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Für 63.000 Euro fand der Wiener Magistrat heraus: Zwei Ampelfiguren leuchten mehr als eine
- 23. Dezember 2015, 12:37h 1 Min.
Bei den sogenannten Homo-Ampeln in Wien gehen nach einer vom Magistrat in Auftrag gegebenen Untersuchung weniger Menschen bei Rot über die Straße.
Die sexuelle Vielfalt der Ampelpärchen spiele dabei jedoch keine Rolle, befand das Institut Epigus laut einem ORF-Bericht. "Ein Alltagsfußgänger nimmt Verkehrslichtsignale eher im Bereich 'Umgebungssehen' wahr. Das heißt, dass nicht das Symbol wahrgenommen wird, sondern die Farbe der Ampel. Deshalb ist entscheidend, wie groß die Lichtaustrittsfläche ist", erklärte Harald Bekehrti von der zuständigen Magistratsabteilung 33.
Weil bei den homo- und heterosexuellen Ampelpärchen zwei Personen zu sehen sind, habe sich die Leuchtfläche um 40 Prozent erhöht, so die wissenschaftliche Untersuchung. Insgesamt sei die Zahl der Rotlichtgeher um 18,22 Prozent zurückgegangen.
Als Reaktion auf die 63.000 Euro teure Studie will die Stadt Wien dennoch keine neuen Ampelpärchen installieren. Das sei "im Augenblick von der Politik nicht gewünscht", sagte Bekehrti laut ORF. Stattdessen regte er an, einen "etwas weniger schlanken Ampelmann" einzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. (cw)










