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Kommentare zu:
Portugal: Adoptionsrecht für Homo-Paare beschlossen


#11 David77Anonym
  • 19.12.2015, 17:50h
  • Antwort auf #9 von gatopardo
  • Uff... da kann ich jetzt nur spekulieren. Dein Eindruck täuscht dich nicht. Die Eheöffnung an sich ist defintiv auf den Einfluss aus Spanien zurückzuführen, da man dem großen Bruder wohl nicht nachstehen und nicht rückständig wirken zu wollen.
    Interessanterweise werden in neuen Lehrbüchern Homo-Paare als selbstverständlich abgebildet und stolz auf die Eheöffnung verwiesen (Hallo Bildungsplan bei uns?!?).
    Die politischen Entwicklungen verlaufen ja oft parallel und greifen über. So war das ja auch 1974.
    Man müsste überlegen welche Entwicklungen und Impulse in Spanien dazu geführt haben, die es im Nachbarland nicht gab. In der spanischen Kultur gibt es mit Almodóvar einen schwulen Regisseur, durch dessen Filme die breite Masse schon früher mit dem Thema "Homosexualität" in Berührung gebracht wurde. Keine Ahnung, wie bekannt sie im Nachbarland sind oder überhaupt einen Einfluss hatten.
    Dann hast du nur 2 Metropolen und der Rest lebt in kleinen Städten oder auf dem Land und ist dementsprechend weniger progressiv eingestellt. Gepaart mit der großen Frömmigkeit erklärt sich das dann von selbst... Du weißt ja, wie ausgeprägt bei den Katholen auf dem Land die "darüber redet man nicht" - Mentalität ist. Das betrifft dann wohl auch die Eheöffnung per se. Hauptsache die Nachbarn oder die Dorfältesten bekommen nichts mit... die könnten ja einen Herzinfarkt erleiden und deren Weltbild ins Wankeln geraten...
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#12 David77Anonym
#13 gatopardo
  • 19.12.2015, 19:47h
  • Antwort auf #11 von David77
  • Dazu mein Kommentar , der sich auch mit dem Eindruck meines in Portugal lebenden Bruders deckt: Die portugiesische Bevölkerung lebt hauptsächlich auf dem Lande. Sie interessiert sich nicht für Homos, weil sie andere Probleme hat. Ob in den beiden grösseren Städten wie Lissabon und Porto jemand eine "Demo für alle" oder ähnliches organisieren würde, kann man bezweifeln, weil man hier wie in ländlichen Gegenden ganz andere Sorgen hat. Die Gleichstellung nimmt man wohl nur in schwul-lesbischen Kreisen mit Enthusiasmus wahr.
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#14 David77Anonym
  • 19.12.2015, 20:25h
  • Antwort auf #13 von gatopardo
  • "Sie interessiert sich nicht für Homos, weil sie andere Probleme hat. Ob in den beiden grösseren Städten wie Lissabon und Porto jemand eine "Demo für alle" oder ähnliches organisieren würde, kann man bezweifeln, weil man hier wie in ländlichen Gegenden ganz andere Sorgen hat."

    Das war dann wohl auch das Argument das Gesetz auch ohne großen Widerstand passieren zu lassen, weil die Gegner das so gesehen haben. Sie waren nicht dafür, hielten aber andere Sorgen für drängender. Warum also seine Energie gegen etwas aufwenden, was so oder so eines Tages kommt?
    Etwas, was den Politikern hier fremd ist und seit Jahren schon kritisiere.
    Wenn es soviel wichtigeres gibt als die Gleichstellung es die Gegner gerne behaupten, warum sorgen sie sich dann nicht um andere Belange, sondern tun so, als würde man damit die anderen Probleme lösen?
    Wenn wieder mal eine Meldung über ein Familiendrama kommt, kann man da nur noch zynisch sagen "aber Hauptsache das arme Kind wächst bei "Eheundfamilie" auf und die pöhsen Homos dürfen nicht heiraten".
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#15 TheDadProfil
  • 20.12.2015, 19:15hHannover
  • Antwort auf #14 von David77
  • Hier müssen wir aber auch einmal in den Vordergrund rücken :

    Die Ehe-Öffnung in Portugal hat keineswegs die Gleichstellung gebracht, die man sich hier durch die Ehe-Öffnung verspricht, oder auch dort versprochen hat, denn eine Ehe ohne Adoptionsrecht, ist KEINE gleichberechtigte Ehe in Bezug auf die Hetero's..

    Weshalb hier Unterschiede gemacht wurden, erschließt sich mit sowieso nicht, weil ja auch in Portugal schon Einzelpersonen adoptieren durften..

    Die Änderungen sind also mehr als überfällig..
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#16 Johannes45Anonym

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