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Christian Schmid musste nach dem Angriff am Dienstag im Krankenhaus operiert werden (Bild: privat)

  • 8. Januar 2016, 03:46h 155 2 Min.

Am frühen Neujahrsmorgen wurde Christian Schmid aus Stuttgart in der Düsseldorfer Altstadt niedergeschlagen.

Nach den Fällen aus Freiburg wurde nun auch eine homophobe Gewalttat zu Silvester in Düsseldorf bekannt: An der Rheinpromenade in der Altstadt feierten sieben schwule Männer in das neue Jahr – für einen von ihnen endete die Nacht im Krankenhaus.

Gegen 00:20 Uhr wurde Christian Schmid aus Stuttgart von einem seiner Freunde umarmt. Daraufhin rannte ein etwa 18 bis 20 Jahre alter Mann auf die Gruppe zu, brüllte homophobe Äußerungen und schlug dem 27-Jährigen ins Gesicht.

So schilderte Matthias Heuken von "Rainbow Refugees" den Überfall auf Bitten des Opfers gegenüber queer.de: "Christian ist zusammengebrochen. Seine Freunde haben ihn sofort versorgt." Sie brachte ihn in ein naheliegendes Sanitätszentrum, von dort aus kam er in ein Krankenhaus.

Die Polizei konnte den Täter bislang nicht fassen

Am 5. Januar musste der Stuttgarter operiert werden. "Aufgrund der massiven Gewalteinwirkung hat sich der Kiefer mit dem Jochbein verkeilt. Das Jochbein konnte nur durch eine aufwendige Operation und unter Einsatz von Titanplatten wieder hergerichtet werden", berichtete Heuken.

Der Täter sei weiterhin flüchtig. Der 18 bis 20 Jahre alte Angreifer habe einen "türkischen Akzent" und zum Tatzeitpunkt eine auffällige rote Jacke und eine blaue Jeans getragen, sagten die Freunde des Opfers aus. Er sei 1,65 Meter groß und habe eine markante Nase. Sachdienliche Hinweise, auch von weiteren Zeugen des Vorfalls, nimmt jede Düsseldorfer Polizeidienststelle entgegen.

Die Einsatzkräfte selbst vermeldeten am 1. Januar einen "vergleichsweise unauffälligen Jahreswechsel", ein gezielter Hinweis auf die homophobe Gewalttat fehlt: "Die Leitstelle der Düsseldorfer Polizei zählte im Stadtgebiet 25 Einsätze wegen Körperverletzungen. (Vorjahr 33)", heißt es pauschal in der "Silvesterbilanz". Allerdings seien die Beamten mit "alkoholisierten und teilweise aggressiven Personengruppen in der Altstadt" konfrontiert gewesen. (cw)

#1 paren1957Ehemaliges Profil
  • 08.01.2016, 06:24h
  • "Die Polizei konnte den Täter bislang nicht fassen"

    Warum sollte sie?

    Wen interessiert denn homophobe Gewalt? Die Bundeskanzlerin? Die CSU? Die AfD? Pegida? Die besorgten Bürger?

    Wer freut sich denn klammheimlich über homophobe Gewalt?

    Die Bundeskanzlerin? Die CSU? Die AfD? Pegida? Die besorgten Bürger?

    Ich tendiere zu Antwort 2
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#2 paren1957Ehemaliges Profil
  • 08.01.2016, 06:54h
  • "Die Einsatzkräfte selbst vermeldeten am 1. Januar einen "vergleichsweise unauffälligen Jahreswechsel", ein gezielter Hinweis auf die homophobe Gewalttat fehlt"

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es Heiko Maas, der dafür gesorgt hat, dass Gewalt gegen sexuelle Minderheiten nicht als Hasskriminalität zählt.

    Wenn ich Polizist wäre, würde ich das auch so verstehen, dass es nicht erwünscht ist, homophobe Gewalt als solche zu klassifizieren. Dass möglicherweise Anzeigen noch nicht einmal weiterverfolgt werden müssen, weil kein öffentliches Interesse an der Aufklärung besteht.

    Oder hat irgendjemand außer ein paar fehlgeleiteten Gestalten mit unreifer Sexualität daran ein Interesse? Könnte es nicht sein, dass der eine oder andere Nasenstüber deren Reifeprozess fördert? Das war doch in etwa so gemeint, Bischof Rentzing, oder?
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#3 Jimmy67Anonym
  • 08.01.2016, 07:30h
  • gute besserung!
    was ich nicht verstehe: 7 ausgewachsene Männer gegen EINEN 1,65 m grossen Teenager?
    und dann ist der täter auch noch flüchtig??
    was haben die 6 freunde gemacht?
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