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"Konversionstherapien"
Malta will Homo-"Heilung" verbieten
- 17. Dezember 2015, 15:06h 2 Min.

"Konversionstherapien" sollen verboten werden, weil sie keine Wirkung haben und Menschen in den Selbstmord treiben
Die Regierung von Malta plant als erstes EU-Land, sogenannte "Konversionstherapien" zu verbieten.
Helena Dalli, die Ministerin für gesellschaftlichen Dialog, Verbraucherschutz und bürgerliche Freiheiten, hat dazu am Dienstag einen Gesetzentwurf vorgelegt und öffentliche Konsultationen eingeleitet, die bis Mitte Januar abgeschlossen sein sollen.
Die Regierung begründet das geplante Verbot für die "Heilung" von Homo- oder Transsexuellen damit, dass derartige Therapien nicht möglich seien und vielmehr den Patienten "Gefahren für die mentale oder körperliche Gesundheit" entstünden, die bis hin zu Selbstmord führen könnten.
Das Gesetz sieht eine Geldstrafe bis zu 10.000 Euro und eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr für Ärzte vor, die Homo-"Heilung" anbieten. Auch Werbung für die "Konversionstherapie" soll verboten werden.
Ärzteverbände warnen bereits seit Jahren vor diesen "Therapien". 2013 verabschiedete der Weltärztebund eine Stellungnahme, nach der Konversionstherapien "die Menschenrechte verletzen und nicht zu rechtfertigen" seien. "Es gibt [für diese Methoden] keine medizinische Indikation und sie stellen eine ernste Gefahr für die Gesundheit und die Menschenrechte von denen dar, die behandelt werden", so die Argumentation der internationalen Vereinigung, der mehr als 100 nationale Ärzteverbände angehören (queer.de berichtete).
Auch in den USA berät die Regierung über ein Verbot von "Konversionstherapien" (queer.de berichtete). In Deutschland hatten sich die aktuelle wie die vorherige Bundesregierung bislang geweigert, diese Angebote zu verbieten (queer.de berichtete). Eine NDR-Reportage hatte zugleich ergeben, dass manche Ärzte entsprechende Therapien bei den Krankenkassen abrechnen (queer.de berichtete). (dk)















Damit wäre Malta weiter als Deutschland. Noch vor kurzem haben Union und SPD ja auf eine diesbezügliche Anfrage der Grünen geantwortet, sie sähen "keinen Handlungsbedarf".