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"Studientag Genderismus"
Anti-"Gender"-Tagung auch in Bayreuth
- 11. Januar 2016, 17:47h 2 Min.

Der Einladungsflyer zu der Veranstaltung
Evangelikale Gruppen lassen unter anderem Gabriele Kuby über "Risiken und Nebenwirkungen" des "Gender Mainstreaming" referieren.
"Nach der Gender-Ideologie bestimmt jeder Mensch sein Geschlecht selbst. Dies steht im Widerspruch zur Schöpfung Gottes", so das Faltblatt zu einer Veranstaltung, zu der mehrere evangelikale Gruppen für diesen Samstag in Bayreuth aufrufen. "Wenn heute in Kindergärten und Schulen (wie im Bildungsplan 2015 der Grün-Roten Landesregierung in Baden-Württemberg) die Genderpädagogik unter dem Begriff 'sexuelle Vielfalt' praktiziert werden soll, müssen wir gegen diese Form der Indoktrination als Eltern und Christen auftreten."
Zu dem "Studientag" über "Risiken und Nebenwirkungen" des "Gender Mainstreaming", worunter erzkonservative und rechte Propagandisten alle Bemühungen zur Emanzipation von Frauen und LGBT zusammenfassen, laden die "Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern" und die Gruppe "Luther – Evangelische Jugend Bayreuth" ein.
Eine der Rednerinnen in der Nikodemuskirche ist die fundamentalistische Katholikin Gabriele Kuby, die seit Jahren gegen LGBT-Rechte ankämpft – in eigenen Büchern, in Talkshows und auf der Straße etwa als Rednerin bei der "Demo für alle". Ihr Vortrag in Bayreuth steht unter dem Titel "Umerziehung der Kinder als Weg zum neuen Gendermenschen".
Entwicklungs-"Beeinträchtigung" Gender Mainstreaming
Ein weiterer Redner ist der Gehirnforscher Prof. Dr. Manfred Spreng, der schon in mehreren Büchern argumentiert hat, dass "Gender Mainstreaming" eine "Vergewaltigung der menschlichen Identität" sei, die zu zahlreichen Krankheiten führe. Der Genderismus, der unter anderem die "Förderung homosexuellen Verhaltens" betreibe, führe zudem zur "Aushöhlung der Familie" und sei gegen die "göttliche Lebensordnung" gerichtet.
Sein Vortrag steht unter dem Titel "Über die Problematik normaler (Gehirn-)Entwicklung von Kindern im Spannungsfeld von Gender Mainstreaming".
Die Veranstaltung in Bayreuth findet eine Woche vor einem ähnlichen und größeren Symposium in Stuttgart statt: Am 23. Januar will die homophobe Bewegung "Demo für alle" in der Liederhalle über "Gender und Sexualpädagogik auf dem Prüfstand der Wissenschaften" diskutieren (queer.de berichtete). Gegen die Veranstaltung hat das "Aktionsbündnis gegen die 'Demo für alle" inzwischen einen Protest vor Ort angekündigt. (nb)















Ein interessanter Blogpost zum Thema hier:
"Sobald queere Lebensweisen explizit benannt und thematisiert werden, ist von 'Indoktrinierung' oder 'Frühsexualisierung' die Rede. Davon abgesehen, dass dies natürlich großer Blödsinn ist, fällt auf, wie Heteronormativität hier bewusst oder unbewusst ausgeblendet wird. Dass es sich dabei - folgt man der verqueren Logik - aber ebenfalls um 'Indoktrinierung' bzw. 'Frühsexualisierung' handelt, kann nur deshalb so wunderbar verschleiert werden, weil Heteronormativität unmarkiert und damit unsichtbar bleibt. Dieser 'diskrete Charme' bildet meines Erachtens die tragende Säule bei ihrer Wirkungsweise."
www.queergeist.com/2016/01/08/neujahrsvors%C3%A4tze-reloaded
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