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Hedwig von Beverfoerde will vor der Landtagswahl im März eine Tagung und eine weitere "Demo für alle" in Stuttgart abhalten (Bild: nb)
- 27. Dezember 2015, 19:52h 3 Min.
Mit Online-Unterschriften will der Verein gegen ein Anti-"Gender"-Symposium Front machen.
Von Norbert Blech
In Stuttgart regt sich Widerstand gegen einen geplanten Kongress der "Demo für alle". Am Samstag, den 23. Januar 2016, will die homophobe Protestbewegung in der städtischen Liederhalle zum Thema "Gender und Sexualpädagogik auf dem Prüfstand der Wissenschaften" tagen.
Wenige Wochen vor dem nächsten Großprotest des Bündnisses gegen Bildungsplan, Ehe-Öffnung und Co., der für den 28. Februar angekündigt wurde (queer.de berichtete), versammelt die Demo-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde mehrere Wissenschaftler vor allem aus dem reaktionären Spektrum, die sich gegen LGBT-Rechte und ein "Gender Mainstreaming" richten und Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität als "Frühsexualisierung" diffamieren (queer.de berichtete). Moderieren soll die Veranstaltung der stellvertretende "Weltwoche"-Chef Philipp Gut, der 2009 eine "Homosexualisierung der Gegenwart" und einen "irritierenden Kult um die Schwulen" kritisiert hatte (queer.de berichtete).
In einem Offenen Brief an den grünen Oberbürgermeister Stuttgarts, Fritz Kuhn, fragt der CSD nun, ob eine stadteigene Veranstaltungshalle "für plumpen Populismus und falsche Thesen" zur Verfügung gestellt werden müsse.
Online-Unterschriften erbeten
Der CSD bittet den Brief, der sich auch an die weiteren Bürgermeister der Stadt sowie die Leiter der Halle richtet, online mit zu unterzeichen. Kuhn habe sich in einem Grußwort an den CSD für Vielfalt und Akzeptanz ausgesprochen, heißt es in dem am Sonntag verfassten Schreiben.
"Diesem eindeutigen Selbstverständnis folgend fragen wir, ob eine Vermietung an Organisationen, die Vielfalt zur Bedrohung stilisieren, die andere Menschen offen und wiederholt herabsetzen und die bewusst Ängste schüren, Platz in den städtischen Veranstaltungsräumen finden sollten?", so der CSD weiter.
Der Brief, der die "Demo für alle" klar als Bündnis beschreibt, das "bereits mehrfach unter dem Deckmantel des vermeintlichen 'Schutzes von Ehe und Familie' in der Landeshauptstadt versucht hat, mit lautem Populismus und breiter Desinformation gegen Vielfalt, Gleichberechtigung und Aufklärung zu hetzen", ist in seinen Forderungen allerdings milde formuliert.
So ist von "Unbehagen" und "Sorge" die Rede – und gefordert wird nicht direkt eine Absage der Veranstaltung, sondern "die Vermietungsrichtlinien in Einklang mit der gelebten Vielfalt zu bringen". Notfalls seien "klare Worte der Distanzierung von Nöten" und "eine Sensibilisierung für dieses Thema" geboten. Für ein persönliches Gespräch sei der CSD jederzeit erreichbar.
"100% Mensch": Bei Veranstaltung "mitdiskutieren"
Eine andere Form des Protests hatte das Projekt "100% Mensch" ins Gespräch gebracht: Man könne sich auch zu der Veranstaltung kostenfrei anmelden, die sich ja an eine "interessierte Öffentlichkeit" wende. "Es wäre schön, wenn möglichst viele dort erscheinen und mitdiskutieren", so das Projekt.
Ende Oktober hatten einige Schwule und Lesben genau das bei einem Auftritt der Demo-Organisatorin von Beverfoerde bei einer Info-Veranstaltung des Elternvereins NRW getan (queer.de berichtete). Der Abend wurde letztlich vorzeitig abgebrochen.















...meine Worte ,hoffe dass dies geschied ,macht der Bande "Feuer unter ihre homophoben Aersche"
Bringt die Tagung zum platzen und sorgt fuer
anschliessende Publizierung Eurer "Aktion" in den Medien...
Viel Erfolg und Gruesse aus Fern Ost...
nicht zu vergessen ein gutes 2016 fuer ALLE hier bei der "HOMO-LOBBY"