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Kommentare zu:
IS richtet angeblich 15-Jährigen wegen Homosexualität hin


#22 Freiheit2015Anonym
  • 03.01.2016, 12:48h
  • Das kommt dabei heraus, wenn Religioten die Oberhand haben, in diesem Fall besonders fanatische.

    Natürlich beruft sich der Islamische Staat dabei auf Koran, Hadithen und Sunna.
    So war es auch im Mittelalter bei uns nicht anders als Homosexuelle hingerichtet wurden.

    Neben dem IS droht in folgenden islamischen Staaten für Homosexualität die Todesstrafe:

    Nigeria (nördliche Landesteile), Mauretanien, Sudan (nördliche Landesteile), Jemen, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate.

    In vielen anderen Ländern droht "nur" eine Haftstrafe.

    Das Mutterland des Islam, nämlich Saudi-Arabien, hat übrigens viele ideologische Gemeinsamkeiten mit dem IS.
    Dort herrscht der Wahabismus eine besonders strenge Auslegung des Islam.
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#23 michael008
#24 seb1983
  • 03.01.2016, 13:15h
  • Antwort auf #19 von michael008
  • Ich kann dem Gedankengang zwar folgen, aber ihn nicht wirklich nachvollziehen.
    Schon als Kind habe ich mich immer über Nachrichten gewundert im Stil von "300 Tote bei einem Fährunglück, unter den Opfern sind auch 3 Deutsche"

    Ermordete, hingerichtete und gelynchte Schwule sind in den arabischen und afrikanischen Ländern doch Alltag. Ich muss etwa zugeben dass mich die für das Fußball gucken ermordeten Jugendlichen mehr bewegt haben, wohl weil es tja "neu" war.

    Letztendlich ist es in diesem Fall sogar möglich dass der Junge gar nicht schwul war sondern von dem IS Kämpfer, der wohl schwul ist, quasi als Sexsklave gehalten wurde.
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#25 MetrosAnonym
  • 03.01.2016, 13:25h
  • Antwort auf #18 von seb1983

  • "Ist das weniger schlimm"?

    Nein, aber das ist ein Strohmann- Argument.
    Dann kann man bald über nichts mehr berichten, weil es immer gleich schlimmes.

    Wenn zB Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts in islamischen Staaten und durch Terrororganisationen wie den "IS" unterdrückt und ermordet werden, findet dies auch Widerhall in der allgemeinen Presse. Einzelne Artikel beschäftigen sich dann mit diesem spezifischen Thema.

    Warum sollte Queer.de als quereres Medium nicht über die schwulen Opfer des IS berichten, wenn sie aus dem Grund ermordet werden WEIL sie schwul sind?
    Die Homophobie und Verbrechen gegen Homosexuelle ist ein Bestandteil der Menschenverachtung des "IS" und diesen greift Queer.de auf, allgemeines gibt es in den allgemeinen Medien zu lesen...dafür gibt es dort wieder sehr wenig über die Situation Homosexueller zu erfahren.

    In Nazideuteutschland wurden Millionen Juden zu Opfern der Nazibrut, trotzdem gab es auch Homosexuelle und andere Gruppen die nur weil sie jenen Gruppen zugehörig waren ermordet wurden.
    Queer.de berichtet vorwiegend über die homosexuellen Opfer wenn es um historische Themen der Nazizeit geht.
    Da sagst du doch auch nicht, "es wurden auch zB Sinti und Roma ermordet, ist das weniger schlimm"?

    Zurück zur Gegenwart: Wozu gibt es dann noch spezifische Nachrichtenportale, wenn diese nicht spezifisch berichten sollen?
    Wie gesagt, für das "Allgemeine" gibt es als Informationsbasis schon die allgemeinen Medien. Diesen fehlt aber oft der Blickwinkel das Homosexuelle als Gruppe immer noch bedroht, verfolgt und ermordet werden.
    Homosexuelle werden auch so durch den IS ermordet unabhängig davon ob sie Homosexuelle sind, das ist richtig. Aber wenn sie als Homosexuelle "erwischt" werden oder wenn sie als welche "denunziert" werden, werden sie aus dem Grund der Homosexualität ermordet.

    Der IS will ( wie die Nazis es auch wollten) Homosexuelle als Gruppe vernichten und auslöschen. Ja und darüber darf und soll Queer.de berichten.

    ( An dem Beispiel im Artikel wird zudem auch deutlich wie anders mit Homosexuellen auf Täter- und auf Opferseite verfahren wird. Der jugendliche Schwule wird grausam hingerichtet, aber der homosexuelle IS Anhänger wird solange geduldet oder versetzt wie er nützlich ist.)
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#26 hugo1970Ehemaliges Profil
#27 TheDadProfil
  • 03.01.2016, 14:03hHannover
  • Antwort auf #24 von seb1983
  • ""Letztendlich""..

    Das ist so spekulativ wie der gesamte Artikel, in dessen Titel schon das Wort "angeblich" auftaucht, wie bei allen Meldungen, die wir bislang hier dazu lesen "durften"..

    Die "Überhöhung" der "Opfer-Struktur" ist ja nichts Neues..
    Seit Jahrzehnten kann man überall diese Meldungen lesen, die Du ansprichst..

    Ob nun
    ""300 Tote bei einem Fährunglück, unter den Opfern sind auch 3 Deutsche""
    oder auch
    ""es ist noch nicht bekannt, ob sich unter den Opfern des Fährunglückes Deutsche befinden""
    oder gar
    ""beim Fährunglück im Mittelmeer kamen 300 Menschen ums Leben, darunter viele Frauen und Kinder""..

    Hier wird "versucht" das Grauen einzuteilen in "Opfer", "bessere Opfer", und noch bessere Opfer", oder perfider noch in "Opfer" und "unschuldige Opfer"..

    Das ist so perfide, wie es Tagesgeschäft der meisten Medien ist..

    Insofern ist die "Forderung" von "Hugo" zu unterstützen, solche Meldungen nicht unbedingt an erster Stelle zu zeigen, denn neben der Tatsache, das es sich beim DAESH um keinen "Staat" handelt, sind solche Meldungen nur schwer zu verifizieren, wie ein Beispiel aus dem Russland-Ukraine-Konflikt zeigt, wo Meldungen aufbrandeten, ein kleines Mädchen sei erschossen worden, aber keiner der Journalisten, weder westliche noch einheimische, dann wußten, wo und wann genau das passiert sein soll..
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#28 MedienAnonym
  • 03.01.2016, 14:29h
  • Antwort auf #24 von seb1983

  • Das ist leider die menschliche Natur.
    Aber auch Tierrudel verhalten sich nicht anders.
    Was einem geografisch und/ oder lebensweisenmäßig näher ist, erzeugt ein Zugehörigkeitsgefühl.
    Wenn in der eigenen Stadt ein Unglück geschieht ist man ergriffener als wenn es am anderen Ende Deutschlands geschieht, selbst wenn man keines der Opfer kennt.

    Warum sollte das auch international anders sein.
    Das hier in Deutschland die Leute geschockt sind wenn in Paris Anschläge passieren, während Anschläge in Asien oder Afrika ( btw wird ja immer nur mit dem arabischen Raum verglichen...die Hungernden in Afrika interessieren schon lange nicht mehr?) mit vergleichsweise Schulterzucken hingenommen werden, liegt zum einen an der Gewöhnung weil es dort so häufig passiert und in Europa ( noch) selten und vor allem daran dass das was in Pariser Café's und der Konzerthalle geschehen ist, genauso gut in Berlin oder einer anderen deutschen Stadt geschehen könnte und wohl irgendwann auch wird.

    Es ist schwierig einen Mittelweg zu finden, denn ganz ausblenden kann man das nicht.
    Es wird auch weiterhin von deutschen Opferzahlen die Rede sein wenn etwas passiert, genauso wie überall auf der Welt bei internationalen Katastrophen in den Zeitungen die Opferzahlen des jeweils eigenen Landes stehen.
    "Das auswärtige Amt bestätigt xy deutsche Opfer" ist übertragbar auf alle Staaten.
    Es ist also etwas "urmenschliches" das zutun, unabhängig von allen Gesellschaftsformen.

    Solange sich das in Grenzen hält und der Informationsbasis dient, finde ich das auch in Ordnung.

    Nun wohne ich in einer Nebenstadt von Haltern am See und nicht nur weil ich eine Lehrerin des Germanwingsabsturzes kannte, hat mich der Umgang mit dem vorsätzlichen "Absturz" der ja kein Absturz sondern ein Massenmord war, zweierlei wütend gemacht.
    Erst einmal durch die fast schon Sympathie vieler Deutscher mit dem Täter. Er wurde als verzweifelter, fast schon bemitleidenswerter Typ dargestellt, dabei hat er nichts anderes gemacht als die Selbstmordattentäter in Paris...unschuldige Menschen mit in den Tod genommen.

    Zum anderen stand auf der einen Seite die Presse die den "Absturz" übertrieben lange in den Medien hielt und auf der anderen Seite die "lügenpresse" schreiende Meute, die selber kein Stück besser war.
    Denn das gängige Argument in den sozialen Medien warum man überhaupt groß über den Germanwingsabsturz berichte, wenn doch woanders noch viel mehr Menschen sterben, war mindestens genauso dämlich wie die aufbauschende Boulevardpresse.
    Denn selbstverständlich berichtet man in den deutschen Medien am Tag des "Absturzes" und in ein, zwei Tagen danach, da es einen deutschen Täter und Duzende deutsche Tote gab, vorwiegend darüber.
    Warum auch nicht.
    Wenn ein Thema aber aufgebauscht wird und medial ausgeschlachtet, dann ist es definitiv Zuviel.

    Das Katastrophen und Attentate in denen Deutsche oder Europäer verwickelt sind, innerhalb Deutschlands eine höhere mediale und gesellschschaftliche Aufmerksamkeit haben, finde ich ( bis zu einem gewissen Grad!) verständlich.
    Sonst würden regionale und landesweit Medien nicht funktionieren, wenn man alles gleich gewichten würde.
    Und die Tagesschau würde Stunden, statt 15 Minuten dauern ;-)
    Selektive Nachrichten sind wichtig,aber selten objektiv. An der Selektivität kann man nicht viel machen, an der Objektivität aber schon ...und DA muss man ansetzen wenn man "faire" Medien möchte.
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#29 oder soAnonym
#30 Monster-MachernAnonym
  • 03.01.2016, 14:46h
  • Antwort auf #2 von hugo1970
  • Uns allen fehlen die Worte - bis wir hoffentlich die richtigen Fragen stellen und nüchtern die Fakten betrachten. Und politische Konsequenzen daraus ziehen.

    Wer erschuf diese "eckelerregenden Monster"? Wer verschaffte ihnen Zugang zu Waffen, Geld und brachte sie in die Position, Einfluss über Menschen zu gewinnen?

    Fakten:

    "In der barbarischen Gegenwart islamistischer Ideologie und Praxis findet der kapitalistisch-liberale Westen somit die Echos seiner eigenen blutgetränkten Vergangenheit. Mehr noch: Der barbarische Kern kapitalistischer Vergesellschaftung kommt im extremistischen Islamismus wie im Rechtsextremismus zum Vorschein. Auf die Gräuel des "Islamischen Staates" blickend, schaut die westliche Wertegemeinschaft in den Spiegel. Nichts wäre verkehrter, als den von beiden extremistischen Seiten proklamierten "Kampf der Kulturen" für bare Münze zu nehmen. Die westliche Kultur stellt keinen positiven Gegenpol zum dschihadistischen Wahnsinn dar. Die liberalen westlichen Zentren des kapitalistischen Weltsystems schwitzen in der gegenwärtigen Systemkrise sowohl den Rechtsextremismus wie den Islamismus aus.

    Offensichtlich ist dies, wie eingangs dargestellt, auf der geopolitischen Ebene, wo die politische, finanzielle oder militärische Unterstützung des Dschihadismus seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts als islamistische Fundamentalisten mit Unterstützung des Westens in den Heiligen Krieg gegen den gottlosen Kommunismus in Afghanistan zogen zum Fundus westlicher Geopolitik gehört. Ein gewisser Osama Bin Laden hat seine ersten militärischen Erfahrungen unter den Fittichen der CIA in Afghanistan machen können. Saudi-Arabien, das wohl brutalste fundamentalistische Regime der Welt, ist ein enger Verbündeter des Westens, der mit milliardenschweren Waffenlieferungen hochgerüstet wird.

    Doch es ist vor allem die von den Zentren ausgehende und die Peripherie verwüstende ökonomische Krise, die erst die Heerscharen ökonomisch überflüssiger junger Männer hervorbringt, die mangels Perspektiven bereit sind, sich dem Todeskult der Dischihadisten anzuschließen. Das mühselige Überleben in der Hölle der Zusammenbruchsökonomien Iraks, Syriens oder Afghanistans ist für immer mehr Menschen dermaßen unerträglich, dass sie bereit sind, dieses gegen die illusorische Aussicht auf ein jenseitiges "Paradies" zu tauschen.

    Schließlich sind die ideologischen und identitären Reflexe auf diesen Krisenprozess im Abend- wie im Morgenland sehr ähnlich gelagert. Es findet eine autoritäre Rückbesinnung auf die religiöse oder nationale Identität statt, die vorhandene nationale oder religiöse Anschauungen ins ideologische Extrem treibt und zu einer militanten Mobilisierung gegen äußere Feindbilder oder innere Abweichler führt. Der Islamismus ist somit genauso wie der Rechtsextremismus ein Produkt der Weltkrise des Kapitals."

    www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index
    =0&posnr=622
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