 1,6 Millionen Schafen, ca. 97 Millionen Masthühnern und 13 Millionen Puten gegenüber 81 Millionen Bundesbürgern liegt es nahe, dass mehr Antibiotika als für ca. 6 000 Syphilitiker verwendet worden sind - allerdings kommt davon so gut wie nichts in den Menschen.
    Dem gegenüber stehen ca. 481 000 Ärzte, die mit dem Schrotschussprinzip behandeln (
    www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-10/antibiotika-infektion-
    impfung-hausarzt-kinderarzt-verordnung)

    - wo ist da wohl das Risiko von Resistenzbildungen größer?

    Bei Safer Sex geht es nicht direkt um Resistenzbildung, es geht darum, sich vor STD zu schützen, und auch wenn Syphilis heilbar ist, warum tue ich mir das denn an, denn während der Infektion dürfte es ja wohl auch nicht angenehm für den Patienten sein. Aber da steht ja wohl der Spaß im Vordergrund; Hauptsache, ich kann den Kopf ausschalten und hemmungslos drauflosvögeln, was kümmern mich die Konsequenzen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#51 JustSayingAnonym
#52 PfoteAnonym
  • 10.12.2015, 08:44h
  • Antwort auf #50 von SchwTA

  • Es genügt, wenn die resistent Keime in den Viechern entstehen und dann die Keime auf den Menschen überspringen.

    Nochmal: Syphilis kann man sich auch bei gemeinsamen Wichsen holen, und da wirst auch Du kein Kondom verwenden. Wenn man so argumentieren wollte wie Du, müsste man zuallererst den Alkohol verbieten, denn dessen Folgekosten sind wesentlich höher. Aber man geilt sich mal wieder an den ach so unvernünftigem Schwulen allgemein auf.
    Jede Syphilis, die wegen gefühlter moralischer Unverwundbarkeit nicht erkannt wird, ist wesentlich schlimmer, als eine die bei regelmäßigen Checks erkannt wird. Das Klima, das Du zu erzeugen versuchst, trägt nicht gerade dazu bei, dass Menschen unvoreingenommen zum Test gehen. Besonders dann nicht, wenn sie glauben, mit einer Moralkeule rechnen zu müssen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#53 Harry1972Profil
#54 TatsachenFreakAnonym
  • 10.12.2015, 13:10h
  • Antwort auf #46 von Harry1972
  • Und wieder mal redet jemand die Heterosexuellen schwul um abzulenken;
    Selbst wenn es 20% MSM wären, die Syphilisquote bleibt bei >80% in dieser Gruppe. Und auch was HIV angeht, die Verbreitung wäre immer noch ca. 3x höher als in der Durchschnittsbevölkerung.

    Möglicher Weise sind im übrigen die sichtbaren Schwulen vielleicht auch diejenigen, die die Probleme hauptsächlich verursachen?! Wieso diese dann nicht auch entsprechend dafür kritisieren...

    MSM verursacht diese Erkrankungsfälle hauptsächlich, daran gibt es keinen Zweifel. Egal wie oft man sich das schönredet oder -rechnet...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#55 PfoteAnonym
  • 10.12.2015, 13:28h
  • Antwort auf #54 von TatsachenFreak

  • Statt immer nur Anklage zu erheben, wäre es mal interessant zu wissen, was Du denn gerne hättest: Soll niemand mehr schwulen Sex haben? Oder am besten gleich alle vom Dach stürzen, wie der IS es will?

    Los, Karten auf den Tisch.

    Momentan pöbelst Du nur ziellos rum, ohne irgendwelche Lösungsvorschläge für ein Problem zu liefern,
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#56 Harry1972Profil
  • 10.12.2015, 14:11hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #54 von TatsachenFreak
  • So wirklich interessieren Dich die Tatsachen nicht, wenn Du erst von 5% redest, jetzt von 20% und überdies mit Vermutungen um Dich wirfst.

    Ich schmeisse auch mal mit Vermutungen um mich und zwar behaupte ich, daß die meisten Syphilisfälle unter ungetesteten Schrankschwestern auftreten, die eben wegen ihrer Heimlichtuerei nicht regelmäßig zu Arzt gehen und sich die Ansteckungsgefahr schönreden, da sie ja meinen, Kondome würden vor allen Krankheiten gleichermaßen schützen.

    Diese Leute wollen das Thema ausblenden und brauchen dafür Sündenböcke, damit sie sich einreden können, mit solchen Statistiken ja gar nichts zu tun zu haben.

    Sieh es einfach ein, daß jeder sexuell aktive Mensch sich regelmäßig auf diverse Krankheiten testen lassen sollte, alleine schon aus Verantwortung für die eigene Gesundheit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#57 TheDadProfil
  • 10.12.2015, 15:01hHannover
  • Antwort auf #49 von Dont_talk_about
  • ""Ist doch ne Tatsache, dass sexuell übertragbare Krankheiten zunehmen und Antibiotika kaum noch anschlagen.""..

    Tatsachen die beide zusammen zunächst miteinander nicht viel zu tun haben..
    Denn das "Versagen" einiger Antibiotika-Präparate hat auf andere Erkrankungen und der Behandlung dieser, weit größere Auswirkungen, als der Anstieg von "Geschlechtskrankheiten" auf die Gesellschaft..

    Bei Syphilis beispielsweise haben sich in der Vergangenheit noch keine signifikanten Resistenzen entwickelt..
    Hier wirken tatsächlich immer noch die Präparate, die schon vor mehr als 70 Jahren entwickelt wurden..
    Einfaches, schlichtes Penicillin..

    Demgegenüber haben der ungehemmte Einsatz von derzeit mehr als 1600 TONNEN Antibiotika in der Tiermast allein in Deutschland, und der über Jahrzehnte laxe Umgang mit der Antibiose in der hausärztlichen Therapie dazu geführt, das sich Resistenzen UND Allergien ungehemmt ausbreiteten..

    Ein Mensch der unter Syphilis leidet erhält in der aktuellen Therapie Drei mal am Tag zwischen 500 Milligramm und einem Gramm Penicillin, je nach Körpergewicht..
    Die Therapie dauert im Mittel 21 Tage, was dann einer Wirkstoffmenge von maximal 63 Gramm ausmacht..
    Mit 1600 Tonnen kann man also mindestens 26.229.508 Menschen für je 21 Tage behandeln..
    Zwischen einem Viertel und einem Drittel der Bevölkerung..

    Virale Infektionen wie die Grippe oder ein simpler Schnupfen KANN man nicht mit Antibiotika behandeln..

    Trotzdem werden immer noch Antibiotika hemmungslos verschrieben..

    Gleichzeitig wächst die Gefahr durch mulitresitente Keime in Krankenhäusern, Kliniken und anderen pflegenden Einrichtungen an..
    Dadurch sterben jedes Jahr schon mehr als 1.000 Menschen, zusätzlich zu den 10.000 Menschen, die jährlich mangels vernünftiger Hygiene in Krankenhäusern sterben, weil sie sich vor Ort mit Keimen infizieren, die sie im ihrem Häuslichem Bereich nicht vorfinden, und denen dann ihr Immunsystem nicht gewachsen ist..
    40.000 Menschen kommen jedes Jahr durch solche Infektionen in Krankenhäusern zu Schaden..
    Ohne das ihnen ein Recht zustünde, dafür die Verursacher in Regress zu nehmen, denn mit dem Aufnahme- und Behandlungsvertrag unterschreibt jeder, über dieses bestehende Risiko informiert worden zu sein..

    Die mangelhaften Bemühungen der Pharmaindustrie neue Präparate zu entwickeln, tun ein Übriges..
    In den vergangenen Zwei Jahrzehnten wurden gerade einmal ZWEI neue Präparate mit neuen Wirkstoffen zur Marktreife entwickelt, und erhielten die Zulassung..

    Gleichzeitig hat sich die Zahl der Multiresistenten Keime Verhundertfacht..

    Wie erwähnt..
    Jeder 133 Tausendste Bürger ist mit Syphilis infiziert..
    Da muß man in den meisten Gebieten des Landes schon lange suchen, um einen Reisebus voll zu kriegen..
    Hier in Panik zu verfallen, ist wie überall, das völlig falsche Signal !

    ""Viele in der Community finden es einfacher, ein Feinbild von außen zu bekämpfen statt in der eigenen Gruppe für mehr Vernunft zu sorgen""..

    Feindbild..
    Genau das ist es, was hier aufgebaut wird, wie ein Popanz..
    Was stand oben ?
    5 % der Bevölkerung sei Schwul..
    Das sind dann 4 Millionen..
    Bei den MSM müssen wir schon eher von 15-20 % ausgehen, was dann zwischen 12 und 16 Millionen ausmacht..

    Wenn 90 % oder etwas mehr die größte Gruppe unter den 5.722 GEMELDETEN Fällen MSM betreffen sollen, dann haben wir es hier mit ungefähr jedem 2769.stem MSM zu tun, der einem auf der Straße begegnete..

    Wer regelmäßig in große Fußballstadien geht, hat hier sicher deutlich mehr Glück, auf eine solche große Menschenmenge an MSM zu treffen, ansonsten ist die Chance doch sehr gering..

    Persönliche Hygiene und regelmäßige Kontrolle beim Arzt kann hier helfen, solche Krankheiten zu bekämpfen..

    Panik nicht..
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#58 TheDadProfil
  • 10.12.2015, 15:26hHannover
  • Antwort auf #54 von TatsachenFreak
  • ""Selbst wenn es 20% MSM wären, die Syphilisquote bleibt bei >80% in dieser Gruppe. Und auch was HIV angeht, die Verbreitung wäre immer noch ca. 3x höher als in der Durchschnittsbevölkerung.""..

    Äh ?
    Mathematische Zaubertricks..
    Ob es sich hier um eine Referenz-Gruppe von 4 Millionen, oder gar von 16 Millionen Menschen handelt, ist also irrelevant, es bleibt bei einer "3 mal höheren Verbreitung" als ""in der Durchschnittsbevölkerung"" ?

    Diese "Durchschnittsbevölkerung" schrumpft zwar durch das Anwachsen von 4 auf 16 Millionen der Referenzgruppe um genau diesen Anteil, das ist aber egal ?

    Das Problem hier wie bei vielen anderen Ungereimtheiten in Statistiken :
    Ein Mensch der Risiko-Gruppe KANN nicht gleichzeitig auch Teil der Durchschnittsbevölkerung in der absoluten Zahl sein..

    Genau daher lautet das Ergebnis dann auch jeweils "pro 100.000 Einwohner"..

    Wie aus der PDF hervorgeht, lautet dann das Ergebnis für Niedersachsen 4,8 für 2014, bei 4,0 für das vergangene Jahr..

    Das einzige was man hier nun noch spekulativ anmerken kann ist :
    Die kennen sich untereinander..

    DARAUS KÖNNTE man Behandlungsstrategien entwickeln, um die Erkrankung auszurotten..
    Diese Behandlungsstrategie nennt sich Seuchenschutzgesetz und die darin enthaltene Meldepflicht..
    Und trotzdem ist diese Erkrankung immer noch nicht besiegt, sondern im Gegensatz dazu, vermeintlich auf dem Vormarsch..
    Welche Gründe mitverantwortlich dafür sind, warum solche Erkrankungen immer noch bestehen, und wir nicht längst eine Infektionsrate von unter 100 oder gar unter 10 im Jahr hätten, kann sich jeder ausmalen, der sich einmal mit mangelhafter Aufklärung in Schulen, und der Sexualfeindlichkeit der Verdummbibelten, die originär mit dieser mangelhaften Aufklärung verbunden sind, beschäftigt hat..

    Der Fortbestand solcher Infektionen liegt an Dunkelziffern, an denen, die munter drauf los vögeln, ohne sich jemals um irgendetwas zu kümmern..

    Diese Menschen gilt es zu SENSIBILISIEREN, nicht sie zu stigmatisieren !

    ""Möglicher Weise sind im übrigen die sichtbaren Schwulen vielleicht auch diejenigen, die die Probleme hauptsächlich verursachen?! Wieso diese dann nicht auch entsprechend dafür kritisieren...""..

    Nöö..
    Denn die sichtbaren MSM gehören eher selten zu den Erkrankten innerhalb der DUNKELZIFFER..

    Was Deine Sprache so angeht..

    ""MSM verursacht diese Erkrankungsfälle hauptsächlich, daran gibt es keinen Zweifel. Egal wie oft man sich das schönredet oder -rechnet...""..

    Nöö..
    Diese MSM LEIDEN unter den Erkrankungen, sie geben sie weiter, vor allem in den Frühstadien, wenn die Infektionen unerkannt bestehen..

    Verursacher sind sie aber eben nicht..
    Das bleiben nach wie vor die Keime !
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#59 TheDadProfil
  • 10.12.2015, 15:30hHannover
  • Antwort auf #56 von Harry1972
  • ""Ich schmeisse auch mal mit Vermutungen um mich und zwar behaupte ich, daß die meisten Syphilisfälle unter ungetesteten Schrankschwestern auftreten, die eben wegen ihrer Heimlichtuerei nicht regelmäßig zu Arzt gehen und sich die Ansteckungsgefahr schönreden, da sie ja meinen, Kondome würden vor allen Krankheiten gleichermaßen schützen.""..

    Ich wollte es eben schon anführen..
    Denn ich vermute hier zusätzlich, die meisten Infektionen gibt es unter den Verdummbibelten, wobei hier die Katholiken noch vor den Muslimen und den Evangelen rangieren, schlecht aufgeklärt, und vor allem einer "Sexualmoral" unterworfen, die Schrankschwesterntum erst möglich macht..
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#60 TheDadProfil
  • 10.12.2015, 17:34hHannover
  • Antwort auf #43 von TatsachenFreak
  • ""5% der Bevölkerung sind schwul""..

    49 % der Bevölkerung sind Männlich, die damit originär auch Schwul sein können..

    Macht dann bereinigt :
    Diese 5 % der Bevölkerung machen 10 % der Männlichen Bevölkerung aus !
    Dahingehend revidiere ich meine Ergebnisse, und teile sie durch Zwei, respektive verdoppel sie..
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#61 seb1983
  • 10.12.2015, 18:21h
  • Antwort auf #60 von TheDad
  • Dann noch einmal kräftig in den Mixer und schon haben wir die Problemgruppe: Heteros.
    Dann noch mal durch die Zauberformel gejagt und wir sind beim Kern:
    Katholische Internatsschülerinnen, die alten Schlampen!

    Durch die ganze Homophobie und die pösen kapitalistischen Massenmedien wird das Problem durch die herrschende Klasse natürlich der lohnabhängigen homophilen Bevölkerung in die Schuhe geschoben. Sauerei!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#62 ursus
  • 10.12.2015, 19:07h
  • Antwort auf #54 von TatsachenFreak
  • >"Möglicher Weise sind im übrigen die sichtbaren Schwulen vielleicht auch diejenigen, die die Probleme hauptsächlich verursachen?!"

    oder vielleicht sind Sie, lieber "TatsachenFreak", ja höchstpersönlich für sämtliche geschlechtskrankheiten auf der ganzen welt verantwortlich?

    ist zwar nicht zu belegen und auch nicht plausibel, aber warum nicht einfach öffentlich auf irgendeinen sündenbock einprügeln, wenn man mal seine irrationalen abneigungen ausleben möchte, nicht wahr?

    "tatsachen" - dass ich nicht lache.
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#63 TheDadProfil
  • 10.12.2015, 20:59hHannover
  • Antwort auf #61 von seb1983
  • ""Dann noch einmal kräftig in den Mixer und schon haben wir die Problemgruppe: Heteros.
    Dann noch mal durch die Zauberformel gejagt und wir sind beim Kern:
    Katholische Internatsschülerinnen, die alten Schlampen!""..

    Anstatt nach Sündenböcken zu suchen, auf die man dann einprügeln kann, sollte man vielleicht mal die angebotene PDF lesen :

    ""Seit Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) am 1. Januar 2001 werden neu diagnostizierte und behandlungsbedürftige Syphilis-Infektionen nach § 7 Abs. 3 nichtnamentlich an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.
    Bis dahin wurden die Daten zur Anzahl der Syphilis-Erkrankungen in Deutschland auf Grundlage des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten (GeschlKrG), bzw. bis zur Wiedervereinigung 1989 über das Meldewesen der DDR erhoben.
    Seit Ende der Siebzigerjahre bis Anfang der Neunzigerjahre war ein Rückgang der Syphilis-Meldungen zu verzeichnen, der sich mit dem
    Auftreten von AIDS (Mitte der Achtzigerjahre) weiter beschleunigte.
    Nach der Einführung einer Labormeldepflicht für Syphilis-Diagnosen durch das IfSG
    stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen, die den Fallkriterien des RKI entsprachen, zwischen den Jahren 2001 und 2004 zunächst an, wobei sich dieser Anstieg auf Männer beschränkte (s. Abb. 1).
    Zwischen den Jahren 2004 und 2008 stabilisierten sich die Meldezahlen für Syphilis auf einem Niveau zwischen 3.164 und 3.365 pro Jahr.
    Im Jahr 2009 sank die Anzahl der gemeldeten Syphilis-Fälle, seit 2010 stieg sie kontinuierlich an.""..

    Daraus ergeben sich folgende Fragen :

    Was hat man in den Siebzigern bis Anfang der Neunziger offensichtlich richtiger gemacht als Heute ?

    Was lief 2007 und 2008 offensichtlich besser, und führte 2009 zu einem Rückgang ?

    Was führte seit 2010 wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen ?

    Und woher zum Henker kommen eigentlich die 5722 neu gemeldeten Fälle in 2014, wenn die im Jahr 2014 gemeldeten doch alle behandelt wurden ?

    Ganz offensichtlich durch eine Dunkelziffer an nicht gemeldeten, und damit auch nicht behandelten Infektionen, die offenbar sehr hoch sein muß, oder deren Verbreiter ziemlich munter multiple Kontakte besitzen..

    DAS ist der Punkt, an dem angesetzt werden muß, und nicht an der Frage, warum eigentlich traditionell 90 Männer von der Infektion betroffen seien..

    Was genau steht nun in der Studie wirklich ?

    ""Angaben zum Infektionsrisiko lagen für 73,5
    % der Meldungen vor.
    Bei Meldungen mit einer solchen Angabe betrug
    2014 der Anteil der Fälle, die vermutlich über sexuelle Kontakte zwischen Männern übertragen wurden, 84,0 %, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.""..

    Aus "vermutlichen Kontakten zwischen Männern" und "leichtem Anstieg" wird hier dann eine HAUPTGRUPPE KONSTRUIERT und der Weltuntergang prophezeit !

    Wie viele der Fälle sind aber dann wirklich "vermutlich" MSM ?
    Von 5722 bleiben dann noch 3532 übrig..
    Hieraus darf durchaus vermutet werden, das ein Drittel bis die Hälfte dieser MSM dann Schwule Männer sein müssen..
    Mehr aber auch nicht..
    Macht irgendwas zwischen 1177 und 1766..

    ""Für 67,4 % der diesjährigen Meldungen lag eine Angabe zum Herkunftsland der Personen vor.
    Bei 84,3 % dieser Meldungen wurde Deutschland als Herkunftsland angegeben.""..

    Was genau sagt das eigentlich über die Herkunft der Infektion aus ?

    NICHTS..

    Insgesamt sind in dieser Studie so große Dunkelziffern vereinigt, das man aus ihr eigentlich keine vernünftigen Ableitungen vornehmen kann..
    Außer vielleicht der, das es immer noch Syphilis gibt..
    Das wars dann aber auch schon..

    Noch ein paar Beispiele dazu ?

    ""Bei 93,7 % aller Meldungen aus Städten mit mehr als 1 Million Einwohner wurde als Infektionsweg Sex zwischen
    Männern angegeben""..

    Klingt echt aufregend..
    Und dient dann der Diskreditierung von Großstädten ?
    Wie viele Millionenstädte gibt es eigentlich in der BRD ?
    Na ?

    VIER !
    Berlin, Hamburg, München und Köln..

    Der Informationswert allerdings ist hier nur für Empiriker wirklich aufregend..

    Denn :
    ""Es wurden 39,0 % aller Syphilis-Infektionen
    bei MSM in Deutschland aus Städten mit einer Größe von mehr als 1 Million Einwohnern gemeldet, aber weitere 25,0 % auch aus Ortschaften mit einer Größe kleiner
    200.000 Einwohnern.""..

    Das sagt schon was aus..
    Nämlich die Landbevölkerung und die kleinerer Städte ist keinesfalls irgendwie "besser" als die Schwuppenhochburgen..

    Wie beruhigend..
    Noch beruhigender :
    ""Kontakt zu einem Sexarbeiter oder Ausübung von Sexarbeit war im Jahr 2014 mit Anteilen von 0,3 % bzw. 0,9 % der Meldungen mit Infektionsrisiko Sex zwischen Männern von untergeordneter Bedeutung, mit geringen Unterschieden zum Vorjahr.""..

    ABER :
    ""Der bei weitem höchste Anteil (50,9 %) aller Meldungen mit heterosexuellem Übertragungsweg wurde 2014 aus mittelgroßen Städten mit weniger als 200.000 Einwohnern gemeldet,""

    und

    ""Der Anteil von Syphilis-Meldungen mit heterosexuellem Infektionsrisiko, bei denen Kontakte zu Sexarbeitern oder Sexarbeiterinnen als Quelle angegeben wurden, betrug 11,0 % im Jahr 2014 und blieb im Vergleich zum Vorjahr
    stabil""..
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#64 seb1983
  • 10.12.2015, 22:20h
  • Antwort auf #63 von TheDad
  • Und jetzt? Die gleiche Zauberformel wie bei HIV.
    Hauptsache am Ende den Anteil schwuler Fälle kleingerechnet und kleingeredet. Wem bringt das was?

    Diesmal Syphilis und schon wieder das gleiche Spiel. Sinkt dadurch die Zahl der Ansteckungen? Nein.

    Viel wichtiger als das Gekeife man solle hier keinen moralischen machen wäre ein Bewusstsein zu schaffen wie solche Ansteckungen zu verhindern sind.

    In Zeiten von "ich machs ohne" und ganzseitigen Anzeigen der Pharmakonzerne leider schwer.
    Syphilis, HIV, da gibts doch was von Ratiopharm...
    Pille davor, Pille danach, Pille damit er hoch kommt, Pille damit man selber hoch kommt.
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#65 ursus
  • 10.12.2015, 22:56h
  • Antwort auf #64 von seb1983
  • >"Viel wichtiger als das Gekeife man solle hier keinen moralischen machen wäre ein Bewusstsein zu schaffen wie solche Ansteckungen zu verhindern sind."

    viel wichtiger als das gekeife, man solle wissenschaftliche fakten besser geheimhalten, weil das volk zu blöd zum selber denken sei, wäre ein konstruktiver vorschlag deinerseits.
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#66 seb1983
  • 10.12.2015, 23:23h
  • Antwort auf #65 von ursus
  • Das Volk weiß natürlich alles, ob es sich krankenversichern will oder nicht, ob es Heroin spritzt oder nicht, oder mit 150 oder 50 durch den Ort brummt, mit oder ohne Gurt, ja das Volk weiß wie es richtig geht, gesunder Menschenverstand eben.
    Betriebsanleitungen und Kreditverträge werden dabei ebenso zu Ende gelesen wie Packungsbeilagen, wäre ja schön blöd sonst was...?
    In welcher Welt lebst du bitte schön? Wolke 7?

    Den Vorschlag hast du schön noch mal mitgepostet:
    Ein Bewusstsein für Ansteckungen schaffen jenseits von "ich machs ohne" und den Versprechungen der Pharmalobby!
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#67 TheDadProfil
#68 TheDadProfil
  • 11.12.2015, 01:15hHannover
  • Antwort auf #64 von seb1983
  • Von über 80 Millionen Bürgern sind 5722 neu mit Syphilis infiziert..

    Das genügt Leuten wie dir völlig um zu moralisieren, die Schwule Community sei hoffnungslos durchseucht und verkommen..

    Das steht hier nämlich in vielen der Kommentare..
    Unfaßbar..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#69 seb1983
  • 11.12.2015, 11:57h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • Wie viele sollen es denn sein damit das Thema Bedeutung erlangt? 10.000? 15.000?
    Wie viele Transsexuelle gibt es eigentlich? Lohnt es sich überhaupt sich damit zu befassen?

    Hoffnungslos durchseucht und verkommen? Schwachsinn! Was geht in deinem Kopf vor? Klar dass man mit solchen Vorstellungen gleich einen Moralkoller bekommt wenn andere das Thema ansprechen und man keine ordentliche Aufklärungsarbeit leisten kann.

    Jeder Ansteckungsfall einer zu viel und es ìst absolut sinnvoll dabei bei der größten Gruppe anzufangen was trotz aller Zahlenjongliererei ganz einfach Schwule sind.
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#70 ursus
  • 11.12.2015, 12:17h
  • Antwort auf #66 von seb1983
  • >"Ein Bewusstsein für Ansteckungen schaffen jenseits von "ich machs ohne" und den Versprechungen der Pharmalobby!"

    mit anderen worten: man schafft bewusstsein, indem man bewusstsein schafft. jup, das ist total hilfreich, neu und konkret. die fachwelt wird sich die augen reiben, wenn sie das liest.

    und das ankeifen gegen fakten geht weiter...

    ich bin immer noch der meinung, dass es nicht nur am wirkungsvollsten, sondern auch am menschenwürdigsten ist, für umfassende aufklärung zu sorgen, also alle (!) verfügbaren fakten über ansteckungswege und -risiken, aber auch über alle (!) verfügbaren schutzmöglichkeiten zur verfügung zu stellen und es den leuten dann selbst zu überlassen, wie sie ihre eigene risikoabschätzung vornehmen wollen.

    sinnvolle, praktikable und demokratische alternativen wurden hier nämlich immer noch nicht genannt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#71 seb1983
  • 11.12.2015, 13:00h
  • Antwort auf #70 von ursus
  • Diese Verdreherei hier ist eine einzige Katastrophe.

    "Ich machs ohne" und ein Haufen Pillen sind mit Sicherheit nicht der richtige Weg wenn der Mensch in seinen 2 Sekunden Aufmerksamkeit und seinen Schwächen die Hälfte dieser dann extrem wichtigen Details nicht beachtet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#72 PfoteAnonym
  • 11.12.2015, 13:09h
  • Antwort auf #71 von seb1983

  • Ja Schätzelein, Du hast Recht.

    Wir verbieten es in Zukunft über die Schutzwirkung einer ART in Bezug auf HIV zu sprechen. Außerdem wird eine gesetzliche Beschimpfung eines jeden vorgeschrieben, der wegen einer Syphilis zum Arzt geht. Sonst noch was?

    Glaubst Du wirklich, dass das die Infektionsraten senkt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#73 seb1983
  • 11.12.2015, 13:47h
  • Antwort auf #72 von Pfote
  • Was soll der hysterische Schwachsinn schon wieder?? Da muss man sich über Storch und Co. wirklich nicht wundern, ein Stichwort und schon wird völlig sinnfrei und polemisierend losgekeift

    Aufklärung über ART gerne, aber nicht als "ich machs ohne" denn da wird der ganze Rest übersehen, das besagte Kleingedruckte...

    Bewusstsein dafür schaffen, das eigene Verhalten mal überdenken, und zwar jenseits den Versprechungen der Pharmalobby, das kann die Infektionszahlen senken oder zumindest konstant halten, denn ich persönlich vermute hier bei den 70/80% Syphilis und HIV bei Schwulen eine natürliche Verteilung für die Industrieländer.

    Das Problem kleinzurechnen und zu marginalisieren macht es definitiv nicht besser.
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#74 PfoteAnonym
  • 11.12.2015, 14:23h
  • Antwort auf #73 von seb1983

  • Das mit dem Keifen funktioniert bei Dir ja auch bestens.

    Also. Schutz durch Therapie funktioniert. Fakt. Die Seite nennt auch die Voraussetzungen die gegeben sein müssen. Man sieht in dem besagten Thread, was einige Benutzer draus gemacht haben.

    Wo willst Du die Grenze bei der Kommunikation ziehen? Bitte mal einen konstruktiven Vorschlag, nicht nur immer ein "So aber nicht".

    Zum Thema Syphilis: Hier sollte man keinen Zusammenhang zu "Ich mach's ohne herstellen", denn die, auf die Du hier schimpfst, stehen unter enger ärztlicher Überwachung und geben die Syphilis, so sie sie denn haben, nur sehr unwahrscheinlich weiter.

    In Wahrheit zielst Du auf diejenigen, die vollkommen ungeschützt ohne nachzudenken in den Darkrooms rumvögeln. Dann benenne das auch so. Benenne aber auch, das das eine Teilmenge ist und vermische die Zielgruppe Deiner Kritik nicht.

    Mit jemandem ungeschützt zu Vögeln, den man nicht kennt, ist absolut dämlich. Ich denke, da sind wir uns einig. Es wird immer Kerle geben, die es trotzdem tun. Die scheren sich auch einem Dreck drum, was Seb83 darüber denkt. Es wäre schon gut, wenn die unvoreingenommen zum Arzt gehen, wenn am Schwanz Dinge auftauchen, die da nicht hingehören.
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#75 ursus
  • 11.12.2015, 14:49h
  • Antwort auf #71 von seb1983
  • >""Ich machs ohne" und ein Haufen Pillen sind mit Sicherheit nicht der richtige Weg wenn der Mensch in seinen 2 Sekunden Aufmerksamkeit und seinen Schwächen die Hälfte dieser dann extrem wichtigen Details nicht beachtet."

    nein, aber sie sind der richtige weg für menschen, für die das wissen, als therapierter hiv-positiver die infektion nicht weitergeben zu können, extrem entlastend ist. sie sind auch der richtige weg für die menschen, die mit therapierten menschen zu tun haben bzw. sex mit ihnen haben.

    was den "haufen pillen" angeht, so können wir sehr froh sein, über gute behandlungsoptionen nicht nur für hiv, sondern auch für viele andere infektionskrankheiten zu verfügen. darüber kann man sich auch einfach mal freuen, statt bei jedem informationshäppchen, das an die öffentlichkeit gerät, sofort die "neue leichtsinnigkeit" an die wand zu malen und der bevölkerung pauschal zu unterstellen, mit diesen informationen nicht umgehen zu können.

    das gespenst der angeblich "neuen" leichtsinnigkeit spukt seit zwanzig jahren durch die medien, und zumindest bei hiv wird eine leichtsinnigkeit durch die fakten eigentlich in keiner weise bestätigt. dass die menschen in ihrer mehrzahl zu dumm wären, informationen verantwortungsvoll zu verarbeiten, bleibt einfach eine unbelegte unterstellung.

    ich habe es an anderer stelle schon gesagt: wer "dem menschen" so pauschal wie du dummheit und verantwortunglosigkeit unterstellt (und jede prävention an dieser prämisse ausrichtet), der wird langfristig dumme, verantwortungslose menschen produzieren. die deutsche strategie, auf information und selbstverantwortung zu setzen, hat sich dagegen nachweislich bewährt. der internationale vergleich belegt das deutlich.

    aber mit der prävention ist es wohl ein bisschen wie mit fußballtrainern: da kann einer noch so kompetent und erfolgreich sein, millionen couchpotatoes würden es viel besser machen, wenn man sie nur mal ranließe.
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#76 ursus
  • 11.12.2015, 15:07h
  • im prinzip läuft ja die argumentation der einen seite hier zu einem nicht geringen teil darauf hinaus, die menschen müssten nur genügend angst vor infektionskrankheiten haben, dann würden sie sich schon angemessen schützen. deshalb müsse man alles vermeiden, was womöglich dazu beitragen könnte, den menschen allzu viel angst zu nehmen.

    das ist aber nonsens.

    dass angstbetonte kampagnen der prävention eher schaden, vor allem bei immer noch stigmatisierten erkrankungen, das ist wissenschaftlich belegt. sachliche und umfassende aufklärung dagegen funktioniert. nachweislich. alles andere ist moralisierendes geschwurbel.
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#77 TheDadProfil
#78 seb1983
  • 11.12.2015, 17:02h
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • In vielen Fällen ja, ohne dass man es groß beeinflussen könnte, etwa wenn man mitbekommt dass das mit Syphilis unter Schwulen gar nicht so schlimm ist, oder der Blick kurz über "ich machs ohne" streift, das gibt doch tief drin ein beruhigendes Gefühl und schon lässt sich einiges mehr vor sich selbst rechtfertigen. Alles worauf man sich nicht wirklich konzentriert sondern es nur im vorbeigehen mitbekommt und unterbewusst verarbeitet.
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#79 hugo1970Ehemaliges Profil

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