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Einzelkommentar zu:
Marokko: Zwei Männer wegen eines Kusses verhaftet


#6 giliatt 2Anonym
  • 15.01.2016, 01:49h
  • Ait Melloul ist weniger als Großstadt zu bezeichnen, denn als dichtbesiedelter Vorort der Städte Inezgane und Agadir, die nach und nach zusammenwachsen.In diesem Dreieck liegt übrigens Biougra, wo die leckeren aromatischen Erdbeeren erzeugt werden, die wir im Winter gelegentlich bei EDEKA kaufen können, welche uns an die Früchte aus Omas Garten erinnern.

    Marokko ist mit weitem Abstand das toleranteste Land in Nord- und Nordwestafrika, was sich auch aus seiner Geschichte heraus erklärt, denn es muste auch marodierende "deutsche" Flüchtlinge aushalten vor etwa rund 1500 Jahren, als nämlich die Vandalen unter Geiserich es in selbstgebauten Booten erpaddelten.

    Ich (59) verbrachte und verbringe die Hälfte meiner Lebenszeit in Marokko.
    Dass dort Männer Hand in Hand durch die Stadt gehen, ist Normalität. Ist nämlich ein Zeichen höchster Ehrerbietung und Freundschaft. Soetwas sah ich in Europa damals noch nie. Ebenso die "Küss-Kultur", die Bestandteil der ismamischen Männergesellschaft ist. (Küsse, wohlgemerkt ohne Zungenschlag!)
    Bei Umarmung Luftküsse links, rechts, links. Mann- zu -Mann- Wangenküsse. Handküsse - nicht wie in Europa traditionell nur angedeutet - sondern fette Schmatzer auf die Pranken. Empfangen von Männern und auch von Frauen.
    Was mich anfänglich damals verunsicherte, waren Kinderküsse. Eltern im Freundeskreis forderten ihre Kleinkinder auf, dem Onkel einen dicken Kuss auf die Wange zu geben, wobei eine gleiche Reaktion von ihm erwartet wurde.
    In der BRD kam die Begrüßungs-Knutscherei erst in den 1970er Jahren auf, als man die Scheinheiligkeit der Hallo-Bussi-Bussi-Gesellschaft zum gesellschaftlichen Standard zu erheben sich bemühte.

    Homosexualität ist zwar verboten, wird aber toleriert in Marokko, wenn sie ausgelebt wird als das, was sie ist: Privatsache.

    Was die beiden Jungs da genau gemacht haben, beschreibt der Bericht hier nicht. Vermute mal, dass sie so dumm waren, sich in einem Schulzimmer die Zungen gegenseitig zwischen die Lefzen zu schieben. War es ein Raum einer staatlichen Schule? Oder das Klassenzimmer einer der zahlreichen französischen teuren Privatschulen? Who knows?

    Fakt ist, dass weltweit gilt:
    In Amtsräumen wird privat weder gefummelt, geknutscht, gebützt oder gevögelt.
    Erinnern wir uns mal an den jungen bayrischen schwulen Landrat, dessen vom Steuerzahler finanziertes Dienst-Sofa dekuvriert ward als sündige Matratze.
    Dumm waren die beiden Jungs auf jeden Fall. Weniger, weil sie selfie-süchtig selbst das Video ihres Geschnäbels aufnahmen, sondern weil sie es in die Öffentlichkeit lancierten.
    Aha, ein beklagter Kanadier konnte den Vorwurf der Vergewaltigung entkräften durch Vorlage eines Videos vom einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Merke: Ficken und Klicken! Sex also immer dokumentieren.
    Seltsam.
    Vielleicht ist das Sichwort BENEHMEN?
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