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https://queer.de/?25432
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Wegen homophober Gesetze in Russland
Video: Gus Kenworthy wollte sich bereits in Sotschi outen
- 20. Januar 2016, 12:24h 2 Min.

Gus Kenworthy hat sich vergangen Oktober als schwul geoutet – das Coming-out wurde auch wegen seines freizügigen Instagram-Accounts begeistert wahrgenommen
Vor drei Monaten hat sich der amerikanische Profi-Freestyle-Skifahrer Gus Kenworthy als schwul geoutet und viel Lob dafür erhalten (queer.de berichtete). Seitdem interessieren sich die Community und amerikanische Medien gleichermaßen für den 24-Jährigen. In der Late-Night-Talkshow "Conan" erzählte er nun am Montag, dass er eigentlich vorhatte, sich bereits im Jahr zuvor bei den Olympischen Winterspielen im homofeindlichen Russland zu outen. Allerdings nur, wenn er in Sotschi Gold geholt hätte:
Vor der russischen Olympiade gab es diese ganzen Anti-LGBT-Gesetze. Wir wurden gewarnt, dass schwule oder lesbische Athleten das nicht zeigen sollten, weil das nicht sicher und inakzeptabel sei. Ich dachte mir: "Das ist scheiße". Ich war damals nicht out, aber habe das für lächerlich gehalten. In dieser Zeit hatte ich einen Freund und wir haben uns darüber unterhalten, dass ich den besten Lauf mache, die Goldmedaille gewinne und ihn öffentlich küsse. Ich dachte, so könnte ich es jedem sagen. Aber es ist nicht so gekommen. Ich bin jetzt froh darüber, weil ich es damals nicht mal meiner Mutter, meinem Vater und meinen Brüdern erzählt hatte. Es wäre nicht nur ein Schock für die Olympiade gewesen, sondern meine Familie hätte gesagt: "Was zum Teufel?" […] Gleich nach der Olympiade habe ich begonnen, es meinen Freunden und meiner Familie zu erzählen. Und dann hatte ich mein öffentliches Coming-out.
Hier ist das Video aus der "Conan"-Show:
Kenworthy hatte übrigens in Sotschi die Silbermedaille gewonnen – nur knapp hinter seinem Teamkollegen Joss Christensen. (dk)















Netter Typ.
Eigentlich komisch, dass manche sich erst öffentlich outen wollen, wenn sie etwas großes erreicht haben (hier Goldmedaille als ursprünglicher Plan). Naja, es ist schon irgendwie auch nachvollziehbar, aber auf jeden Fall traurig dass es so ist. Es soll sich doch jeder outen können, auch wenn man als Sportler z.B. jetzt nicht gerade Olympiasieger oder Europameister etc ist. Und kann man ja auch. Viele lassen sich vielleicht von der Gesellschaft da zu sehr unter Druck setzen? Das muss nicht sein.
In seinem Fall war es jedenfalls aber verständlich dass er zuerst bei seiner Familie sein Coming out haben wollte, bevor er es im Fernsehen sagt.