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Kurzfilm "Confessions"
Das Coming-out, das keines sein will

Der Sechs-Minuten-Stummfilm "Confessions" zeigt die Magie der Gefühle (Bild: queerblick)
- 12. Dezember 2015, 11:01h 2 Min.
Starke Bilder in sechs Minuten: Der neue Kurzfilm "Confessions" erzählt von einer ersten schwulen Liebe.
Sechs Minuten Emotion – so lässt sich der Kurzfilm "Confessions" beschreiben. Er nimmt die Zuschauer mit auf die Reise ins Innenleben des Hauptdarstellers (Tom Raczko). Dieser hat sich verliebt und schwimmt im Meer der Endorphine: das Kennenlernen, die Aufregung vor der ersten Berührung, der erste Kuss, der Coming-out-Brief an die Eltern.
Geschaffen hat den Film Christopher Grigat (damals 19) nach seinem Abitur. Er will ihn aber nicht als Statement gegen Diskriminierung verstanden wissen. "Mir sind schwule Filme oft zu rechtfertigend. Aber das ist nicht meine Lebenswirklichkeit", sagt Christopher, der mittlerweile Fotografie studiert. Für ihn geht es nicht um einen positiven Gegenentwurf. Er wollte sich einfach dem Gefühl des Verliebens auf einer ästhetischen und gefühlvollen Ebene annähern.
Dass es dabei um zwei Jungs geht, ändert für ihn – nichts. "Mir geht es nur um die Magie der Gefühle, die wir alle als Jugendliche spüren. Damit will ich nichts Politisches aussagen."
Der erste Kuss war direkt im Kasten
Bewusst verzichtet der Film deshalb auf Sprache. Er lässt den Zuschauern alle Möglichkeiten der Interpretation offen. In erster Linie will er sie aber emotional erreichen – und zwar überall auf der Welt. Denn das Gefühl im Film, welches durch die eindringliche und eigens komponierte Musik von David von Son unterstrichen wird, ist universell.
Entstanden ist der Film im ersten queerblick-Kurzfilmcamp, das vom Schwulen Netzwerk NRW gefördert wurde. Christopher Grigat kann sich noch gut an die Stimmung im Camp und am Set erinnern: "Wir haben die Stimmung dieses Films gelebt. Das merkt man beim Kuss von Tom und Thorsten, der so vorsichtig und bedächtig ist, dass er wie der erste echte Kuss wirkt." Die Kussszene war so am schnellsten im Kasten. (cw/pm)
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Gerade das ist schlecht, vor allem in der heutigen Zeit.
Wir müßen uns politisch äußern ob wir wollen oder nicht, wenn wir das nicht tun, dann sehen sich die neoliberal konservativen im recht und haben um so mehr leichtes Spiel.
Zum Film:
Die Idee, das im Film nicht gesprochen wird, finde ich für richtig, man kann diesen Film überall auf der Welt zeigen, den jeder versteht ihn.