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Immer wieder auf das Thema Homosexualität fixiert: Kyrill I. ist seit 2009 Patriarch der russisch-orthoxen Kirche

  • 17. Januar 2016, 11:21h 107 3 Min.

In einem TV-Interview äußert das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt Verständnis für Anhänger des "Islamischen Staats".

Für das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche ist Terrorismus die Antwort auf eine gottlose Gesellschaft mit Gay-Pride-Paraden. Dies sagte Patriarch Kyrill I. in einem aufgezeichneten Interview mit dem russischen Staatssender Rossija 1, das anlässlich der orthodoxen Weihnachsfeiertags bereits am 7. Januar ausgetrahlt worden war.

"Wir sehen nun, dass die gottlose Zivilisation erwachsen wird", sagte Kyrill mit Bezug auf zunehmende Gewalt islamischer Extremisten – und beklagte dabei eine angebliche Verfolgung von Christen in Europa: "Christen sind jetzt die am meisten unterdrückte religiöse Gemeinschaft – nicht nur in der gewaltsamen Auseinandersetzung mit islamischen Extremisten, sondern auch in vielen anderen Regionen, einschließlich des wohlhabenden Europa."

Als Beispiel nannte Kyrill den Umgang mit LGBT-Rechten: "Während Paraden für sexuelle Minderheiten unterstützt werden, werden eine Million französische christliche Demonstranten, die Familienwerte verteidigen, von der Polizei bekämpft. Wenn man nicht-traditionelle Beziehungen eine Sünde nennt, wie es die Bibel lehrt, oder man Priester ist, riskiert man nicht nur die Möglichkeit zu dienen, sondern sogar das Gefängnis."

Das seien "erschreckende Beispiele" einer "gottlosen Zivilisation", so Kyrill weiter – junge Leute könnten daher in den Einfluss von Extremisten gelangen, die sie dazu einladen würden, eine der "Welt des Teufels" entgegengesetze Welt zu erschaffen.

Kyrill lobt "ehrliche Menschen" unter den IS-Anhängern

Kyrill verurteilte in dem Weihnachts-Interview Anschläge und Mord als "Sünde", fügte jedoch hinzu, dass es unter den Anhängern des Islamischen Staats "ehrliche Menschen" gebe, die sich "ausschließlich aus religiösen Gründen" der Bewegung angeschlossen hätten: "Was können die Gründe sein? Haben wir je darüber nachgedacht? Du wirst ein Kämpfer für das Kalifat. Nun, was ist ein Kalifat? Es ist eine Gesellschaft, die auf Glaube und Gott beruht und in der Menschen religiösen Gesetzen folgen. Man schafft eine neue Gesellschaft, die sich abhebt von der gottlosen, säkularen, ja sogar radikal-säkularen Gegenwart."

Die russische Organisation "Nuntiare et Recreare", ein Zusammenschluss gläubiger LGBT, kritisierte die Äußerungen des Kirchenführers scharf. "Patriarch Kyrill rechtfertigt religiösen Terrorismus", sagte deren Gründer Waleri Sosajew, zeigte sich jedoch nicht überrascht. "Es gibt Kräfte in der russisch-orthodoxen Kirche, die wenn nicht Terroristen, dann zumindest Extremisten genannt werden können. Mit Unterstützung der Kirche nehmen sie an gewalttätigen Übergriffen auf die russische LGBT-Community teil und sie begründen ihre Taten mit denselben Worten, die wir von Patriarch Kyrill gehört haben."

Die russisch-orthodoxe Kirche, der weltweit schätzungsweise 150 Millionen Menschen angehören, wird seit 2009 von Kyrill angeführt. Seitdem fiel der Patriach regelmäßig mit scharfer homophober Rhetorik auf. Er begrüßte etwa öffentlich das Verbot von CSD-Demonstrationen in Moskau, die er als "eine aufdringliche Zurschaustellung von Unzucht" bezeichnete, und sprach sich auch für das nationale Gesetz gegen Homo-"Propaganda" aus. Im Juli 2013 erklärte er bei einem Gottesdienst, dass die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule in westlichen Ländern Anzeichen für den bevorstehenden "Weltuntergang" sei, und rief dazu auf, alles zu tun, um im "Heiligen Russland" eine Gleichstellung zu verhindern (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 MarionetteAnonym
  • 17.01.2016, 12:36h
  • viele russen sind so ungebildet und religiotisch, dass sie das, was dieser geistig gestörte opa sagt, auch noch glauben. es denkt sich halt leichter wenn andere für einen denken, dann muss man seinen eigenen kopf nicht benutzen. und hey, als marionette lebt es sich doch gut.
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#2 mx5972
  • 17.01.2016, 12:45hKerpen
  • Kyrill lobt "ehrliche Menschen" unter den IS-Anhängern...... Wer Frauen und Kinder tötet hat es nicht verdient am Leben zu bleiben!!! Und dieser Alte Sack lobt die ehrlichen Menschen unter diesen Mördern!!!
    Ich könnte kotz..
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#3 paren1957Ehemaliges Profil
  • 17.01.2016, 12:47h
  • Was will man von einer ehemaligen KGB-Schranze auch anderes erwarten. Intellekt war da wohl nicht gefragt.
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